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Grün ist die Stadt

Auch ohne eigene Grünfläche können Familien gärtnern und genießen

Berlin, April 2015 – Der Frühling beginnt – zwar noch etwas zaghaft – aber diese Zeit eignet sich perfekt, um einen kleinen Garten anzulegen. Schon mit einfachen Hilfsmitteln können Kinder das Wachsen und Gedeihen von Pflanzen erleben. Dazu wird nicht mal ein eigener Garten oder ein riesiger Balkon benötigt. Auch auf der Fensterbank oder auf der Küchenanrichte lässt sich ein kleines Kräuterbeet anlegen. Beachtet man dann noch, welche Sorten sich im April besonders zur Aussaat lohnen, steht dem eigenen kleinen Gärtnerglück nichts mehr im Wege. Oder wie wäre es mit einer kleinen Wildblumenwiese in den noch kargen Rabatten vor dem Haus? Da haben auch Nachbarn und Fußgänger ihre Freude daran.

Planen, pflanzen, genießen!
Nicht jede Obst- oder Gemüsesorte ist für die Aussaat im Frühjahr oder gar für die Fensterbank geeignet. Der April beispielsweise ist der richtige Monat, um Kartoffeln und Zucchini anzupflanzen. Wer es etwas kleiner mag, kann auch Radieschen aussäen. Anhand eines Jahreszeitenkalenders können Kinder herausfinden, welche Gemüse- oder Obstsorten wann Saison haben. Auch beim Einkauf im Supermarkt können Eltern ihren Kindern zeigen, dass Obst und Gemüse manchmal weit gereist sind. Nur was gerade Saison hat, ist auch aus heimischem Anbau frisch verfügbar. So lernen Kinder auf spielerische Weise Lebensmittel wertzuschätzen und werden neugierig darauf Unbekanntes zu probieren.

Recycling-Kresse
Statt den Joghurtbecher nach dem Auslöffeln direkt zu entsorgen, kann dieser nach dem Ausspülen ruckzuck zu einem kleinen Blumentopf umfunktioniert werden. Einfach ein wenig Watte in den Becher, diese anfeuchten und anschließend Kresse-Samen darauf verteilen. Bereits zwei bis drei Tage nach der Aussaat kann geerntet und die Kresse beispielsweise auf einem Brot mit Frischkäse genossen werden. Sorten wie Zucchini oder Gurken zählen ebenfalls zu den Sprintern unter dem Gemüse. Je schneller Kinder einen Fortschritt erkennen können, umso eher bleibt die Freude und Motivation für das eigene kleine Biotop.

Erleben & genießen statt predigen & drängen
Je mehr Kinder über die Herkunft von Lebenssmitteln wissen und an deren Zubereitung beteiligt sind, desto eher sind sie bereit auch einmal etwas Neues zu probieren. Daher ist das Gärtnern mit Kinder sinnvoller als das „Predigen“, mehr Obst oder Gemüse zu essen oder Kinder sogar dazu zu drängen. Wer die Kresse auf der Fensterbank selbst gezogen und geerntet hat, bekommt ganz von alleine Lust darauf in das Frischkäse-Kresse-Brot zu beißen und es zu genießen.

 

 

Tag der gesunden Ernährung am 07.März 2015

Tipps und Tricks wie Kinder praktisch an eine ausgewogene Ernäh-rung herangeführt werden können
Berlin, März 2015 –am 7. März jährt sich zum 18. Mal der Tag der gesunden Ernährung. Sich ausgewogen zu ernähren, sollte Freude machen und Genuss bereiten – Zwang und Selbstkasteiung sind hier fehl am Platze. Erwachsene – und auch die meisten Kinder – wissen über eine gesunde und ausgewogene Ernährung sehr gut Bescheid. Besserwisser sind aber nicht gleichzeitig Besse-resser! Die Herausforderung liegt darin, Kindern zu vermitteln, wie sie sich aus-gewogen und vielfältig ernähren können, ohne sie unter Druck zu setzen oder gar Verbote auszusprechen. Um Abwehrhaltungen zu vermeiden, kann mit Genuss Neues kennengelernt und Bewährtes durch kleine Veränderungen wie-der schmackhaft gemacht werden. Kinder lernen Essen und Genießen vor allem im familiären Umfeld, denn gegessen wird meistens zu Hause. Zudem prägt das Angebot auf dem Familienesstisch die Nachfrage. Je vielfältiger also die Auswahl der Lebensmittel desto besser die Chance, dass Familien ausgewogen essen und trinken.

Vorbildlich mit allen Sinnen
Kinder imitieren ihre Eltern von Anfang an. Dieses Verhalten kann sinnvoll ge-nutzt werden, um im Alltag eine ausgewogene und vielseitige Ernährung zu vermitteln. Denn greifen die Eltern gerne und regelmäßig zu Obst, Gemüse und dem Wasserglas, machen die Kleinen das auch. Aber nicht nur das Verhalten der Eltern, sondern auch das häusliche Angebot nimmt Einfluss auf die Kinder. Eine Schale Obst und Gemüse an einem angestammten Platz, eine Karaffe Wasser leicht zugänglich und schon wird regelmäßiger gegessen und getrunken. Werden mehrere Sinne gleichzeitig angesprochen, bereitet das Probieren umso mehr Freude!

Hören
Jeder kennt das Geräusch und die Freude, das ein knackiger Apfel oder eine Karotte beim Abbeißen verursacht. Andere Lebensmittel wie beispielsweise die Wassermelone, verraten durch ihren hohlen Klang beim Draufklopfen, ob sie reif sind.

Sehen
Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist grün! Welche Obst- und Gemüsesorten könnten damit wohl alles gemeint sein? Eltern können mit ihren Kin-dern eine kleine Raterunde zu Hause veranstalten und gleichzeitig überprüfen, was denn noch alles fürs Abendbrot da ist. Nicht jedes Obst und Gemüse sieht gleich aus, nur weil es den gleichen Namen hat: Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel und nicht jeder Apfel gleicht dem anderen.

Schmecken
Schmeckt eine gekochte Karotte genauso wie eine rohe? Am besten probieren, so können Eltern gemeinsam mit ihren Kindern herausfinden, ob statt einer warmen Gemüsesuppe ein Rohkostsalat vielleicht besser ankommt. Auch farblich vermeintlich unterschiedliche Lebensmittel, wie beispielsweise ein braunes und ein weißes Ei besitzen zwar eine andere Schale, schmecken aber gleich.

Riechen
Neben dem Aussehen und dem Geschmack spielt aber auch der Geruch eine wichtige Rolle. Also hoch die Deckel, so dass die Kinder mal riechen dürfen. Frische Kräuter beispielsweise sehen mit ihrem satten Grün nicht nur schön aus, sie riechen auch besonders gut!

Fühlen
Wer errät nur anhand des Fühlens, ob er da eine Tomate oder einen Kohlrabi in der Hand hat? Nicht nur die Sorten können so ertastet und kennengelernt werden, bei einigen lässt sich so auch der Reifegrad feststellen.

Zeit zum Aufstehen!

Der sogenannte „Sitzende Lebensstil“ gilt heute als eigenständiger gesundheitlicher Risikofaktor und wird mit der Entstehung von beispielsweise Diabetes mellitus Typ 2, kardiovaskuläre Erkrankungen sowie Übergewicht in Verbindung gebracht.
Bereits Kinder und Jugendliche verbringen ungefähr 70 Prozent der wachen Zeit des Tages sitzend. Die Gesundheitsförderung berücksichtigt dies noch zu wenig.

Im Zusammenspiel mit Präventionspraktikern und –experten hat die Plattform Ernährung und Bewegung die wichtigsten Fakten zum Sitzenden Lebensstil zusammengetragen und auf dieser Grundlage praxisrelevante Empfehlungen und Aufstehtipps für den Alltag in Familien, Kitas und Schulen entwickelt:

1. Bewegungszeiten und-rituale zum täglichen festen Bestandteil des Alltags werden lassen (vergleichbar mit Essenszeiten)!
2. Bewegung von Kindern als „natürlicher Modus“ akzeptieren und
ermöglichen!
3. Gestaltung des Kinderzimmers bezüglich des Verhältnis von Bewegungsplatz und Sitzmöbeln überprüfen und Bewegungsräumen und Freiflächen im Zweifel Vorrang geben!
4. Statt Bildschirmmedien einen Steh-Lernplatz im Kinderzimmer!
5. Kinder sollten täglich mind. eine Stunde draußen spielen und Wegstrecken (z.B. bei Ausflügen) oder Alltagswege möglichst aktiv (zu Fuß, per Roller, per Rad usw.) zurücklegen!
6. Sitzen alle 20 Min. durch Bewegung (seinheiten) unterbrechen!
7. Pausen in der Schule (ob 5-Minuten-Pause oder Große Pause), egal bei welchem Wetter, als Bewegungspause nutzen!
8. Begrenzungen und verbindliche Regeln für Medienzeiten gemeinsam aufstellen! (Schult die Selbstwahrnehmung für Medienkonsum)
9. Gemeinsam verbindliche Bewegungszeiten im Alltag planen!
10. Tragevorrichtungen, Mobilitätshilfen, Wippen u.Ä. für Babys und
Kleinkinder nur dosiert einsetzen!

Weitere Hintergrundinformationen und Tipps finden Sie hier!

 

Gesundheit Alaaf!

Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

Gesundheit Alaaf!

Die fünfte Jahreszeit ist angebrochen, ideal um dem Winterblues mit bunten Kostümen und lustigen Spielen zu entfliehen
Berlin, Februar 2015 – draußen ist es kalt und ungemütlich, der Frühling lässt noch etwas auf sich warten. Da kommen Fasching, Karneval und Fastnacht gerade richtig, um den grauen Wintertagen mit bunten Kostümen die Stirn zu bieten. Bei dieser Gelegenheit können Familien auch gleich der Frühjahrsmüdigkeit entgegenwirken! Jetzt locken die langsam länger werdenden Tage Eltern und Kinder ins Freie. Cowboys und Indianer holen die Lassos raus und reiten über die Wiese, das rote Pferd dreht sich um die eigene Achse und anschließend heißt es für alle „Und dann die Hände zum Himmel, kommt lasst uns fröhlich sein…“. Mit einem lustigen Kostüm kommen Kinder leicht auf ganz neue Spiel- und Bewegungsideen.

Clever verkleidet!

Faschingsumzüge locken Groß und Klein vor die Tür, stellen aber besondere Anforderungen an die Verkleidung: erfahrene Karnevalsjecken tragen unter ihren Kostümen dichte Strumpfhosen, festes Schuhwerk, dicke Jacken, Handschuhe und Schal. Statt einer Mütze sorgt eine bunte Perücke für einen warmen Kopf! Ein Bären-, Katzen- oder Tigerkostüm wärmt wie ein „Winterfell“. Dank der richtigen Kleidung lässt sich der Umzug trotz Kälte genießen und mit ein wenig Narren-Glück lässt sich der eine oder andere Frühlingssonnenstrahl blicken.

Die Jecken sind los!

Macht das Wetter dem Feiern im Freien aber trotzdem einen Strich durch die Rechnung, kann das bunte Treiben auch ins Haus verlegt werden. Mit lustiger Faschingsmusik zum Mitsingen und Tanzen, können Eltern und Kinder das Wohnzimmer in einen Faschingsball verwandeln. Einfache Spiele bringen zusätzlichen Spaß: Zwei Kinder klemmen sich eine Orange/einen weichen Ball zwischen die Stirn, jetzt darf getanzt werden, ohne den Gegenstand zu verlieren! Die Musik kann aber auch abwechselnd von einem der Kinder oder einem Elternteil willkürlich gestoppt werden und alle anderen müssen sofort wie versteinert auf der Stelle stehen bleiben. Auch Kostümfeste oder Kinderkarnevalssitzungen bieten viel Abwechslung und eine gute Gelegenheit, sich drinnen mit Ententanz und Polonaise auszutoben. Bei so einem Nachmittagsprogramm hat Frühjahrsmüdigkeit nicht die geringste Chance!

Närrisch gesund!

Natürlich gehören Süßigkeiten und Schmalzgebäck auch dazu – immerhin beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit und so ist Karneval die Zeit des Genießens vor dem Fasten. Passend zu den bunten Kostümen können auch bunte Gemüse- oder Obstspieße das Buffet beim Faschingsfest schmücken: Cocktailtomaten mit Basilikum und Mozzarella-Kügelchen, fingerdicke Gurkenscheiben mit Käsewürfeln und Pumpernickel sind ein wahrer (Augen-) Schmaus. Beim Vorbereiten können auch die kleinen Narren gerne mitmachen. Je schöner und bunter die Kombination, umso lieber probieren Kinder auch mal ihnen Unbekanntes.

Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
peb ist ein Zusammenschluss von Vertretern aus öffentlicher Hand, Wirt-schaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Über 100 Mitglieder setzen sich bei peb aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein. Weitere Infos unter: www.pebonline.de

FRÖHLICHE WEIHNACHTEN

peb-Adventskalender: 24.Dezember

Ich bin satt!

Während Erwachsene gerade beim leckeren Weihnachtsschmaus dazu neigen, zu viel zu essen, wissen Kinder genau wie viel gut für sie ist. Sie haben ein natürliches Sättigungsgefühl, das sie aufhören lässt zu essen, sobald sie gesättigt sind. Rückmeldungen von Kindern sollten daher ernst genommen werden, auch wenn der Festbraten nur zur Hälfte aufgegessen wurde.

Foto: Julien Christ / pixelio.de

peb-Adventskalender: 23.Dezember

Foto: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Schatzsuche mit der Familie

Weihnachtszeit ist Familienzeit! Ein langer Winterspaziergang ist für die jüngeren Familienmitglieder aber meist nicht besonders spannend. Damit sich der Nachwuchs nicht langweilt, kann man den Spaziergang ganz einfach in eine Schatzsuche verwandeln. Dafür kann man selbst kleine Zettel mit geheimen Aufgaben oder selbst gemalte Karten verstecken oder greift den Trend des Geocoachings auf. Dabei begibt man sich mit GPS-Koordinaten auf die Suche nach einem Schatz.

peb-Adventskalender: 22.Dezember

Foto: l-vista / pixelio.de

Verschwendung in der Küche

Jeder kennt das Problem mit dem übriggebliebenen Festbraten, der eigentlich viel zu schade zum Wegwerfen ist. Was also tun um die Verschwendung von Lebensmitteln einzudämmen? Viel bedeutender als die Resteverwertung ist die Vorbereitung. Ein wichtiger Grundsatz ist es, das Essen nicht nach Fülle sondern nach Qualität zu gestalten, denn weniger und besser ist oft mehr als ein Zuviel. Weiterhin spielt auch die Planung des Speiseplans eine große Rolle. Bei der Planung bieten die Portions- und Mengenangaben der Rezepte eine gute Orientierung. Für den gezielten Einkauf legt man sich dann am besten eine Einkaufsliste an. Wenn trotzdem was übrig bleibt können Speisen auch eingefroren werden. Alternativ eignen sich die Reste oft noch ausgezeichnet zur Zubereitung neuer Speisen.

peb-Adventskalender: 21.Dezember

Foto: Jürgen Acker / pixelio.de

Aufräumen hält in Bewegung

Kurz vor Heiligabend wünschen sich alle eine aufgeräumte Wohnung. Im Haushalt mitzuhelfen muss jedoch keine lästige Pflicht sein. Gerade die Jüngsten sind stolz, wenn sie eine passende Aufgabe „in Eigenverantwortung“ übernehmen dürfen. Post holen, den Müll wegbringen, den Tisch decken oder abräumen – es gibt genügend Möglichkeiten, um kleine Heinzelmännchen in Bewegung zu bringen. Und beim Schneeschippen kommt man richtig aus der Puste!

peb-Adventskalender: 20.Dezember

Foto: Rike / pixelio.de

Kinder, kommt und ratet, was im Ofen bratet!

Noch bevor der Apfel im Ofen ist können Kinder schon riechen, probieren und experimentieren und den Bratapfel selbstständig zubereiten.
Bratapfel Zutaten:
4 säuerliche Äpfel
Saft einer ½ Zitrone
1-2 TL Zucker oder Honig
40g Rosinen
40 g gehackte Mandeln
½ Tl Zimt
2 Scheiben Vollkornbrot
1TL Butter

Äpfel gründlich waschen, vom Kerngehäuse befreien. Eine feuerfeste Form buttern und die Äpfel hineingeben. Die Äpfel mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht braun werden. Die Rosinen, Mandeln mit Zu-cker oder Honig vermischen. Die Rosinen-Mandel-Mischung in die Äpfel füllen, dann alles mit Zimt bestreuen. Die Brotscheiben in Streifen schneiden und zwischen den Äpfeln verteilen. Im Backofen backen, bis der Apfel weich ist.

peb-Adventskalender: 19.Dezember

Foto: l-vista / pixelio.de

Bewegte Vorbilder – auch zur Weihnachtszeit

Bewegung soll auch in der Adventszeit Spaß machen und vor allem eines sein: Familiensache. Bewegen sich Mama und Papa viel, eifern Kinder diesem Vorbild nach. Um mehr Bewegung in den Advent zu bringen, sind nicht unbedingt teure Sportgeräte oder ein Skiurlaub nötig. Schon kleine Veränderungen im Alltag setzen wichtige Impulse: Statt dem Fahrstuhl die Treppe nehmen oder eine Station früher aus dem Bus aussteigen. Erleben Kinder dies als selbstverständlichen Teil des Alltags, können sie gar nicht anders, als ihren Vorbildern nachzueifern.