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Morgen ist Weltkindertag

Jedes Jahr am 20. September wird in Deutschland der Weltkindertag gefeiert, um auf die Rechte der Kinder aufmerksam zu machen, seit 1989 mit großen Kinderfesten in inzwischen 400 Städten.

Der Weltkindertag wird in über 145 Staaten gefeiert. Jedes Land hat individuell ein Datum festgelegt, an dem der Tag gefeiert wird. Er geht auf die 9. Vollversammlung der Vereinten Nationen am 21. September 1954 zurück. Damals sprach sie die Empfehlung aus, einen weltweiten Kindertag einzurichten, um sich für die Rechte der Kinder und die Förderung der Freundschaft unter Kindern und Jugendlichen einzusetzen.

Dieses Jahr steht der Weltkindertag unter dem Motto „Jedes Kind hat Rechte!“. Damit soll auf das 25-jährige Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention aufmerksam gemacht werden. Diese schreibt unter anderem fest, dass alle Kinder ein Recht auf Überleben, persönliche Entwicklung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie das Recht auf Beteiligung haben. Des Weiteren schreibt sie vor, dass Kinder sich kör­per­lich, geistig, moralisch, seel­isch und gesellschaftlich gesund und in Frei­heit und Würde entwick­eln können sollen. Kindergesundheit ist deshalb stets ein wichtiges Thema an diesem Tag.

Im Januar dieses Jahres stellten die Vereinten Nationen fest, dass in Deutschland immer noch viele Defizite bei der Umsetzung der Kinderrechte bestehen. In Deutschland müssen die Ur­sa­chen von Kinderarmut stärker bekämpft und benachteiligte Kinder stärker unterstützt werden. Diese Missstände sollen mit dem morgigen Tag stärker in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

Das größte Kinder- und Familienfest zum Weltkindertag findet am Sonntag, den 21. September von 11:00 bis 18:00 Uhr in Berlin rund um den Potsdamer Platz statt. Aber auch in vielen weiteren Städten finden Aktionen statt. Über Veranstaltungen in den verschiedenen Regionen informiert die Internetseite des Weltkindertags.

Bitte aufstehen! Wie man dem Sitzenden Lebensstil von Kindern und ihren Familien frühzeitig entgegenwirken kann.

Spätestens im September wird vielen Kindern mit ihrer Einschulung neben Lesen und Schreiben vor allem eines beigebracht: Still sitzen. Mit dem Schulbeginn startet eine „Sitzkarriere“, die im erwachsenen Alter ihren Höhepunkt erreicht: Vom Auto an den Schreibtisch und abends auf das Sofa – viele Familien verbringen einen Großteil ihres Tages sitzend. Ist der Alltag von Erwachsenen von online-shopping, Autowaschanlage oder TV-Fernbedienung geprägt, sieht es bei den Kindern oft nicht wesentlich anders aus: Ein Grundschulkind in Deutschland verharrt durchschnittlich neun Stunden pro Tag in Sitzposition – Tendenz mit jedem Lebensjahr steigend! Fernsehen, Computerspiele und Social Media, all das sind beliebte Freizeitbeschäftigungen von Kindern – und eben sitzende Beschäftigungen. Denn Sitzen gilt als Ko-Aktivität, bei der eine andere Zieltätigkeit im Vordergrund steht wie z.B. die Hausaufgaben, Lesen oder Telefonieren.

Folgen des Sitzenden Lebensstils
Doch was ist eigentlich so ungesund am Sitzen? „Im Allgemeinen wird das Sitzen ja als etwas Positives angesehen, es ist oft wünschenswert, sich zu setzen, denn es bedeutet Ankommen und zur Ruhe kommen“ so Dr. Jens Bucksch von der Universität Bielefeld. „Das Problem ist, dass es einfach überhandgenommen hat. Mindestens die Hälfte unserer Wachzeit verbringen wir sitzend.“ Jeder Anlass wird bereitwillig zum Sitzen genutzt und die Entwicklung immer neuer Bildschirmmedien sowie vermeintliche Erleichterungen des Alltags verleiten zu einer weiteren Erhöhung des Anteils der Sitzzeiten.
Dass langes Sitzen Rückenschmerzen sowie Muskelverspannungen hervorruft, ist nichts Neues. „Doch permanente Inaktivität löst laut einer neuen Studie auch Stoffwechselstörungen, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Ebenso steigt das Risiko für einige spezifische Krebser-krankungen“ erläutert Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthoch-schule Köln (DSHS). Der Leiter des Gesundheitszentrums der DSHS mode-riert seit vielen Jahren die Sendung „sportschlau“ in der ARD und berät mit weiteren Wissenschaftlern die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) im Fachbeirat zum Thema Sitzender Lebensstil. Mehr Sport zu treiben alleine hilft nicht, so ist sich der peb-Fachbeirat einig. Der richtige Ansatz dem Sitzenden Lebensstil zu begegnen, liegt in der häufigen Unterbrechung der vielen und lang andauernden Sitzphasen sowie in der Förderung der Alltagsaktivität, so die Wissenschaftler.
Je früher Kinder an einen aktiven Lebensstil herangeführt werden, desto größer ist auch die Chance, dass sie ihn als Erwachsene beibehalten und Spaß daran haben, sich oft und viel zu bewegen. Steigender Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen verdrängt zunehmend aktive Freizeitbeschäftigungen. „Aber auch volle Stundenpläne der Kinder, bei denen es von der Schule direkt zum Klavierunterricht und danach an den Abendbrottisch geht, lassen ihnen kaum Raum für Bewegung und befördern so den Sitzenden Lebensstil“, so die peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck.

Was tun?
Es ist letztlich denkbar einfach – aber in der Umsetzung doch so herausfordernd: Sitzen unterbrechen! Als Faustregel gilt, mindestens alle 20-30 Minuten aufstehen und sich bewegen. Je mehr Bewegung wie Fahrradfahren oder Treppensteigen von Anfang an in den Alltag eingebaut wird, desto selbstverständlicher wird ein aktiver Lebensstil auch im Erwachsenenalter. Sitzzeiten im Auto könnten verringert werden, da ein Großteil der Strecken gerade einmal unter drei Kilometer beträgt. Der Weg zu Schule oder Kita, der meist überschaubar ist, kann zumeist besser mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt werden. Auf diese Weise werden Kinder von Beginn an daran gewöhnt, Wege aus eigener Kraft zurückzulegen. Dabei sollte Bewegung kein lästiges „Muss“ sein: Je größer die Selbstverständlichkeit und der Spaß, desto größer ist auch die Chance, dabei zu bleiben!
Testen Sie, ob Sie und Ihre Kinder zu viel sitzen und machen Sie den
Sitz-Check von peb. Dort erhalten Sie auch praktische Anregungen, Empfehlungen und weitere Hintergrundinformationen.

FAQs zum Sitzenden Lebensstil
Was ist ein Sitzender Lebensstil?
Zu einem Sitzenden Lebensstil gehören alle wachen Aktivitäten, die im Sitzen oder Liegen stattfinden. Dazu zählen beispielsweise die Nutzung von ÖPNV/ Auto (sog. passiver Transport), Schulunterricht, Arbeiten am Schreibtisch/ PC, Fernsehen, Computerspiele u.v.m.
Erreiche ich oder meine Kinder die Empfehlungen für körperliche Aktivität?
Ja, wenn Sie und Ihre Kinder durchschnittlich mindestens 30 min täglich moderat aktiv sind (z.B. mäßiges Radfahren). Wird dies nicht erreicht, wird dies als Bewegungsmangel oder körperliche Inaktivität bezeichnet.
Schadet zu viel Sitzen der Gesundheit?
Ja! Studien zeigen zum Beispiel Zusammenhänge zwischen zu langem und häufigem Sitzen und Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch zur Rückengesundheit. Bereits Stehen oder gemütliches Gehen wirkt sich günstig auf die Gesundheit aus!

WM 2014 – Dabei stehen ist alles!

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien steht vor der Tür. Mit ein paar Tricks lässt es sich verhindern, dabei zum Couch Potato zu werden.

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ist gestartet und Groß und Klein sind wieder im Fußballfieber und verfolgen die Spiele im TV. Egal, ob im Stadion, beim Public Viewing, auf der Fanmeile oder Zuhause mit der Familie. Es muss nicht immer im Sitzen sein: Denn stehend jubelt es sich besser! Um sich in den nächsten vier Wochen nicht in ein Couch Potato zu verwandeln, braucht man nur ein paar Kleinigkeiten zu berücksichtigen.

Wer sitzt, steht auf – mindestens bei jedem Tor!

Wer die Spiele auf dem Sofa verfolgen will, sollte an regelmäßige Sitzunterbrechungen denken! Einfach alle 20 Minuten aufstehen, z.B. bei jedem Tor (besser nimmt man noch Eckbälle und Freistöße hinzu) und sich in der Halbzeit ein wenig bewegen. Dann tut man bereits etwas gegen den WM-typischen Sitzenden Lebensstil. Besser noch – man schaut einfach im Stehen oder bleibt auf andere Art in Bewegung. Wer mehr dazu wissen will, kann sich unter dem Stichwort Sitzender Lebensstil auf www.pebonline.de informieren oder kann hier gleich den Sitz-Check machen.

Sportliche Knabbereien vor dem Fernseher

Für viele Menschen gehören Grillen und Bier oder andere kleine Snacks einfach dazu. Mit ein bisschen Vorbereitung schafft man pünktlich zum Anstoß auch den passenden kulinarischen Rahmen: Neben dem klassischen Grillgut gibt es auch jede Menge Alternativen und Ergänzungen wie Grillgemüse oder frischen Gartensalat. Wer Lust hat, kann auch seine Gäste mit selbstgemixten Früchtecocktails aus tropische Früchten wie Ananas, Banane oder Melone oder Kokosnuss überraschen und seiner Familie oder seinen Gästen das Gefühl geben, direkt in Brasilien dabei zu sein.
Dabei stehen ist alles!

Und jeder kann mitmachen! Wer seine Bilder vom bewegten „Privat Viewing“ und leckeren Snackideen an plattform@pebonline.de schickt, wird mit ein bisschen Glück unter www.blogmitpeb.de veröffentlicht und erhält als kleines Dankeschön für die Familie eine DVD von Peb & Pebber.

Väter und Bewegung

Der bewegte Mann – Väter als Bewegungsförderer

Damit sich Kinder gesund entwickeln, müssen sie spielen, toben – und sich manchmal auch blaue Flecken holen.

Berlin, Mai 2014 – Der Vatertag, eigentlich als Feiertag „Christi Himmelfahrt“ bekannt, ist als Pendant zum Muttertag eingeführt, um auch die Väter zu ehren. Ein guter Anlass, sich nicht über den zweifelhaften Ruf feucht-fröhlicher Männerausflüge, sondern einmal über die Bedeutung von Vätern für ihre Kinder bewusst zu werden. Zumindest in einem Punkt liegen sie ganz weit vorne: Während so manche Mutter am liebsten jedes Gefahrenmoment für ihr Kind ausschaltet, zeigen sich die Väter oft als Bewegungsförderer, die ihre Kinder auch motivieren Herausforderungen anzunehmen – und das mit Erfolg!

Auf ins Abenteuer!
Mütter und Väter setzen unterschiedliche Schwerpunkte bei der Erziehung ihrer Kinder – und gerade deswegen sind beide unverzichtbar für die Erziehung! Mit der „peb-Studie Junge Eltern“ untersuchte die Plattform Ernährung und Bewegung die Einflussfaktoren auf die Gesundheit junger Familien in der frühen Phase der Kindheit und beleuchtete dabei u.a. auch die unterschiedlichen Rollen von Vätern und Müttern. Dabei wurde deutlich: Es sind vor allem die Väter, die ihre Kinder zu Bewegung und Sport aktivieren. Die Umfrage von 330 Eltern und ihren Kindern zeigte, dass insbesondere die Sorge der Mütter vor bewegungsbedingten Verletzungen stärker ausgeprägt ist als bei den Vätern. So sind Mütter eher geneigt, die Kinder in ihrem Bewegungsdrang einzugrenzen, während Väter öfter risikofreudiger sind und daher eine besondere Funktion für die Bewegungsentwicklung ihrer Kinder haben. Natürlich sollte immer abgewogen werden, ob für das Kind wirkliche Gefahr besteht – aber dennoch nicht aus den Augen gelassen werden, dass viel und vielfältige Bewegung nachweislich für mehr Bewegungssicherheit sorgt – ein großer Vorteil, um Unfälle zu vermeiden!

Kinder brauchen Zeit mit ihren Vätern
Laut LBS Kinderbarometer 2012 wünschen sich Kinder am meisten von ihren Vätern mehr Zeit – am liebsten zum gemeinsamen Spielen, Sport treiben oder Kochen! In den Interviews der peb-Studie bestätigen die Väter, dass sie ihr Kind oft ermuntern, beim Spielen im Freien (wie Klettern oder Springen) mutig zu sein und sich mehr zuzutrauen. Knapp die Hälfte der Väter gab zudem an, dass sie auch gerne Spiele spielen, bei denen es auch einmal wilder zugehen darf, wie z.B. beim Fußball oder Raufen. Und das ist wichtig, denn Kinder lernen auf diese Weise Herausforderungen anzunehmen und Situationen richtig einzuschätzen. Sie gewinnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, lernen sich selbst und den eigenen Körper besser kennen und erwerben ganz nebenbei motorische, kognitive und soziale Fähigkeiten.

Leinen los!
Doch Bewegung impliziert Loslassen und Fortbewegung, also eine Lockerung der Bindung, die jedoch oftmals gefürchtet wird, denn ein Kind, das sich frei bewegt, wird schneller selbstständig. Bewegungsförderung von Kindern bedeutet also vor allem auch Nachhilfe für Eltern in Sachen Abwägen zwischen Sicherheitsdenken und Lerngelegenheit. In diesem Punkt scheinen die Väter einen Schritt voraus zu sein.

Ernährung, Bewegung, Entspannung – wie Eltern und Kita gesundes Aufwachsen von Kindern fördern können

Ernährung

Essen und Trinken ist mehr als die Aufnahme der lebensnotwendigen Nährstoffe. Lebensmittel werden besonders von Kindern mit allen Sinnen wahrgenommen. Sie riechen, schmecken, sehen und fühlen die Lebensmittel – und beim Knacken eines Apfels kann man Lebensmittel sogar hören. Die im Kita-Alter erfahrenen Sinneseindrücke, insbesondere die Geschmackserlebnisse sind von lebenslanger Bedeutung und prägen die Vorlieben und Abneigungen bis ins Erwachsenenalter. Für Eltern und pädagogische Fachkräfte bedeutet dies, Kinder an neue Geschmackserfahrungen heranzuführen, ohne sie zu zwingen. Grundsätzlich aber wirkt die Macht der Gewohnheit: Was Kinder häufig essen, das schmeckt ihnen auch (irgendwann). Daher sind einerseits Geduld beim Anbieten neuer Speisen und andererseits Ernstnehmen der Geschmacksempfindungen des Kindes gefragt. Ein Geduldsspiel, das viele Erwachsene regelmäßig zur Verzweiflung treibt – aber Entspannung ist in Sicht: Der Eintritt in die Grundschule bringt auch eine entwicklungsbedingte Erweiterung der geschmacklichen Vorlieben des Kindes mit sich. Bei aller Bedeutung einer ausgewogenen und kindgerechten Ernährung, sollte im Auge behalten werden, dass es nicht zum täglichen Machtkampf um die gemeinsamen Mahlzeiten kommt. Häufig ist dies auch nur ein „Stellvertreterkrieg“, für ungelöste Probleme anderer Art.

Neben den Sinneseindrücken machen Kinder beim Essen und Trinken auch andere Körpererfahrungen. So lernen Kinder im Kita-Alter beispielweise zwischen Hunger und Appetit zu unterscheiden. Kinder haben – anders als die meisten Erwachsenen – ein natürliches Sättigungsgefühl, das sie aufhören lässt zu essen, sobald sie gesättigt sind. Diesen „Schatz“ gilt es zu hüten und Rückmeldungen von Kindern, dass sie z.B. trotz Essenszeit keinen Hunger haben, sollten ernst genommen werden. Feste Essenszeiten und Rituale geben dem Tagesablauf Zuhause und in der Kita Struktur und helfen Kindern, ihr Hunger- und Durstgefühl zu den empfohlenen drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten zu regulieren.

Bewegung

In den ersten Lebensjahren erschließen sich Kinder die Welt maßgeblich über körperliche Bewegung. Und dies mit unmittelbaren Folgen für die motorische, kognitive, emotionale und soziale Entwicklung. Insbesondere die Kleinen sollten viel Zeit zum freien Spielen und bewegen haben. Und auch im Vorschulalter reicht es nicht aus, Bewegung im Rahmen von Sportstunden, organisierten Bewegungsspielen, Tanzen usw. gezielt zu fördern. Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang, der auch Freiräume braucht, um sich zu entfalten. Das fängt mit dem Weg zur Kita an, den Kinder wenn möglich aus eigener Kraft – mit dem Laufrad, zu Fuß, mit dem Roller oder mit dem Fahrrad – zurücklegen sollten. Neben den bewegungspädagogischen und sportlichen Angeboten sollten die pädagogischen Fachkräfte auch im Auge behalten, ob die Kita ausreichend Bewegungsgelegenheiten bietet. Dies können sowohl ausgewiesene Bewegungsräume und -zonen wie Toberäume, Sprossenwände oder Kletterseile, sein als auch nicht als solche ausgewiesene Bewegungs- und Freiräume. So müssen z.B. nicht alle Aktivitäten sitzend ausgeübt werden. Vielleicht ist auch ein Teil der Möbel gar nicht von Nöten und ein Verbot, in den Kita-Räumen zu rennen, ist eigentlich auch nicht mehr zeitgemäß. Denn Kinder, die sich wenig bewegen, tragen ein höheres Unfallrisiko als Kinder die regelmäßig toben, rennen und springen.

Entspannung

Neben der Bewegung brauchen auch Kinder im Kita-Alter bereits das Gegengewicht: die Entspannung. Der Wechsel von körperlicher Bewegung, geistiger Anstrengung und Ruhephasen ermöglicht ein umfassendes Wohlbefinden. Regelmäßige Entspannung fördert das Körperbewusstsein und die Körperwahrnehmung und damit die Fähigkeit, auf Gesundheit und Wohlbefinden auch selbst acht zu geben. Wer die eigenen Bedürfnisse und Empfindungen wahrnimmt, kann sich auch besser in andere hineinversetzen, was die Grundlage zur Entwicklung von Sozialkompetenz ist. Und auch die Entspannung muss nicht immer in Form von Yogakursen und Entspannungsübungen vermittelt werden. Gedämmtes Licht und feste Vorlese- und Kuschelzeiten schaffen „Entspannungsinseln“ im Alltag.

Beherzigen pädagogische Fachkräfte und Eltern diese Erkenntnisse in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich, so ist der Grundstein für einen gesunden Lebensstil, der bis ins Erwachsenenalter hineinwirkt, gelegt. Von der partnerschaftlichen und vertrauensvollen Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich profitieren beide Seiten. Was Kinder in der Kita über einen gesunden Lebensstil lernen, das fordern sie häufig auch Zuhause ein. Die in der Kita erlernten Fertigkeiten bei der Zubereitung von Mahlzeiten, Entspannungsübungen und Bewegungsspiele können so auch Einzug ins Elternhaus halten – ein Prozess, der durch Elterninformationen oder Veranstaltungen noch unterstützt werden kann.

Trotz Zeitumstellung: Immer schön im Rhythmus bleiben!

Foto: Alexandra H.  / pixelio.de Aufwachsen braucht einen festen Tagesablauf: Ernährung, Bewegung und Entspannung – alles zu seiner Zeit

Berlin,  März 2014 – Jedes Jahr auf‘s Neue: Diesmal in der Nacht vom 29. März auf den 30. März werden die Uhren um eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt und manch einem fällt es an den Tagen darauf noch schwerer, aus dem Bett zu kommen. In der Tat erleben viele Menschen jede Zeitumstellung wie eine Art Mini-Jetlag und leiden an Müdigkeit und Schlafstörungen. Nach ein paar Tagen haben sich die meisten jedoch an die neue Zeit gewöhnt. Auch wenn es nur eine Stunde ist, hat die Umstellung doch Auswirkungen auf das Wohlbefinden. Das ist ein guter Anlass, sich einmal grundsätzlich mit dem Tagesrhythmus der Familie, also mit Zeiten für Schlaf, Essen & Trinken sowie Sport & Bewegung auseinanderzusetzen

Struktur und Regeln für einen gesunden Tagesablauf Besonders für Kinder haben feste Strukturen im Tagesablauf große Bedeutung für ein gesundes Aufwachsen. Doch der moderne Lebensstil von Kindern und Familien ist viel zu häufig durch die Unregelmäßigkeit von Ernährung, Bewegung und Entspannung geprägt. Wie die peb-Studie Junge Eltern der Plattform Ernährung und Bewegung aufzeigt, machen Eltern ihren Kindern oft nur wenige Vorgaben und setzen zu selten konsequent Grenzen. In der Folge gibt es in vielen Familien kaum noch feste Zeiten für gemeinsame Mahlzeiten (jeder isst wenn er vemeintlich Hunger hat) und gemeinsame Zeiten für Bewegung und Entspannung kommen zu kurz. „Tagesabläufe sollten so gestaltet sein, dass sie verlässliche Zeiten zum Essen, Entspannen und Bewegen bieten. Dabei kann jede Familie einen eigenen Tagesrhythmus entwickeln, aber dieser sollte konstant sein,“ so die peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck. Manchmal bedarf es für Routinen auch ein wenig Planung: Ein gemeinsames Frühstück bietet für die ganze Familie einen guten Start in den Tag, auch wenn unter der Woche oft wenig Zeit ist. Wer z.B. schon am Vorabend den Tisch deckt, spart am nächsten Morgen wichtige Zeit.

Alles im Gleichgewicht Ein unregelmäßiger Tagesablauf ist nicht zuletzt auch ein Risikofaktor übergewichtig zu werden. Erlebt ein Kind keine gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie, so lernt es kaum, in Maßen zu essen und ist eher geneigt, ständig zwischendurch zu „snacken“. Statt Bewegungszeiten, in denen Kinder sich, mit oder ohne ihre Eltern, austoben, werden Kinder viel zu oft mit Medienkonsum ruhig gestellt. Und auch der Schlafmangel als Risikofaktor für die Entwicklung von Übergewicht wird unterschätzt. Einmal länger ausschlafen am Wochenende, eine Stunde Schulsport in der Woche oder ein Apfel zum Frühstück reichen als einzelne Maßnahmen für einen gesunden Lebensstil nicht aus. Da Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vielfältige Ursachen hat, sollten alle Maßnahmen im Tagesablauf ineinander greifen: Ernährung, Bewegung sowie Schlaf und Entspannung – alles zu seiner Zeit. Eltern können dies fördern, indem sie feste Regeln und Routinen im Alltag setzen und diese auch selber leben – denn nichts ist so überzeugend wie gute Vorbilder.

Hier finden Sie unseren peb-Flyer zum gesunden Tagesablauf zum kostenfreien Download: http://www.pebonline.de/download_medien.html

Obama joggt durchs Weiße Haus – peb lässt MdBs „Aufstehen!“

Dass die First Lady die Kampagnen ihres Präsident-Gatten unterstützt, ist bekannt. Dass der Präsident für die gute Sache der Gattin durch’s Weiße Haus joggt, ist dagegen ein Novum – und noch dazu ein sehr Witziges. Abgerundet wird das Jogging-Programm mit einem frischen Glas Wasser und der Verabredung zum Let’s Move der nächsten Woche “Same time next week, Mr. President”: http://www.tellerrandblog.de/lets-move-obama-joggt-durchs-weisse-haus/

Nachahmen ist übrigens ausdrücklich erwünscht, denn das Video promoted die “Let’s Move -Kampagne” der First Lady, die sich für einen aktiven Lebensstil aus mehr Bewegung und gesunder Ernährung stark macht.

Der gleiche Impuls bewegte die Plattform Ernährung und Bewegung (peb) schon letzten Sommer, als sie die Bundestagsabgeordneten Viola von Cramon, Dorothee Bär, Katja Dörner, Hans-Michael Goldmann, Dr. Christel Happach-Kasan, Mechthild Heil, Dr. Lutz Knopek, Dr. Rolf Koschorrek, Sibylle Laurischk, Gabriele Molitor, Dr. Gerd Müller, Jens Petermann, Dr. Carola Reimann, Elisabeth Scharfenberg und Carola Stauche im Rahmen der Aktion „Aufstehen! gegen den Sitzenden Lebensstil“ aufstehen ließ!

Für die PR-Aktion für einen aktiven und gesunden Lebensstil wurden die Mitglieder des Bundestags mit Schrittzählern und Sitztagebuch ausgerüstet, um ihre Sitz- und Bewegungsgewohnheiten in der Woche vom 3. bis zum 7. Juni 2013 zu erfassen.

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Alltagsrituale und feste Regeln für einen gesunden Lebensstil

Konfliktvermeidung statt Erziehung – so sieht der Alltag in vielen jungen Familien aus. Um Konflikten mit ihren Kindern aus dem Weg zu gehen, machen Eltern ihren Kindern wenige Vorgaben und setzen kaum Grenzen. Der Familienalltag ist immer weniger durch Rituale und feste Essenzeiten geprägt, stattdessen versuchen Eltern oft, die Kinder mit Medienkonsum und Lebensmitteln außerhalb der Mahlzeiten zu beruhigen. Dabei sind die grundsätzlichen Informationen zum gesunden Lebensstil den meisten Eltern bekannt. Die Umsetzung im Alltag jedoch fällt oft schwer. 

„Ich musste als Kind immer essen, was auf den Tisch kam. Meinen Kindern will ich mehr bieten und versuchen, alles zu ermöglichen, was sie gerne möchten“, so eine Mutter im Rahmen einer Befragung für peb. Mit dieser Ansicht steht die Mutter nicht alleine da. Besonders jungen Eltern fällt es schwer, dem Anspruchsdenken ihrer Kinder etwas entgegenzusetzen und feste Regeln aufzustellen und beizubehalten, so die Ergebnisse der peb-Studie „Junge Eltern“ zum Ernährungs- und Bewegungsverhalten in jungen Familien.

Entrhythmisierung des Alltags – gesunder Lebensstil braucht Regeln

Die Befragung der 330 Eltern mit Kindern im Alter von bis zu drei Jahren zeigt vor allem eines deutlich: Der Alltag von jungen Familien ist immer weniger durch Regeln, Rituale und feste Essenszeiten geprägt. Eltern machen ihren Kindern nur wenige Vorgaben und setzen selten konsequent Grenzen. Somit wird das Essen oft zur Verhandlungssache, bei der zwischen Eltern und Kindern ausgehandelt wird, was, wann, wie oft und wie viel gegessen wird. In der Folge können Probleme auftreten, Maß zu halten und Einschränkungen zu akzeptieren. Elternaussagen wie „Es ist viel zu schwierig, streng zu sein, wenn er mich mit seinen süßen Augen anguckt“ verdeutlichen, wie schwer es fällt, feste Regeln aufzustellen und beizubehalten. Dabei hat sich erwiesen, dass Alltagsroutinen die Grundlage für eine erfolgreiche Gesundheitsbildung im Familienalltag darstellen. 

Permanente Konfliktvermeidung

Viele Eltern versuchen Konflikten aus dem Weg zu gehen, indem sie mit Medienkonsum und Lebensmitteln außerhalb der Mahlzeiten versuchen, ihre Kinder zu beruhigen. Auch zeigt die Befragung, dass es jungen Eltern schwerfällt, dass ihr Kind kurzzeitig unzufrieden ist. Zum Teil werden Kinder bei jeder kleinsten Unlustäußerung (Hunger, Langeweile o. ä.) durch Essen, Trinken oder den Fernseher „ruhig gestellt“. Dies ist vor allem auf den hohen Anspruch der Eltern zurückzuführen, ihr Kind solle immer glücklich und zufrieden sein.
Hinzu kommt, dass sich Eltern eher Sorgen machen, ihr Kind könne zu wenig statt zu viel essen. Mit 63 Prozent stimmen in der peb-Befragung weit über die Hälfte der Eltern der Aussage zu, trotz einigermaßen fest geplanter Mahlzeiten ihrem Kind auch zwischen den Mahlzeiten etwas zu essen zu geben, wenn es danach verlangt. Wenn Kinder jedoch ständig kleine Häppchen in Form von Keksen, Brötchen oder Obststückchen erhalten und Essen permanent zur Verfügung steht, können Kinder nicht lernen, Wartezeiten zwischen den festen Mahlzeiten zu überbrücken. Im extremen Fall entwickeln sie kaum noch ein wirkliches Hungergefühl.

Bewegung braucht Freiräume – physisch und psychisch

Bewegung im Kindesalter ist elementar. Nicht nur für die motorische Leistungsfähigkeit, die körperliche und seelische Gesundheit, sondern auch für frühkindliche Bildungsprozesse – Bewegung gehört zu einem gesunden Lebensstil untrennbar dazu. Dies impliziert jedoch auch Loslassen und Fortbewegung, also eine Lockerung der Bindung, die oftmals von Eltern unbewusst abgelehnt bzw. sogar gefürchtet wird. Ein Kind, das sich frei bewegt, wird schneller eigenständig, was viele Eltern (zumeist unbewusst) verhindern, da die symbiotische Verbindung zum Kind gefährdet scheint. Zudem ist Bewegung im Sinne von eigenständiger Fortbewegung oft angstbesetzt, und Eltern malen sich aus, was schlimmstenfalls passieren könnte. In der Folge werden die Kinder von Beginn an häufig zu viel getragen und überversorgt und können damit zu wenig dem eigenen Bewegungsdrang folgen. Dies zeigt, dass Bewegungsförderung in den ersten Lebensjahren vor allen Dingen darin bestehen sollte, Räume zu schaffen, in denen sich Kinder sicher bewegen und ihrer Entdeckungsfreude nachgehen können. In der peb-Umfrage bestätigt eine Mutter: „Früher musste ich immer wissen, was mein Kind tut, habe es keine Sekunde aus den Augen gelassen, habe es ständig beschäftigt. Mein Mann sagte immer wieder: Lass das Kind doch einfach mal spielen und eigene Impulse entwickeln. Es hat lange gedauert bis ich das verstanden habe.“

Fazit

Geregelte Tagesabläufe und Routinen stellen sich nicht nur als positiv für das seelische Wohlbefinden von Kindern heraus sondern bilden auch die Grundlage für eine erfolgreiche Gesundheitsbildung im Familienalltag und reduzieren das Risiko für kindliches Übergewicht. Regelmäßig gemeinsam in der Familie verbrachte Zeit wirkt sich vor allem bei Kindern günstig auf eine gesundheitsfördernde Entwicklung aus und schafft auch für die Erwachsenen einen positiven Familienalltag.

Was die Kindheit in den letzten 30 Jahren verändert hat

Die Zahl der übergewichtigen Kinder und Jugendlichen ist in den vergangenen 30 Jahren um die Hälfte gestiegen und die Zahl der fettleibigen Kinder hat sich im gleichen Zeitraum sogar verdoppelt.
Dabei lässt sich das kindliche Übergewicht nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Der gesamte Lebensstil, die Balance zwischen Energieverbrauch und Energieaufnahme, ist entscheidend für die Entwicklung von Übergewicht. Ein Blick auf die kindliche Lebens- und Bewegungswelt zeigt, dass sich diese rasant gewandelt hat. Im Gegensatz dazu hat sich das Ernährungsverhalten nur geringfügig verändert. Welches sind also die entscheidenden Veränderungen in der Lebenswelt der Kinder?

Draußen spielen
Kaum jemand kann beschreiben, woran es liegt und wann es genau passiert ist. Aber fast alle Erwachsenen, die vor den 1990er Jahren aufgewachsen sind, beschreiben, dass sie noch auf der Straße zahlreiche, heute vergessene Bewegungsspiele (z. B. Gummitwist oder Himmel und Hölle) spielten und insgesamt bewegungskompetenter waren. Viele berichten, dass sie zu ihrer Zeit echte Profis im „Schweinebaumeln“, Bäumeklettern oder Radschlagen waren. Und dies ist nicht nur der verklärte Blick der heute Erwachsenen auf ihre Kindheit. Bekanntlich behauptet ja jede Erwachsenengeneration, dass früher alles besser war … Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen eindeutig, dass das körperliche Leistungsvermögen von Kindern dramatisch abgenommen hat. So ist die durchschnittliche Leistung im Standweitsprung bei Kindern um 16 cm zurückgegangen. Sportwissenschaftler beschreiben dies als vergleichbar mit dem Unterschied zwischen Kreisklasse und Bundesliga. Kinder, die alleine oder in Gruppen draußen spielen, sind fast vollständig aus dem Straßenbild verschwunden. Das liegt nicht nur an der niedrigen Geburtenrate, sondern auch daran, dass die Kinder, die es gibt, weniger und wenn, dann nur als „Anhängsel“ ihrer Eltern oder unter pädagogischer Aufsicht nach draußen gehen. Dies hat Folgen für die Bewegungsfreiräume von Kindern, für ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit und letztlich auch für ihre Gesundheit.

Schule
Der Anteil übergewichtiger Kinder steigt mit dem Eintritt in die Grundschule deutlich an, denn in diesem Zeitraum wechseln viele Kinder von einem bewegten in einen Sitzenden Lebensstil. Während in der Kita vergleichsweise viel Zeit und Platz für Bewegung ist, sollen die Bildungsziele in der Schule vor allem im Sitzen erreicht werden. Bildung und (sitzendes) Lernen hatten vor 30 Jahren in vielen Familien noch einen anderen Stellenwert. Die Kinder kamen (in Westdeutschland) mittags nach Hause und hatten nach den Hausaufgaben am Nachmittag Zeit zum Spielen: zumeist draußen und gemeinsam mit Freunden oder im Sportverein.
Spätestens seit dem Pisa-Schock vom Dezember 2001 liegt der Fokus auf der kognitiven Bildung – und das bereits im Kita- und Grundschulalter. In diesem Zusammenhang stellte der Bund, der sich sonst in Bildungsfragen zurückhält, mit dem Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung (IZBB) für die Jahre 2003-2007 insgesamt vier Milliarden Euro für den Ausbau von Ganztagsschulen zur Verfügung. Körperliche und soziale Bildungsaspekte traten zunehmend in den Hintergrund. Und nach wie vor gilt: Gelernt wird im Sitzen! In der Folge vervielfachte sich der Anteil der Ganztagsschulen in Deutschland, ohne dass die abnehmenden Zeiten für Bewegung, Sport und Spiel immer ausreichend kompensiert wurden.

Medien
Die meisten heutigen Eltern können sich noch an eine Zeit erinnern, in der es im Fernsehen ein Testbild und somit einen Sendeschluss gab. Auch die An zahl von drei Fernsehkanälen (und keine nennenswerten alternativen Bildschirmmedien) ist heute kaum noch vorstellbar. Im Jahr 1984 startete das Privatfernsehen in Deutschland und führte zu einer Explosion der Programmvielfalt – und das rund um die Uhr. Mit dem Jahrtausendwechsel kam die zunehmende Nutzung des Internets hinzu. So nutzte im Jahr 2003 jeder Zweite das Internet und zehn Jahre später waren es mehr als drei Viertel der Bevölkerung. Hinzu kommt die noch rasantere Entwicklung der sozialen Medien: Im Jahr 2008 überschritt die Zahl der facebook- Nutzer die Millionenmarke und bereits 2011 nutzten in Deutschland mehr als 22 Millionen Menschen facebook. Da viele Eltern mit dieser Entwicklung selbst überfordert sind, fällt es ihnen oft schwer, ihren Kindern ein verantwortliches Mediennutzungsverhalten zu vermitteln. Somit wachsen Kinder heute wie selbstverständlich in eine multimediale Umwelt hinein – zumeist zu Lasten der Bewegung.

Eltern stehen heute vor der Herausforderung, die Risiken und Chancen dieser Veränderungen für ein gesundes Aufwachsen ihrer Kinder abzuwägen und die richtigen Lösungen für einen gesunden Alltag zu entwickeln. Da die Veränderungen in der Lebenswelt in den vergangenen 30 Jahren entwicklungsgeschichtlich beispiellos sind, fehlen noch die Traditionen, Gewohnheiten und Vorbilder, um eine bewegte Kindheit zu ermöglichen. Diese gilt es zu schaffen!