Archiv der Kategorie: Monatsthema Oktober: Erntedank

Ofenschlupfer

Zu unserem Monatsthema Erntedank und Wertschätzung von Lebensmitteln gibt es heute ein leckeres Rezept. Der Ofenschlupfer ist ein süßer Auflauf mit in dem man altbackenes Brot gut verwerten kann.

Zutaten
300 g Obst (z.B. Kirschen, Pfirsiche oder Äpfel)
6 altbackene Milchbrötchen, Weißbrot oder Hefezopf
250 ml Milch
100 g weiche Butter
80 g Zucker
1 Päck. Vanillezucker
3 Eier
125 g Schmand
1 Pr. Salz
50 g gehobelte Mandelkerne

Zubereitung
Obst waschen und in Stücke schneiden, Kirschen aus dem Glas abtropfen lassen, Äpfel klein schneiden oder raspeln
Brötchen in Würfel schneiden, Milch darüber gießen und 10 Minuten durchziehen lassen. Butter, 40 g Zucker und Vanillezucker mit den Quirlen des Handrührgeräts cremig rühren. Eier trennen. Eigelbe einzeln unterziehen, Schmand unterrühren und unter die Brötchenmasse ziehen. Eiweiß, restlichen Zucker und Salz zu Eischnee steif schlagen. Eischnee unter die Brotmasse heben.
Obst und Brotmasse abwechselnd in eine gefettete Auflaufform schichten und mit gehobelten Mandeln bestreuen. Bei 170 °C etwa 45 Minuten backen, evtl. nach 25 Minuten abdecken.

Dazu passt Vanillesauce.

Süßes, sonst gibt’s Saures!

Foto: Joujou/pixelio

Spaß und Spuk zu Halloween

Mit Halloween nähert sich im Oktober der schaurigste Feiertag des Jahres. Kürbis-Fratzen, kreative Verkleidungen und schaurig-schöne Dekorationen charakterisieren das aus Irland und den USA importierte Gruselspektakel. Die wohl bekannteste Halloween-Tradition ist aber die abendliche Jagd nach Süßigkeiten: Verkleidet als Gespenster, Hexen oder Vampire ziehen Kinder und Jugendliche am Abend des 31. Oktober von Tür zu Tür und fordern die Bewohner mit dem Spruch „Süßes oder Saures!“ (englisch: trick or treat) auf, ihnen Süßigkeiten zu geben. Wird der Wunsch der Kostümierten nicht erfüllt, so spielen sie den Bewohnern Streiche.

Festtag als Familientag
Obwohl Süßigkeiten bei den Halloween-Bräuchen sehr wichtig sind, bleibt das Halloween-Fest nicht auf Süßes beschränkt. Das Fest bietet auch einen schönen Anlass, gemeinsame Zeit mit der Familie zu verbringen. Das Schnitzen von Kürbislaternen und die Auswahl einer gruseligen Verkleidung machen gleich viel mehr Spaß, wenn die ganze Familie mit dabei ist. Noch mehr eignet sich das Umherziehen von Haus zu Haus als gemeinsame Familienunternehmung. Bewegung und frische Luft tun Kindern und Eltern gleichermaßen gut. Von den schönen Erinnerungen an diesen schaurig-schönen Familienabend profitieren Kinder in besonderer Weise.

Halloween-Leckereien mal anders
Süßigkeiten sind nicht die einzigen Halloween-Leckereien, an denen sich Kinder und Jugendliche erfreuen können. Kürbisse sind nämlich mehr als nur eine bloße „Schnitzleinwand“ – das Herbstgemüse eignet sich zur Zubereitung zahlreicher Speisen und ist von August bis Januar in jedem Supermarkt erhältlich. Die vielen verschiedenen Kürbissorten bringen noch einmal extra Abwechslung hinzu. Aus dem saftigen Kürbis-Fruchtfleisch kann man nicht nur wärmende Suppen, Risottos oder Aufläufe kochen, auch Süßspeisen oder Salate gewinnen durch den Kürbis an Geschmack. Dabei ist das Gemüse lange haltbar und vor allem ein gesunder Sattmacher: Kürbisse enthalten viel Wasser, Vitamin C und Kalium.

Wer den Gespenstern an der Tür am 31. Oktober nicht nur Süßwaren schenken möchte, kann seine Gaben auch um frisches Obst oder Gemüse ergänzen. Frische Äpfel, Birnen, Quitten, Trauben, Zwetschgen, Mandarinen und Clementinen sorgen für Abwechslung in der Tüte und sie gibt es in den Herbstmonaten günstig beim Obsthändler. Sind am Ende trotzdem zu viele Naschereien im Sammelbeutel, können Eltern für ihre Kinder eine „Schatzkiste“ einrichten. So kommen Kinder nicht in Versuchung, alles auf einmal zu essen und lernen gleichzeitig einzuteilen und zu genießen.

Erntedankfest – Die Gelegenheit Lebensmittel neu zu entdecken und wertzuschätzen.

Berlin, Oktober 2014 – Am 05.10.2014 ist Erntedankfest. Ein Fest, das die Menschen früher am Ende der Erntezeit feierten, um für die Feldfrüchte zu danken. Noch vor 100 Jahren lebte der größte Teil der Menschen auf dem Land und war davon abhängig, im Sommer genügend Vorräte für den Winter anzulegen. Heute, da Lebensmittel „aus dem Supermarkt kommen“, ist für viele Kinder nicht mehr vorstellbar, dass eine Mahlzeit hart erarbeitet werden muss. Das Erntedankfest ist also eine gute Gelegenheit, Kindern zu erklären woher die Lebensmittel kommen, die man das ganze Jahr über im Laden oder auf dem Markt kaufen kann und die Wertschätzung hierfür zu fördern. Ein willkommener Anlass an diesem Tag, oder auch an den darauf folgenden Wochenenden, einen Ausflug aufs Land zu unternehmen. Im Herbst feiern viele Bauernhöfe Hoffeste, bei denen Kinder viel über die Herkunft der Lebensmittel erfahren können.

Kochkompetenzen von Anfang an fördern

Auch der alltägliche Umgang mit Lebensmitteln und die Beteiligung von Kindern an der Zubereitung von Mahlzeiten fördern die Wertschätzung für Lebensmittel. Schon Kleinkinder können in der Küche mit anpacken: Anfänglich kann dies bedeuten, dass die Kinder die Löffel zum Tisch tragen und so beim Tischdecken helfen. Wenn sie das erste Mal selbstständig eine Gurke schneiden, sind Kinder „stolz wie Oskar“. So gehört der Umgang mit Lebensmitteln von Beginn an zur Lebenswelt der Kinder und ein ausgewogenes Ernährungsverhalten wird auf diese Weise auch gleich gefördert. Erntedank ist also eine gute Gelegenheit, Kindern den Weg der Lebensmittel zu zeigen, indem man zum Beispiel selbst Brot oder Pizza bäckt oder Apfelmus kocht. Beim Kochen und Essen sollten Eltern ihren Kindern ein Vorbild sein und Essensreste verwerten, statt sie wegzuwerfen. Nudeln und Kartoffeln vom Vortag schmecken wunderbar, wenn man sie mit Ei und etwas Gemüse aufbrät und Eintöpfe schmecken aufgewärmt oft noch besser, als am ersten Tag.

Einsatz der Tafeln zur gerechteren Verteilung von Lebensmitteln

Wertschätzung von Lebensmitteln – eine Aufgabe, der sich die Tafeln in Deutschland angenommen haben. Millionen Menschen in Deutschland leben in Armut; vielen bleiben nur wenige Euro, um Lebensmittel zu kaufen. Gleichzeitig werden pro Kopf im Durchschnitt 82 kg Lebensmittel im Jahr in den Müll geworfen. Die Tafeln sammeln Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können, aber noch qualitativ einwandfrei sind, wie z.B. Backwaren vom Vortag oder Obst und Gemüse mit Schönheitsfehlern, und geben diese an sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen weiter. Neben dieser Arbeit ist es ein Anliegen der Tafeln, auf eine Änderung der politischen Rahmenbedingungen hinzuwirken. Durch Aktionen, wie die „Langen Tafeln“, die regelmäßig in Innenstädten veranstaltet werden, sollen Gesellschaft und Politik auf das Ungleichgewicht in der Lebensmittelverteilung aufmerksam gemacht werden.

Auch im Bereich der Bildung engagieren sich die Tafeln. Die Berliner Tafel beispielsweise geht mit ihrem Projekt KIMBAschule in Schulen und gibt dort Kurse in Kochen und Lebensmittelkunde.