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Ofenschlupfer

Zu unserem Monatsthema Erntedank und Wertschätzung von Lebensmitteln gibt es heute ein leckeres Rezept. Der Ofenschlupfer ist ein süßer Auflauf mit in dem man altbackenes Brot gut verwerten kann.

Zutaten
300 g Obst (z.B. Kirschen, Pfirsiche oder Äpfel)
6 altbackene Milchbrötchen, Weißbrot oder Hefezopf
250 ml Milch
100 g weiche Butter
80 g Zucker
1 Päck. Vanillezucker
3 Eier
125 g Schmand
1 Pr. Salz
50 g gehobelte Mandelkerne

Zubereitung
Obst waschen und in Stücke schneiden, Kirschen aus dem Glas abtropfen lassen, Äpfel klein schneiden oder raspeln
Brötchen in Würfel schneiden, Milch darüber gießen und 10 Minuten durchziehen lassen. Butter, 40 g Zucker und Vanillezucker mit den Quirlen des Handrührgeräts cremig rühren. Eier trennen. Eigelbe einzeln unterziehen, Schmand unterrühren und unter die Brötchenmasse ziehen. Eiweiß, restlichen Zucker und Salz zu Eischnee steif schlagen. Eischnee unter die Brotmasse heben.
Obst und Brotmasse abwechselnd in eine gefettete Auflaufform schichten und mit gehobelten Mandeln bestreuen. Bei 170 °C etwa 45 Minuten backen, evtl. nach 25 Minuten abdecken.

Dazu passt Vanillesauce.

Buggy ade

Oft ist der Buggy ein lieb gewonnener Begleiter, wenn es aus dem Haus geht. Doch ab dem 3. Lebensjahr sollten Kinder Wege aus eigener Kraft zurücklegen. Das fördert einen aktiven Lebensstil, stärkt Muskeln und Gelenke und beugt durch Bewegungsarmut mitbedingten Krankheiten, wie Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Um seinem Kind den Abschied vom Buggy zu erleichtern, hilft es, einige Tipps zu befolgen.

  • Was schon in den ersten Lebensjahren gilt, ist auch jetzt noch wichtig: Kinder richten sich nach Vorbildern. Das größte Vorbild sind in dieser Zeit die Eltern. Sind Kinder von Beginn an daran gewöhnt, Wege zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren, so werden sie dies auch als Erwachsene als selbstverständlich ansehen.
  • Zur langsamen Entwöhnung kann die Strecke ohne Buggy langsam gesteigert werden. Für den Anfang kann der Buggy beim Gang zum Spielplatz um die Ecke zu Hause gelassen werden und mit der Zeit kommen immer mehr Strecken dazu.
  • Für einige Strecken bieten sich Dreirad, Roller oder Laufrad und später ein Fahrrad an. Dann schafft ein Kind auch längere Wege.
  • Für Wege, die regelmäßig genutzt werden, bietet es sich an, weniger stark befahrene Wege zu suchen. Auch wenn die Strecke dann ein bisschen länger wird, lohnt es sich: Ein Kind lernt so an weniger gefährlichen Straßen das Verhalten im Straßenverkehr und auch die Abgasbelastung, die auf Kindeshöhe am größten ist, ist dort geringer.
  • Ein Kind sollte auch in der Zeit, in der der Buggy noch regelmäßig zum Einsatz kommt, immer wieder aussteigen dürfen. Gegebenenfalls ist es dann gar nicht mehr eine so große Umstellung, wenn dieser für immer abgeschafft wird.
  • Kinder erkunden gerne ihre Umgebung. Für Wege, die mit dem Kind zusammen zurückgelegt werden, mehr Zeit einzuplanen bietet sich da an. So kann der Weg von der Kita nach Hause auch gleich als wichtige Familienzeit dienen, in der das Kind von seinem Tag erzählen kann.

Erntedankfest – Die Gelegenheit Lebensmittel neu zu entdecken und wertzuschätzen.

Berlin, Oktober 2014 – Am 05.10.2014 ist Erntedankfest. Ein Fest, das die Menschen früher am Ende der Erntezeit feierten, um für die Feldfrüchte zu danken. Noch vor 100 Jahren lebte der größte Teil der Menschen auf dem Land und war davon abhängig, im Sommer genügend Vorräte für den Winter anzulegen. Heute, da Lebensmittel „aus dem Supermarkt kommen“, ist für viele Kinder nicht mehr vorstellbar, dass eine Mahlzeit hart erarbeitet werden muss. Das Erntedankfest ist also eine gute Gelegenheit, Kindern zu erklären woher die Lebensmittel kommen, die man das ganze Jahr über im Laden oder auf dem Markt kaufen kann und die Wertschätzung hierfür zu fördern. Ein willkommener Anlass an diesem Tag, oder auch an den darauf folgenden Wochenenden, einen Ausflug aufs Land zu unternehmen. Im Herbst feiern viele Bauernhöfe Hoffeste, bei denen Kinder viel über die Herkunft der Lebensmittel erfahren können.

Kochkompetenzen von Anfang an fördern

Auch der alltägliche Umgang mit Lebensmitteln und die Beteiligung von Kindern an der Zubereitung von Mahlzeiten fördern die Wertschätzung für Lebensmittel. Schon Kleinkinder können in der Küche mit anpacken: Anfänglich kann dies bedeuten, dass die Kinder die Löffel zum Tisch tragen und so beim Tischdecken helfen. Wenn sie das erste Mal selbstständig eine Gurke schneiden, sind Kinder „stolz wie Oskar“. So gehört der Umgang mit Lebensmitteln von Beginn an zur Lebenswelt der Kinder und ein ausgewogenes Ernährungsverhalten wird auf diese Weise auch gleich gefördert. Erntedank ist also eine gute Gelegenheit, Kindern den Weg der Lebensmittel zu zeigen, indem man zum Beispiel selbst Brot oder Pizza bäckt oder Apfelmus kocht. Beim Kochen und Essen sollten Eltern ihren Kindern ein Vorbild sein und Essensreste verwerten, statt sie wegzuwerfen. Nudeln und Kartoffeln vom Vortag schmecken wunderbar, wenn man sie mit Ei und etwas Gemüse aufbrät und Eintöpfe schmecken aufgewärmt oft noch besser, als am ersten Tag.

Einsatz der Tafeln zur gerechteren Verteilung von Lebensmitteln

Wertschätzung von Lebensmitteln – eine Aufgabe, der sich die Tafeln in Deutschland angenommen haben. Millionen Menschen in Deutschland leben in Armut; vielen bleiben nur wenige Euro, um Lebensmittel zu kaufen. Gleichzeitig werden pro Kopf im Durchschnitt 82 kg Lebensmittel im Jahr in den Müll geworfen. Die Tafeln sammeln Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können, aber noch qualitativ einwandfrei sind, wie z.B. Backwaren vom Vortag oder Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern, und geben diese an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen weiter. Neben dieser Arbeit ist es ein Anliegen der Tafeln, auf eine Änderung der politischen Rahmenbedingungen hinzuwirken. Durch Aktionen, wie die „Langen Tafeln“, die regelmäßig in Innenstädten veranstaltet werden, sollen Gesellschaft und Politik auf das Ungleichgewicht in der Lebensmittelverteilung aufmerksam gemacht werden.

Auch im Bereich der Bildung engagieren sich die Tafeln. Die Berliner Tafel beispielsweise geht mit ihrem Projekt KIMBAschule in Schulen und gibt dort Kurse in Kochen und Lebensmittelkunde.

Der Schulweg – ein guter Anlass bewegt in den Tag zu starten

Immer mehr Kinder kommen mit dem Auto zur Schule, obwohl die Strecken meist überschaubar sind und gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden könnten. Wenn zu viele Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht werden, entsteht durch den erhöhten Autoverkehr zudem oft ein Verkehrschaos vor dem Schultor, das die Situation auf der Straße unübersichtlich macht. Dabei ist der Schulweg eine wichtige Erfahrung, die Kinder machen müssen, um ein selbstständiges und sicheres Verhalten im Straßenverkehr zu lernen. Kinder, die überall mit dem Auto hingefahren werden, haben diese Übung der frühen Verkehrserziehung nicht. Dadurch kann es gefährlich werden, wenn sie doch mal einer Gefahrensituation im Verkehr ausgesetzt sind.

Ein weiterer Vorteil, den Schulweg und auch andere Wege zu Fuß zurückzulegen, spiegelt sich in der Auswirkung auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Kinder wider. Regelmäßige Bewegung stärkt die Abwehrkräfte, beugt Haltungsschäden, Stoffwechselerkrankungen und Übergewicht vor. Im Durchschnitt sitzen Kinder heute 9 Stunden am Tag und bewegen sich entsprechend wenig. Da nicht nur Sport, sondern jede Art von Bewegung diesen Auswirkungen entgegenwirkt, ist der Fußweg zur Schule eine gute präventive Maßnahme.

Um darauf aufmerksam zu machen, wurde der weltweite Aktionstag „Zu Fuß zur Schule“ ins Leben gerufen. Seit 1994 werden in diesem Rahmen in Deutschland und vielen weiteren Ländern weltweit „Zu-Fuß-zur-Schule-Aktivitäten“ durchgeführt. Starttag ist immer der 22. September bzw. der darauf folgende Montag. An diesem Tag beginnen jedes Jahr verschiedene Aktionen, die dazu aufrufen das Auto stehen zu lassen und den Weg zu Schule und Kita zu Fuß zurückzulegen. Auf der Projektseite des Deutschen Kinderhilfswerks werden die verschiedenen Aktionen gesammelt.

Eine weitere Initiative, um den Schulweg bewegt zu gestalten, wurde 2005 von der Universität Paderborn entwickelt. Unter der Leitung von Prof. Dr. W.-D. Brettschneider, der auch als Mitglied des Fachbeirats die der Plattform Ernährung und Bewegung e.V.in wissenschaftlichen Fragen unterstützt, , wurde der „Walking Bus“ entworfen. Dabei handelt es sich nicht um einen echten Bus, sondern eine Gruppe von Kindern und Eltern, die den Bus darstellen. 8 bis 14 Kinder werden von 2 Erwachsenen zu Fuß zur Schule und auf dem Heimweg auf einer festen Route mit festgelegten „Haltestellen“ begleitet. Ziel ist, möglichst viele Grundschulkinder ohne Sicherheitsrisiko zu Fuß zur Schule zu begleiten. Auf diese Weise wird Bewegungsmangel und Übergewicht vorgebeugt und durch die körperliche Aktivität die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit gefördert. 2008 war der „Walking Bus“ bereits so etabliert, dass er an 28 Schulen eingerichtet war. Auf rund 50 unterschiedlichen „Walking Bus-Linien“ gelangen so bisher 1300 bis 1500 Kinder täglich zu Fuß zur Schule. Informationen zum „Walking Bus“ bietet die Internetseite http://www.paderborn.de/microsite/walking_bus/index.php?p=. Dort können stehen zudem Hinweise und Informationen bereit, um die Aktion auch an der eigenen Schule zu starten.

Morgen ist Weltkindertag

Jedes Jahr am 20. September wird in Deutschland der Weltkindertag gefeiert, um auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen, seit 1989 mit großen Kinderfesten in inzwischen 400 Städten.

Der Weltkindertag wird in über 145 Staaten gefeiert. Jedes Land hat individuell ein Datum festgelegt, an dem der Tag gefeiert wird. Er geht auf die 9. Vollversammlung der Vereinten Nationen am 21. September 1954 zurück. Damals sprach sie die Empfehlung aus, einen weltweiten Kindertag einzurichten, um sich für die Rechte der Kinder und die Förderung der Freundschaft unter Kindern und Jugendlichen einzusetzen.

Dieses Jahr steht der Weltkindertag unter dem Motto „Jedes Kind hat Rechte!“. Damit soll auf das 25-jährige Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention aufmerksam gemacht werden. Diese schreibt unter anderem fest, dass alle Kinder ein Recht auf Überleben, persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie das Recht auf Beteiligung haben. Des Weiteren schreibt sie vor, dass Kinder sich kör­per­lich, geistig, moralisch, seel­isch und gesellschaftlich gesund und in Frei­heit und Würde entwick­eln können sollen. Kindergesundheit ist deshalb stets ein wichtiges Thema an diesem Tag.

Im Januar dieses Jahres stellten die Vereinten Nationen fest, dass in Deutschland immer noch viele Defizite bei der Umsetzung der Kinderrechte bestehen. In Deutschland müssen die Ur­sa­chen von Kinderarmut stärker bekämpft und benachteiligte Kinder stärker unterstützt werden. Diese Missstände sollen mit dem morgigen Tag stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

Das größte Kinder- und Familienfest zum Weltkindertag findet am Sonntag, den 21. September von 11:00 bis 18:00 Uhr in Berlin rund um den Potsdamer Platz statt. Aber auch in vielen weiteren Städten finden Aktionen statt. Über Veranstaltungen in den verschiedenen Regionen informiert die Internetseite des Weltkindertags.

Der erste Schultag nach den Freien bringt wieder viele Veränderungen im Tagesablauf

Nach sechs Wochen Ferien heißt es im neuen Schuljahr wieder „die Schulbank drücken“ statt den ganzen Tag spielen zu können

Berlin, September 2014 – Die Ferien sind zu Ende. Das bedeutet für alle Schulkinder, dass sie sich wieder in einen Alltag mit geregelten Schulstunden, Hausaufgaben und frühem Aufstehen einfinden müssen. War der Tagesablauf der vergangenen sechs Wochen geprägt von bewegten Freizeitaktivitäten, muss nun im Unterricht wieder aufgepasst und längere Zeit am Stück stillgesessen werden. Der Tag erfordert wieder mehr Disziplin und Konzentration. Nach einem langen Schultag brauchen Kinder erst einmal eine Pause, in der sie vom Schultag abschalten können. Bewegung und von ihrem Tag erzählen zu können, hilft ihnen dabei. „Bewegung ist der natürliche Zustand des Kindes. Täglich mindestens eine Stunde draußen spielen, ist genauso wichtig wie Hausaufgaben machen! Bewegungszeiten sollten im Tagesablauf ebenso ihren festen Platz finden wie Essen und Trinken.“ so Prof. Dr. Klaus Bös vom Institut für Sport und Sportwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Mitglied des Fachbeirats der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb). Nach einer Pause fällt es dann auch viel leichter an die Hausaufgaben zu gehen. Und auch dabei gilt die Faustregel: alle 20 Minuten aufstehen und sich eine Weile bewegen. Das fördert nicht nur die Konzentration, sondern wirkt einem Sitzenden Lebensstil entgegen.

Strukturen geben Halt im vollen Schultag

Ein gut strukturierter Tagesablauf mit festen Zeiten hilft einem Kind, sich in der neuen Situation des straffen Schultages zurecht zu finden und Überforderung vorzubeugen. Ein großer Stundenplan, in dem neben den Schulstunden auch Spiel- und Entspannungszeiten eingetragen werden, hilft einem Kind, den Tag zu gliedern und den Überblick zu behalten. Um der Hektik am Morgen vorzubeugen, sollte der Schulranzen immer schon am Abend vorbereitet werden.

Guter Start in den Tag

Mit dem Beginn des neuen Schuljahres bleibt auch morgens wieder weniger Zeit. Boten die Ferien die Möglichkeit, morgens ausgiebig zu frühstücken, bleibt in vielen Familien in der morgendlichen Hektik dafür oft kein Platz mehr. Besonders das Frühstück ist jedoch wichtig, um die Energiespeicher aufzufüllen. Fällt es weg, hat das Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und führt zu Müdigkeit und Unkonzentriertheit. Kein guter Start in den Tag! Besser ist es, den Wecker etwas früher zu stellen und genügend Zeit für ein gemeinsames Frühstück einzuplanen. Auch wenn ein Kind morgens noch nichts runter bekommt, sollte es zumindest ein Glas Milch oder Kakao trinken. Ein zweites Frühstück kann dann in der Unterrichtspause nachgeholt werden. Eine liebevoll gefüllte Brotdose hilft, das Frühstück für das Kind interessant zu machen. Verschiedene Brotsorten und Beläge bringen Vielfalt in die Frühstückspause. Salatblätter auf dem Brot, Gemüsesticks oder Obst sorgen für noch mehr Abwechslung. Eine stabile Brotdose stellt sicher, dass nichts im Ranzen zerquetscht wird. Wichtig ist auch ein Getränk. Beispielsweise benötigen zehnjährige Kinder am Tag etwa einen Liter Flüssigkeit, mit jedem Alter und bei viel Bewegung wird es mehr. Daher sollte immer auch an eine Flasche mit Wasser oder Fruchtschorle gedacht werden.

Leckeres für die Pause – Paprikabrot

Zutaten

2 Blätter Kopfsalat
½ rote Paprikaschote
2 Scheiben Vollkornbrot
35 Gramm Paprikafrischkäse

Zubereitung

Die Salatblätter waschen und trocken tupfen. Die Paprikaschote putzen, waschen und in Streifen schneiden. Beide Brotscheiben mit Frischkäse bestreichen; eine Scheibe mit Salatblättern und Paprikastreifen belegen. Die andere Brotscheibe darauf legen. Brot halbieren.

Gut verpackt in einer Brotdose ist das ein ideales zweites Frühstück für Schule oder Kita.

So locken Eltern Stubenhocker vor die Tür

Berlin (dpa/tmn) – Entwickelt sich das Kind zum Stubenhocker, ist das nicht ideal. Kinder brauchen Bewegung an der frischen Luft, um das Immunsystem zu stärken. Aber wie holen Eltern die Kleinen vom Sofa?

Eltren locken Stubenhocker am besten mit einem Bewegungsplan nach draußen. Dafür setzt sich die ganze Familie zusammen und überlegt gemeinsam: Was macht Spaß? Herauskommen kann eine Rollschuhrunde am Montag, ein Spaziergang am Dienstag – und so weiter für die übrigen Tage. Aufwendigere Pläne wie ein Besuch im Schwimmbad oder im Kletterwald finden besser am Wochenende Platz, erklärt Wiebke Kottenkamp von der Plattform Ernährung und Bewegung (peb).

Gleichzeitig müsse ein Plan für den Medienkonsum gemacht werden, denn er sei der größte Konkurrent für die Bewegung im Freien. Zwei- bis Sechsjährige sollten höchstens 30 Minuten pro Tag vor dem Bildschirm verbringen, Sieben- bis Zehnjährige höchstens 45 Minuten, nennt Kottenkamp Richtwerte. Bei jungen Menschen ist die Freizeit mittlerweile sehr stark durch Medien geprägt, besonders durch das Internet und Fernsehen. Das geht aus dem aktuellen Freizeit-Monitor hervor, für den 4000 Bundesbürger im Auftrag der Stiftung für Zukunftsfragen interviewt wurden.

Stubenhocker zögen sich womöglich deshalb zurück, weil sie nicht so sportlich veranlagt seien und sich deshalb manches nicht zutrauten. Für Eltern bedeutet das, sich zu fragen: „Wie kann ich den Spaß an der Bewegung entzünden?“ Die beste Möglichkeit dafür sei, es vorzuleben, sagt Kottenkamp. „Das ist der Knackpunkt.“ Falsch sei, die Kinder mit der Aussicht auf eine Belohnung zu mehr Bewegung zu drängen. Das vermittle den Kindern die Botschaft, dass der Sport eine lästige Pflicht sei, die im Anschluss mit etwas Schönem ausgeglichen werden müsse.

Kinder sollten sich mindestens eine Stunde am Tag draußen an der frischen Luft bewegen, rät Kottenkamp. Das stärke nicht nur das Immunsystem, sondern auch das Selbstbewusstsein – wenn zum Beispiel das erste Mal die Fahrradfahrt ohne Stützräder klappt oder bei anderen Erfolgserlebnissen. Sind beide Eltern den Tag über lange unterwegs, empfiehlt sie, sich mit Nachbarn oder Freunden abzusprechen: Sie können sich untereinander dabei abwechseln, mit den Kindern zum Beispiel auf einen Abenteuerspielplatz zu gehen.

Trinken, Trinken, Trinken

Im Sommer merkt man es am meisten: Wer nicht genug trinkt, bekommt Durst. Genug trinken ist wichtig für den Körper. Ohne Essen könnten wir drei bis vier Wochen überleben, aber ohne Wasser nur wenige Tage. Wassers wird als Baustoff aller Körperzellen und als Lösungsmittel für Stoffwechselabläufe benötigt und es regelt durch das Schwitzen die Körpertemperatur. Daher ist es wichtig den Flüssigkeitshaushalt wieder aufzufüllen. Doch wer mit dem Trinken wartet, bis er Durst hat, trinkt schon zu spät. Kommt das Durstempfinden, ist der Flüssigkeitsverlust des Körpers bereits so hoch, dass sich erste Leistungsminderungen zeigen. Es kann zu Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten kommen. Daher ist es wichtig zwischendurch immer wieder zu trinken. Laut Untersuchungen lernen Schüler konzentrierter, wenn sie während des Unterrichts trinken dürfen und oft erreichen sie nur dann ihren Tagesbedarf.

Zum Trinken im Unterricht hat die Informationszentrale Deutsches Mineralwasser auf http://www.trinken-im-unterricht.de/ nützliche Tipps zusammengestellt.

Wie viel Kinder trinken sollten, hängt dessen Alter und Aktivität ab. Als grobe Richtlinie gilt bei einem Kind unter einem Jahr ein Flüssigkeitsbedarf von 400 ml, Kinder zwischen einem und vier Jahren benötigen etwa 820 ml Flüssigkeit und bis Zehnjährige benötigen etwa einen Liter. Diese Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. bieten einen Anhaltspunkt, die tatsächlich benötigte Menge ist jedoch individuell verschieden. Vor allem bei Kindern, die viel Toben und Turnen kann der Mindestbedarf noch darüber liegen.

Tipps, um ausreichend zu trinken

  • Trink- oder Mineralwasser immer in leicht erreichbarer Nähe aufstellen.
  • Vor und zu allen Mahlzeiten trinken.
  • Kindern in Kita oder Schule immer Getränke mitgeben.
  • Unterwegs, bei längeren Autofahrten, beim Spaziergang, bei längeren Ausflügen oder auf den Spielplatz immer Getränke mitnehmen.
  • Damit Kinder viel trinken, sollte immer Vorrat an Getränken im Haus sein, mit dem sich auch kleinere Kinder selbst bedienen können.
  • Für Abwechslung sorgen Saftschorlen, Früchte- oder Kräutertees. Oder man peppt Wasser mit etwas frisch gepresstem Zitronen-, Limetten- oder Orangensaft auf.
  • Damit Kinder viel trinken, muss auch die Optik stimmen. Ein buntes Glas, farbige Strohhalme oder hübsche Thermosflaschen für unterwegs machen mehr Lust aufs Trinken.
  • Über den Tag verteilt immer wieder kleinere Mengen trinken. Untersuchungen haben ergeben, dass so die Flüssigkeitsspeicher besser aufgefüllt werden, als wenn man selten große Mengen trinkt.
  • Kleinkinder haben noch ein weniger starkes Durstempfinden. Bei ihnen sollte daher noch stärker darauf geachtet werden, dass sie regelmäßig trinken.
  • Beim Spielen und Toben an heißen Tagen kann sich der Flüssigkeitsbedarf schnell verdoppeln. Auch dann an ausreichendes Trinken denken.