Archiv der Kategorie: Spiele

Wenn die Langeweile im Kinderzimmer Einzug hält

„Mama, Papa, mit ist so langweilig. Ich weiß nicht, was ich machen soll.“ Diese Sätze kennen alle Eltern. Auch wenn es schwer fällt – Eltern sollten nicht sofort darauf reagieren. Die Zeit, in der vermeintlich nichts passiert, ist für die kindliche Entwicklung äußerst notwendig. Zum einen brauchen Kinder diese Zeit, um die vielen Eindrücke um sie herum verarbeiten zu können. Das geht nur in Zeiten der Ruhe, in denen nicht viel um das Kind herum passiert. Jeden Tag der Woche mit Programm zu füllen, lässt zwar eher weniger Langeweile aufkommen, führt jedoch schnell zu Überforderung. Zeiten der Langeweile zu durchleben und zu meistern, fördert zum anderen Kreativität, Fantasie und auch Selbstständigkeit. Denn wenn dem Kind kein Unterhaltungsprogramm geboten wird, das es nur konsumieren muss, liegt es an ihm selbst, sich eine schöne Beschäftigung zu suchen. Hat es das geschafft, ist das ein Erfolgserlebnis, das auch für kommende Situationen das Selbstvertrauen stärkt.

Um die Kreativität und den Entdeckergeist der Kinder zu fördern, bieten sich Spielsachen ohne starre Spielanleitung an. Alte Kleidungsstücke regen zum Verkleiden an, aus Decken können phantasievolle Höhlen gebaut werden, große Kartons stehen als Rennauto bereit und aus Kastanien, Steinen und Ästen entstehen tolle Gebäude, Landschaften und Figuren.

Langeweile kann auch sehr gut für ein neues Spiel „genutzt“ werden:
Eltern und Kind versuchen zehn Minuten einmal nichts zu machen, und nehmen nur ihre Umgebung wahr: Was hört man für Umgebungsgeräusche, welcher Vogel zwitschert dort, was passiert dort unten auf der Straße, und wohin schweifen die Gedanken, wenn man versucht, an nichts zu denken….? Erstaunlich, wie spannend auf einmal Langeweile sein kann!

Wasser marsch!

Bei sommerlichen Temperaturen bietet Wasser eine willkommene Abkühlung – von außen wie von innen!

Berlin, August 2014 – Wasser strahlt auf Kinder eine faszinierende Wirkung aus. Ob es darum geht Steinchen ins Wasser plumpsen zu lassen, eine Kleckerburg zu bauen oder im Wasser zu spielen, Kinder sind meist nur schwer vom kühlen Nass wegzubekommen. Gerade die Sommermonate bieten Gelegenheit ein Planschbecken im Garten aufzustellen oder einen Ausflug ins Schwimmbad zu unternehmen. Doch nicht nur der Spaß mit Wasser steht im Sommer im Vordergrund, auch das Trinken ist in der warmen Jahreszeit noch wichtiger als sonst.

Je früher ein Kind mit Wasser vertraut gemacht wird, desto besser. Wassergewöhnungskurse werden von den meisten Schwimmbädern für Kinder ab einem Alter von 3-4 Monaten angeboten. Durch Spiele im und mit dem Wasser gewöhnen sich die Kinder an die Bewegung im Wasser und zeigen später weniger Scheu, wenn es an das richtige Schwimmenlernen geht. Je nach Entwicklung kann ab 5 Jahren der erste Schwimmkurs besucht werden. Darin lernen die Kinder die richtige Schwimmtechnik und auch die ersten Tauchversuche können hier unternommen werden. Denn wenn ein Kind auch mit dem Tauchen vertraut ist, gerät es nicht so leicht in Panik, wenn es aus Versehen mal mit dem Kopf untertaucht. Schwimmen lernen beugt nicht nur der Gefahr des Ertrinkens vor, sondern das Kind bekommt vor allem auch Selbstvertrauen und Selbstsicherheit! Dennoch sollten Sie auch nach einem Schwimmkurs die Kinder noch im Auge behalten – richtige Sicherheit im Wasser erhalten sie erst durch regelmäßiges Üben.

Spaß mit dem nassen Element

Auch Zuhause bieten sich viele schöne Möglichkeiten, Kinder an das Element Wasser zu gewöhnen. Beim Spielen im Garten können Sie beispielsweise eine Wanne mit Wasser aufstellen und verschiedene Gegenstände, wie ein Stück Holz, ein Blatt Papier oder einen Stein bereitlegen. Lassen Sie nun jedes Kind schätzen ob der Gegenstand untergeht oder schwimmt, legen diesen dann auf die Oberfläche und überprüfen die Einschätzungen.

Im Sommer noch mehr ans Trinken denken

Beim Planschen im und mit dem Wasser sollte auch das Trinken bedacht werden. Liegt die empfohlene Trinkmenge für Kinder je nach Alter zwischen 400 ml und einem Liter pro Tag, kann sich der Bedarf bei Spielen und Toben an heißen Tagen verdoppeln. Besonders gekühlte Getränke sind an heißen Tagen eine willkommene Erfrischung. Daher sollten Eltern besonders an warmen Tagen stets Getränke dabei haben, um die Kinder zwischendurch immer wieder trinken zu lassen. Auch wenn sie keinen Durst haben, sollten vor allem Kinder regelmäßig trinken, denn Flüssigkeitsverluste führen schon vor dem Durstempfinden zu Konzentrations- und Leistungsverminderung.

Tipps:

  • Wie viel Kinder trinken sollten, hängt vom Alter ab. Als grobe Richtlinie gilt bei einem Kind unter einem Jahr ein Flüssigkeitsbedarf von 400 ml, bis vier Jahren gut 800 ml, bis Zehnjährige benötigen etwa einen Liter. Bei viel Bewegung, sollte es entsprechend mehr sein.
  • Ein Schwimmkurs kann ab einem Alter von fünf Jahren besucht werden. Zu dem Zeitpunkt sind Körperbeherrschung und Motorik genügend vorhanden. Als Richtschnur gilt, wenn ein Kind ohne Stützräder sicher Fahrrad fahren kann, sind die Fertigkeiten genug ausgereift, um die Koordination der Bewegungsabläufe beim Schwimmen zu erlernen.
  • Spielidee für den nächsten heißen Tag im Garten: Nasse Post
    Alle Kinder stellen sich in einer Reihe auf. Das Kind ganz vorne erhält eine mit Wasser gefüllte Schüssel und muss diese kopfüber nach hinten weiterreichen. Alle Mitspieler sollten Badezeug tragen!

Heute ist Spiel-im-Sand-Tag

Ob Sie gerade im Urlaub am Strand, im Sandkasten oder auf dem Spielplatz unterwegs sind, holen Sie heute Schaufel, Förmchen und Eimer raus und fangen an zu buddeln! Kinder dürfen heute nach Herzenslust Sandburgen bauen und auch die Erwachsenen dürfen mitmachen.
Der „Spiel-im-Sand-Tag“ lädt seit den 1990er Jahren, immer am 11. August, alle Kinder (sowohl die kleinen, wie auch die großen) ein, den Tag inmitten von Sandbergen zu verbringen. Je nach Motivation kann man dabei beim Backen traditioneller Sandkuchen bleiben oder man lässt sich von den Sand-Art-Künstlern inspirieren und versucht sich an großen Bauprojekten. Dafür allerding muss das Mischungsverhältnis von Sand und Wasser stimmen. Mit ein etwas Tüftelei können sogar richtig große Schlösser und Burgen entstehen.

Und wenn die größte Burg gebaut ist, bietet sich der Sandkasten noch für etliche Spiele an. Wie wäre es z.B. das Sandkuchenbacken zu einem Wettkampf zu machen? Jeder bekommt ein Sandförmchen und auf ein Startzeichen backen alle um die Wette Kuchen. Wer nach zwei Minuten die meisten Kuchen gebacken hat, ist Sieger.

Hier sind noch weitere Spielideen:

Spuren im Sand

Die Kinder halten ihre Augen zu, und Sie drücken in der Zwischenzeit verschiedene Dinge in den glatten Sand: Kamm, Schlüssel, Muschel, Sandförmchen, Sieb usw. Dann machen die Kinder ihre Augen wieder auf und versuchen die Abdrücke zu erkennen.

Goldgräber

Packen Sie viele Steine in Goldpapier ein und buddeln Sie sie im ganzen Sandkasten oder eine abgesteckte Fläche am Strand ein. Dann gehen die Kinder auf die Schatzsuche. Wer die meisten „Goldklumpen“ gefunden hat, darf sich Piratenkapitän nennen.

Viel Spaß beim Buddeln!

Verregneter Familienurlaub: Diese Spiele sorgen für Abwechslung

Unsere Mitarbeiterin Wiebke Kottenkamp hat der Deutschen Presse-Agentur ein Interview gegeben, in dem sie Tipps für Spiele an verregneten Urlaubstagen gibt:

Berlin (dpa/tmn) – Ob Italien, Frankreich, Kroatien oder Spanien: Die sonst so sonnenverwöhnten Urlaubsländer bieten in diesem Jahr vor allem eins im Überfluss – Regen. Mit diesen Spieletipps fällt der Familienurlaub dennoch nicht ins Wasser.

Verregnete Urlaubstage können ganz schön an den Nerven zehren. Das gilt vor allem, wenn sich Kinder und Erwachsene längere Zeit auf engstem Raum auf der Pelle hocken. „Dann ist es wichtig, für Bewegung und Abwechslung zu sorgen“, rät Wiebke Kottenkamp von der Plattform Ernährung und Bewegung (Peb). Gerade im Urlaub, wo Kinder nicht unbedingt das gewohnte Spielzeug zur Hand haben, sollten die Eltern die Möglichkeiten vor Ort kreativ nutzen.

Beliebt seien zum Beispiel alle Arten von Hindernis- und Geschicklichkeitsspielen, auch wegen ihres Wettkampfcharakters: „Kinder ab etwa vier Jahren wollen ihre Kräfte mit anderen messen, deshalb sollte es bei den Spielen immer auch um Geschwindigkeit gehen.“ Ein kleiner Softball und ein Esslöffel reichen aus, um einen Eierlauf über Sofa, Kissen, Bett und durch die Badewanne zu veranstalten. „Natürlich setzt das voraus, dass die Eltern ihre Bedenken ablegen und sich nicht nur um das Mobiliar sorgen, sondern mit den Kindern Spaß haben“, sagt Kottenkamp.

Eine andere einfache Möglichkeit, den Wolkenbruch schönen Seiten abzugewinnen, ist das Klammerspiel: Hierbei muss jeder Teilnehmer zehn Wäscheklammern gleicher Farbe an Gegenstände klemmen, die der Farbe seiner Klammern entsprechen. Wer als Erster alle seine roten Klammern an rote Gegenstände befestigt hat oder seine blauen an blaue, gewinnt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Teilnehmer die Aufgabe im „Affengang“ absolvieren müssen, also hockend mit gebeugtem Rücken. „Das bringt Erwachsene schnell aus der Puste“, erklärt Kottenkamp. Und es kommt auch dem Bewegungsdrang von Kindern sehr entgegen.

Unverzichtbar im Urlaub mit Kindern sind Würfel. Zum Beispiel für das Spiel Schätzetragen: Dabei müssen die Teilnehmer Strandgut wie Muscheln oder Kiesel möglichst schnell in ein Behältnis in einen anderen Raum tragen. Sie dürfen jedoch immer nur so viele Gegenstände auf einmal transportieren, wie sie Augen gewürfelt haben. Bei einem weiteren Spiel ist mit jeder Augenzahl eine andere Aufgabe verbunden: Bei einer Zwei muss der Würfler zum Beispiel zweimal runter in die Hotellobby laufen oder bei einer Fünf entsprechend viele Kniebeugen machen.

Jüngere Kinder ab zwei Jahre fühlen sich wohl, wenn sie herumräumen, sortieren und stapeln dürfen: „Ein Turm aus Kochtöpfen bauen, verschiedene Behältnisse mit Muscheln, Steinen oder Knöpfen füllen – mehr braucht es meist nicht.“ Auch spannend: Die Augen verbinden und verschiedene Gegenstände ertasten und erraten lassen. Kinder unterhalb von zwei Jahren seien meist schon mit Sing-, Finger- und Klatschspielen ausreichend beschäftigt.

„Ansonsten raten wir: Egal, wie das Wetter ist, Kinder brauchen Bewegung im Freien“, sagt Kottenkamp. Solange es warm genug ist, müsse auch niemand in Regenklamotten und Gummistiefel missmutig über verwaiste Strände stapfen. „Badehose an und ab in die Matschepampe ist das Motto.“ Spätestens nach der heißen Dusche am Abend ist dann die ganze Familie stressfrei glücklich – Dauerregen und Wolken am Himmel zum Trotz.

Gespräch: Jan Ahrenberg

Die Ballonrakete

Für alle, die nicht so schnell aus der Puste kommen:
Peb&Pebber stellen ihr neues Bewegungsspiel vor: Die Ballonrakete!
Ihr braucht nicht mehr als zwei Luftballons und genügend Platz zum Rennen – am besten bei tollem Wetter im Park oder Garten.

P&P 7-13 BallonraketeHabt Ihr eigene Ideen für lustige Bewegungsspiele? Dann schickt uns Eure Ideen per Mail: plattform@pebonline.de

Peb&Pebber setzen Euer Spiel in einem Comic um! Wir freuen uns auf Eure Einsendungen!

Transport-Abenteuer mit Peb & Pebber

Heute haben Peb & Pebber wieder ein tolles Spiel für Zwischendurch dabei!

Dafür brauchen Sie nur zwei große Lineale (30cm) und mehrere kleine Gegenstände – das können Spielsteine, Würfel, Fingerhüte oder auch Knöpfe sein, wie immer sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die Ziellinie wird mit einer Schnur markiert.9-13 P&P Transportabenteuer

Die Spieler starten auf das Kommando „eins, zwei, DREI!“ mit jeweils einem Lineal in der Hand. Auf dem Lineal liegen viele kleine Gegenstände, die ohne Herunterzufallen ins Ziel transportiert werden sollen. Wenn doch etwas herunterfällt, muss es vorsichtig mit dem Lineal wieder aufgehoben werden und weiter geht’s. Wer erreicht das Ziel wohl zuerst?