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Schulzeit = Sitzzeit? Macht den peb-Sitzcheck!

Spätestens im September enden für viele Kinder und Jugendliche die Sommerferien und es heißt wieder „ab in die Schule!“. Die ersten Wochen des neuen Schuljahres sind geprägt von vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen. Eines haben jedoch fast alle Schüler gemeinsam, die in ein neues Schuljahr starten: Je älter sie werden und je höhere Klassen sie besuchen, desto höher wird auch der Anspruch an ihre schulischen Leistungen. Die Hausaufgaben sind auf einmal nicht mehr in einer halben Stunde erledigt. Daher gilt sowohl für Zuhause als auch für den Schulunterricht: Mit dem Ferienende dominieren sitzende Beschäftigungen wieder den Alltag.

Wo über die Ferien hinweg Raum für Spiel und Spaß war, muss nun einen Großteil des Tages wieder still gesessen und gelernt werden. Auch die Frei-zeit verbringen viele Kinder und Jugendliche zunehmend im Sitzen, ob beim Chillen mit Freunden oder bei der Nutzung von Bildschirmmedien. Studien zeigen, dass die meisten Jugendlichen etwa neun Stunden täglich im Sitzen verbringen, das sind rund 70 Prozent der wachen Zeit des Tages. Dieser Sitzende Lebensstil vieler Kinder und Jugendlicher kann schwerwiegende Fol-gen nach sich ziehen: Das Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch kann schon im Kindes- und Jugendalter zu einem erhöhten Risiko für Übergewicht, Herzkreislauferkrankungen und Diabetes führen. Auch eine verringerte Knochendichte, eine niedrige körperliche und intellektuelle Leistungsfähigkeit sowie eine aggressive Verhaltensweise können mit einem Sitzenden Lebensstil einhergehen. Dem Sitzenden Lebens-stil und seinen Folgen kann aber bereits mit wenig Aufwand entgegengewirkt werden. Dazu gibt z.B. der Sitz-Check von peb praktische Anregungen und Empfehlungen.

Mit dem Sitz-Check hat die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) ein Tool entwickelt, das Familien für die Risiken des Sitzenden Lebensstils sensibilisiert und Ihnen wertvolle Tipps gibt, wie man mehr Bewegung in den Alltag bringen kann. Eltern und Kinder können damit ihr Wissen zum Sitzenden Lebensstil und ihre eigenen Sitzgewohnheiten hinterfragen. Nach fünf Minuten erhalten alle Interessierten eine Einschätzung ihres Sitz-Typs und entsprechende Empfehlungen für einen Alltag in Bewegung.

Hier geht´s zum Sitz-Check:  http://www.pebonline.de/projekte/sitzender-lebensstil/sitz-check/

 

 

Locker vom Hocker: Bitte aufstehen!

Langandauerndes Sitzen ist ein eigenständiger Risikofaktor für die Gesundheit. Mit dem Bewegungsspiel „Familienaufstand! Alles zählt nur Sitzen nicht“ hat die Plattform Ernährung und Bewegung in Kooperation mit der Universität Bielefeld ein Spiel entwickelt, das Familien für die langen Sitzzeiten im Alltag sensibilisiert und motiviert, mehr aufzustehen und sich mehr zu bewegen.

Am Arbeitsplatz, im Verkehr und in der Freizeit findet man sich oft in einer sitzenden Position wieder. Sei es im Auto, in der Schule, im Restaurant, vor dem Fernseher oder am Schreibtisch – überall wird gesessen. Der technische Fortschritt und die Veränderungen in den ökonomischen Lebensbedingungen haben unseren Alltag sicherlich erleichtert. Gleichzeitig führen sie aber zu Bewegungsarmut und verlocken zu ständiger Bequemlichkeit und haben dazu geführt, dass der Alltag vieler Menschen in weiten Teilen sitzend verbracht wird. Dies gilt nicht nur für den beruflichen Kontext, sondern auch für die Art und Weise, wie die Freizeit gestaltet wird oder wie alltägliche Wege zurückgelegt werden.

Mehrere Studien belegen, dass langandauerndes Sitzen ohne Unterbrechung ein eigenständiger Risikofaktor für die Gesundheit ist – unabhängig vom Ausmaß körperlicher Aktivität. Zugespitzt bedeutet das: Wer sich zwei Mal pro Woche beim Fußball auspowert, macht trotzdem nicht zehn Stunden Dauersitzen am Tag ungeschehen. Selbstverständlich ist Sport wichtig für die Gesundheit – aber die Risiken eines sitzenden Lebensstils kann Sport alleine nicht ausgleichen.

Bereits im Kindes- und Jugendalter sind Zusammenhänge zwischen einem sitzenden Lebensstil und der Gesundheit zu beobachten. Langfristig ist ein sitzender Lebensstil neben weiteren Faktoren wie Fehlernährung, fehlende sportliche Aktivität oder Schlafmangel ein gesundheitlicher Risikofaktor für Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Wird langes Sitzen regelmäßig unterbrochen oder reduziert, sinkt das Risiko für Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen. Darüber hinaus verbessern sich die körperliche Fitness sowie die schulische und motorische Leistungsfähigkeit. Außerdem sind Kinder emotional und sozial ausgeglichener und stärken ihre Knochengesundheit.

Entscheidend ist also, während des gesamten Tages immer wieder aufzustehen und langandauerndes Sitzen häufig zu unterbrechen. Mit sehr geringem Aufwand lässt sich so effektiv die Gesundheit fördern. Um Kinder frühzeitig für einen aktiven Lebensstil zu begeistern hat die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. gemeinsam mit der Universität Bielefeld das Spiel „Familienaufstand! Alles zählt nur Sitzen nicht!“ entwickelt, das Familien zum Aufstehen bewegt.

Das Spiel steht kostenfrei zum Download auf http://www.familienaufstand.de

Tipps zum gesunden Schulstart

Mit der Einschulung beginnt für viele Kinder eine aufregende und neue Zeit – aber auch eine Zeit in der sie mehr sitzen müssen. Die Übergewichtsentwicklung von Kindern steigt mit dem Übergang vom Kindergarten in die Schule sprunghaft an. Dies zeigt auch die „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS) des Robert Koch-Instituts. So liegt laut einer  neuen Auswertung die Zunahme des Anteils an übergewichtigen Kindern in Deutschland insbesondere um das Alter von 7,2 Jahren. Mutmaßlich ist dies der Umstellung des Tagesablaufes der Schulanfänger geschuldet. Daher ist ein verlässlicher und strukturierter Tagesablauf mit regelmäßigen und ausgewogenen Mahlzeiten sowie mindestens einer Stunde intensiver Bewegung entscheidend für die Vorbeugung von Übergewicht und damit für die gesundheitliche Entwicklung der Kinder.

Was kommt in die Schultüte?
Der erste Schultag ist ein besonderer Tag und die Schultüte soll diesen auch sicherlich versüßen!  Aber Vorsicht – der Inhalt muss nicht nur aus Naschereien bestehen. Die ABC-Schützen freuen sich auch über kleine Geschenke, die nicht essbar sind.  In Hinblick auf die langen Sitzzeiten kommen z.B.  kleine Bewegungsspiele für die Hofpause besonders gut an: Gummitwist, Springseil oder Straßenmalkreise versprechen eine bewegte Hofpause und machen Groß und Klein viel Spaß! Schöne Alternativen für die Schultüte  sind auch eine schöne Trinkflasche oder Brotbox für den Pausenproviant.

Frühstück – die schönste aller Mahlzeiten
Ein gemeinsames Frühstück schweißt nicht nur die Familie zusammen und hilft ausgeruht in den Tag zu starten, es dient auch dazu, die über Nacht geleerten Energiespeicher wieder aufzufüllen. Zudem belegen Studien, dass die geistige Leistungsfähigkeit steigt und das Risiko für Übergewicht gemindert wird, wenn Kinder morgens regelmäßig und ausgewogen frühstücken. Sofern die Kinder morgens noch keinen Appetit haben, kann eine Kleinigkeit Zuhause und ein zweites Frühstück in der Schule die geeignete Lösung sein: Ein belegtes Brot, etwas Rohkost oder Obst sowie ein Getränk liefern nicht nur neue Energie sondern schmecken auch gut. In einer stabilen Brotbox verpackt sieht das Pausenbrot auch noch nach ein paar Schulstunden appetitlich aus. Doch auch ihr Mittagessen und Abendessen sowie zwei kleine Zwischenmahlzeiten sollten Kinder regelmäßig bekommen. „Dies fördert ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit und verringert gleichzeitig die Gefahr von Übergewicht“ so Prof. Berthold Koletzko von der Ludwig-Maximilians-Universität München und Vorstandsmitglied der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb).

Wer rastet, der rostet – Bewegungszeiten für Kinder sind wichtig
Kinder haben den natürlichen Drang sich zu bewegen und dem sollten sie auch nachkommen dürfen. „Täglich mindestens eine Stunde draußen spielen ist genauso wichtig wie Hausaufgaben machen“ rät Prof. Klaus Bös vom Institut für Sport und Sportwissenschaft KIT Karlsruhe und Mitglied im Expertenbeirat von peb. Durch die Bewegung können Kinder den Stress abbauen und tragen ein deutlich geringeres Risiko übergewichtig zu werden. Bereits auf dem Schulweg kann man dem Bewegungsmangel bei Kindern vorbeugen. Nichts weckt morgens besser die Lebensgeister als den Weg zur Schule gemeinsam zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.

 

Familienaufstand! Alles zählt nur Sitzen nicht

Unter www.familienaufstand.de werden Familien ab sofort spielerisch motiviert, aufzustehen und sich mehr zu bewegen. „Familienaufstand!“ wurde gemeinsam durch die Arbeitsgruppe 4 Prävention und Gesundheitsförderung der Fakultät für Gesundheitswissenschaft an der Universität Bielefeld und die Plattform Ernährung und Bewegung entwickelt und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Im ersten Schritt werden die Familien angeregt sich bewusst damit auseinander zu setzen, wie es um das Aufstehen und Sitzen im Alltag bestellt ist. Daraufhin werden Aufsteh- und Bewegungsziele vereinbart. Alle Familienmitglieder sammeln „Zeitpunkte“ für Sitzunterbrechungen und Bewegung. Die Inhalte für den „Familienaufstand!“ wurden auf der Grundlage einer systematischen Auswertung der Forschungsergebnisse zu Interventionen zum Sitzenden Lebensstil im Setting Familie und eigener qualitativer Untersuchungen entwickelt. „Familienaufstand!“ fördert spielerisch einen Familienalltag, in dem weniger gesessen und sich mehr bewegt wird. Denn dem Sitzenden Lebensstil sollte möglichst früh entgegengewirkt werden, da ein bereits im Kindesalter „erlernter“ Sitzender Lebensstil mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Erwachsenenalter beibehalten wird. Dies erhöht neben weiteren Faktoren, wie Fehlernährung, fehlende sportliche Aktivität und Schlafmangel, das Risiko für u. a. Diabetes Typ 2, Übergewicht und Herz-Kreislauf- sowie Stoffwechselerkrankungen. Selbst Sport kann die gesundheitlichen Risiken eines Sitzenden Lebensstils nicht vollständig ausgleichen. Daher ist es wichtig, lange Sitzzeiten durch Aufstehen und durch Bewegung zu unterbrechen und zu reduzieren. „Familienaufstand!“ wirkt dem Sitzenden Lebensstil in einer für Deutschland bisher einzigartigen Weise entgegen und soll in der kommenden Monaten verbreitet und weiterentwickelt werden.

Unter www.familienaufstand.de ist das Spiel im Internet verfügbar. Neben dem zugehörigen Download der Spielmaterialien gibt es auf dieser Seite auch viele weitere Informationen und Tipps rund um die Themen Aufstehen und Bewegung.

Familienaufstand

Aufstehen, der Frühling beginnt!

Stück für Stück werden die Tage länger und die Temperaturen klettern über den Gefrierpunkt. Bald können wir wieder im T-Shirt draußen toben und barfuß über Wiesen rennen. Bewegung an hellen Tagen macht nicht nur Spaß, sondern beugt zugleich der Frühjahrmüdigkeit vor. Unter Einfluss von Licht werden die in den dunklen Wintermonaten geleerten Speicher für das „Gute-Laune-Hormon“ Serotonin wieder aufgefüllt. „Deshalb sollten wir uns im Übergang vom Winter zum Frühling besonders oft im Freien aufhalten“, rät Dr. Andrea Lambeck, Geschäftsführerin der Plattform Ernährung und Bewegung (peb). Außerdem wirkt Bewegung an der frischen Luft dem Sitzenden Lebensstil entgegen. Die HELENA-Studie zeigt, dass Jugendliche in Europa insgesamt zu viel sitzen: im Durchschnitt ca. 9 Stunden pro Tag, d.h. 70 Prozent ihrer Wachzeit. „Der Energieverbrauch beim Sitzen ist fast so niedrig wie der Energieverbrauch beim Schlafen. Neben allgemeiner Inaktivität bilden lange Sitzzeiten ein zusätzliches Risiko für die Entwicklung von Übergewicht. Umgekehrt schützt ein aktiver Lebensstil mit ausreichend Bewegung die Gesundheit“, erklärt Sportwissenschaftler und peb-Vorstandsmitglied Prof. Gerhard Huber.

Aufgestanden und raus da!

Die Schule ist vorbei und es ist trotzdem noch hell? Da blitzt sogar ein blauer Himmel unter der Wolkendecke hervor? Wunderbar! Jetzt können die Schüler die langen Klassenzimmer-Sitzzeiten im Park, auf dem Spiel- oder Sportplatz ausgleichen. Natürlich bietet das Wochenende auch tolle Gelegenheiten für ausgedehnte Spaziergänge oder kleine Wanderungen in der Natur, die nach und nach zu blühen beginnt. Auch Radtouren sorgen für mehr Schwung und Elan. Also anstatt mit dem Eltern-Taxi oder Bus zu Kita und Schule, rauf aufs Rad!

Bildschirmzeiten ok, aber in Maßen!

Die Jahreszeit zwischen Winter und Sommer ist oft unbeständig. Wenn es draußen mal regnet und stürmt muss man nicht gegen seine Bedürfnisse ankämpfen und um jeden Preis nach draußen gehen. Aber aufgepasst: Im Innenraum gehören sitzende Beschäftigungen wie Fernsehen, Computerspiele und Social Media zu den Lieblingsbeschäftigungen von Kindern und Jugendlichen. In Maßen ist das auch unproblematisch und mit der Auswahl der richtigen Sendungen kann es sogar lehrreich sein. Insgesamt sollten Kinder und Jugendliche aber pro Tag nicht länger als ein bis zwei Stunden vor dem Bildschirm verbringen. Kinder unter zwei Jahren sollten überhaupt keine Bildschirmmedien konsumieren. Um die Bildschirmzeiten zu reduzieren, hilft es den Fernseher und Computer aus den Kinderzimmern zu entfernen. Erfolgsversprechend sei es auch, zeitliche Begrenzungen festzulegen. „Damit die jungen Menschen in einen eigenverantwortlichen Umgang mit Medien hineinwachsen, ist es ratsam, sie innerhalb der gesetzten Grenzen selbst über ihre Medienzeiten entscheiden zu lassen“, sagt Dr. Andrea Lambeck.1982_32a

peb-Adventskalender

Oh du schöne Weihnachtszeit!

Auch in diesem Jahr haben wir wieder 24 Tipps für eine ausgewogene und bewegte Adventszeit für Familien zusammengestellt. Ab jetzt öffnen wir wieder jeden Tag ein Türchen auf unserem Blog!

  1. Dezember: Wir laufen der Kälte davon!

Der Winter ist da! Da ist die Fahrt mit dem Auto zur Schule noch verführerischer. Kinder können aber auch im Winter die täglichen Wege, ob zur Kita, der Schule oder den Freunden gut zu Fuß zurücklegen. Positiver Effekt: Nicht nur das Immunsystem, sondern auch das Selbstbewusstsein der Kinder wird dadurch gestärkt!

Foto: Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Den vollständigen peb-Adventskalender finden Sie hier:
http://www.pebonline.de/peb-themendienst.html

 

MOVEmber

Auch an kalten Tagen bieten sich für Familien genügend Anlässe vor die Tür zu gehen
Berlin, November 2015 – egal bei welchem Wetter, ob es stürmt oder nass und kalt ist: Im November lockt es wieder viele Kinder vor die Tür wenn es heißt „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne!“. Zu St. Martin machen sich Kinder mit Mütze, Schal und dickem Anorak auf nach draußen. Mit der Laterne in der Hand wandern die Kinder durch die Nachbarschaft – egal bei welchem Wetter. Warum also nicht auch andere Herbst- und Wintertage nutzen, um sich so viel wie möglich an der frischen Luft zu bewegen?

Vor die Tür!
Da die Tage immer kürzer werden, gilt es, so viele Sonnenstunden wie möglich einzufangen. Und auch wenn´s morgens noch dunkel ist, sollten die Kinder den Schulweg wenn irgend möglich zu Fuß bewältigen oder mit dem Rad oder Roller zurücklegen. „Werden die Kinder bei jeder Gelegenheit von ihren Eltern gefahren, entgeht ihnen neben der Bewegung auch die Chance, sich Wege eigenständig zu erschließen – und mit der entsprechend warmen und leuchtenden Kleidung ist das bei jedem Wetter möglich“ so die peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck. Wer sich auch bei schlechtem Wetter häufig an der frischen Luft bewegt, kann sein Immunsystem stärken und Erkältungen vorbeugen: Ein Plus für die ganze Familie. Schlechtes Wetter hindert nach wie vor eher die Eltern als die Kinder. Wer sein Kind beim lustvollen Toben durch Laubhügel sieht, kann sich und seine Kinder besser und öfter zum Rausgehen motivieren.

Leuchtsignale
Beim Laternenumzug sind Kinder durch den Laternenschein gut zu sehen. Aber wie sieht das im Alltag aus? Am besten ziehen Kinder jetzt helle Kleidung an oder tragen zusätzlich noch eine Warnweste. Reflektoren an Jacke, Mütze und Rucksack machen Kinder besser sichtbar für Autofahrer und Fahrradfahrer, damit sie sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Spiel und Spaß zu Hause
Wenn es einmal zu sehr stürmt um vor die Tür zu gehen, muss man nicht gelangweilt rumsitzen. Die TV-Helden Peb & Pebber machen es vor unter http://www.pebonline.de/231.html. Von A wie „Affenspiel“ bis Z wie „Zollstock-Mikado“: die beiden haben viele tolle Ideen, wie das Haus ruckzuck zum Indoor-Spielplatz umgewandelt werden kann.

Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
peb ist ein Zusammenschluss von Vertretern aus öffentlicher Hand, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Über 100 Mitglieder setzen sich bei peb aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein. Weitere Infos unter: www.pebonline.de und www.blogmitpeb.de

Ein schöner Start!

Zum Schulbeginn ein paar Tipps und Anregungen für Kinder und Eltern.

Berlin, September 2015 – die wohl schönsten sechs Wochen für Kinder sind vorbei. Für viele Schulanfänger beginnt nun eine neue und aufregende Zeit, aber auch für die älteren Kinder heißt es wieder: die Schule fängt an!
Nun folgt die Familie, im Gegensatz zu der Ferienzeit, wieder einem anderen Rhythmus. Frühes Aufstehen, langes Sitzen am selben Ort und die eine oder andere Hausaufgabe kommt nun auch wieder auf die Kinder zu. Damit der Schulbeginn nicht zur Zerreißprobe für Eltern und Kinder wird, hier ein paar Tipps und Anregungen für einen guten Schulalltag.

Wir GEHEN in die Schule!
In den Ferien ist meist ein bewegter Alltag die Regel. Eltern verbringen wenn möglich, die Zeit mit ihren Kindern lieber draußen an der frischen Luft. Auf dem Spielplatz können sich die Kinder ordentlich auspowern und ihre Freizeit so richtig genießen. Viele Wege werden mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt. Warum also mit dem Schulstart die Bewegung stoppen? Da Kinder nun einen Großteil ihrer Zeit im Sitzen verbringen, wäre es gut, die Rahmenbedingungen so bewegt wie möglich zu gestalten. Bereits den morgendlichen Schulweg legen aber die meisten Kinder im Sitzen zurück. Viele Eltern fahren ihre Kinder lieber zur Schule, statt sie alleine gehen zu lassen, „Dabei sind es genau diese Erfahrungen, die den Kindern dabei helfen, selbstbewusster durch den Alltag zu gehen.“ so die peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck. Die Kleinen sollten jedoch, bevor sie den Weg alleine gehen, die Strecke ein paar Mal gemeinsam mit ihren Eltern ablaufen, sich die Umgebung erschließen und vielleicht die eine oder andere Abkürzung finden. Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen Reflektoren, die sichtbar an Schulranzen und Anorak befestigt werden. Gehen die Nachbarskinder zur selben Zeit in die Schule, können mehrere Kinder zusammenlaufen und abwechselnd von einem Elternteil begleitet werden.

Bewegte Pause!
Nachdem der Weg in die Schule bewegt gestaltet wurde, gilt es nun auch die langen Sitzzeiten während der Schule abwechslungsreich zu gestalten. Innerhalb der Unterrichtsstunde kann der Lehrer für Bewegung sorgen, während der Pause können die Kinder das auch alleine. Kinder sind ohnehin sehr kreativ, wenn es darum geht, sich eine bewegte Umwelt zu schaffen. Fangen spielen, toben oder einfach ein bisschen über den Hof spazieren, dafür brauchen die Kinder nichts weiter. Der Bewegungsdrang kann aber auch zusätzlich noch unterstützt werden und je nach Umfang der Pause, können mit verschiedenen Utensilien Vorbereitungen getroffen werden: Zeigen sie ihrem Kind doch mal im Hof, wie man „Himmel und Hölle“ spielt und was sie dazu auf den Boden zeichnen müssen. Einmal in der Pause auf dem Schulhof aufgemalt, können die Kinder in der nächsten kleinen Pause eine kurze Hüpfpartie einlegen. Auch ein Springseil oder Bälle zum Jonglieren lassen sich gut in der Schultasche verstauen und sind in der Pause ruckzuck zum Spielen zu verwenden.

Sitzzeiten überprüfen!
Familien können mit dem Sitz-Check von peb überprüfen, welchem Sitz-Typ sie entsprechen und ihr Verhalten bei Bedarf anpassen: http://www.pebonline.de/?id=305

Laufend Lernen!

Tipps und Tricks, wie Eltern mit ihren Kindern auch beim Lernen in Bewegung bleiben.

Berlin, Juni 2015 – der Endspurt zum laufenden Schuljahr steht unmittelbar bevor. Gerade jetzt sind viele Eltern mit ihren Kindern noch einmal richtig gefordert auch die letzten Klassenarbeiten oder Prüfungen zu meistern. Gelernt wird jedoch noch immer zumeist im Sitzen und das Thema Bewegung gerät dabei ins Hintertreffen. Dabei müssen Bewegung und Lernen kein Widerspruch sein. Im Gegenteil: Die Wissenschaft ist sich einig, dass bewegte Kinder besser Lernen. Bewegung macht schlau!

Bewegte Bildung
„In den Bildungsplänen der Kindertageseinrichtungen und Grundschulen wird der Bewegung eine Schlüsselfunktion zugeschrieben. Sie gilt als ‚Zünder‘ und ‚Motor‘ für das Lernen und die gesamte kindliche Entwicklung. Allerdings sieht die Alltagswelt unserer Kinder häufig anders aus – sie ist zunehmend von Bewegungsmangel geprägt.“ so Professor Dr. Klaus Roth vom Institut für Sport und Sportwissenschaft der Universität Heidelberg. Eltern und Pädagogen sind also gefordert eine Brücke zwischen Bewegungsspaß und Lernfrust zu schlagen und dadurch Bewegung und Lernen in Einklang zu bringen. Gute Beispiele dafür gibt es viele:

Laufdiktat und Brüche-Ball
Dem bewegten Lernen sind keine Grenzen gesetzt. Statt Vokabeln stur am Schreibtisch zu lernen, können z.B. die passenden Gegenstände mit Klebezetteln versehen und in der Wohnung, auf dem Balkon oder im Garten verteilt werden. Anschließend gehen die Kinder auf die Suche – es entwickelt sich die „Vokabel-Schnitzeljagd“. Verschiedene Stationen mit Rechenaufgaben im Haus verteilt, bringen ebenfalls Schwung in die Sache. Erfordern die Aufgaben jedoch konzentrierte Stillarbeit, sollten diese regelmäßig durch Bewegungseinheiten wie Seilspringen oder Ball spielen unterbrochen werden. Die Kinder können das aufgenomme Wissen währenddessen laut widerholen oder sich dabei abfragen lassen.

Möbel-Mix
Schreibtisch und Schreibtischstuhl sind nach wie vor Klassiker im Kinder-zimmer. Dagegen spricht natürlich nichts, denn die Kinder haben dort Platz für sämtliche Schreibutensilien und einen Ablageplatz für Schulhefte und –bücher. Verschiedene Arbeitsplätze sollten, wenn möglich, jedoch geschaffen und genutzt werden. Auflockernde Alternativen können z.B. Sitzbälle oder das Arbeiten auf der Fensterbank und anderen erhöhten Flächen sein.

Unter http://www.pebonline.de/sitz-check.html können Familien ihr Sitzverhalten überprüfen und ihr Wissen zum Sitzenden Lebensstil testen.

Tipps, wie der Tag aktiver gestaltet werden kann, gibt es im Working Paper unter: http://www.pebonline.de/sitzender_lebensstil.html.

Tolle Ideen für Spiele oder Spielreihen für ErzieherInnen oder Interessierte gibt es in dem Buch „Mini-Ballschule“ von Klaus Roth, Ulrike Hegar und Christina Roth.

Grün ist die Stadt

Auch ohne eigene Grünfläche können Familien gärtnern und genießen

Berlin, April 2015 – Der Frühling beginnt – zwar noch etwas zaghaft – aber diese Zeit eignet sich perfekt, um einen kleinen Garten anzulegen. Schon mit einfachen Hilfsmitteln können Kinder das Wachsen und Gedeihen von Pflanzen erleben. Dazu wird nicht mal ein eigener Garten oder ein riesiger Balkon benötigt. Auch auf der Fensterbank oder auf der Küchenanrichte lässt sich ein kleines Kräuterbeet anlegen. Beachtet man dann noch, welche Sorten sich im April besonders zur Aussaat lohnen, steht dem eigenen kleinen Gärtnerglück nichts mehr im Wege. Oder wie wäre es mit einer kleinen Wildblumenwiese in den noch kargen Rabatten vor dem Haus? Da haben auch Nachbarn und Fußgänger ihre Freude daran.

Planen, pflanzen, genießen!
Nicht jede Obst- oder Gemüsesorte ist für die Aussaat im Frühjahr oder gar für die Fensterbank geeignet. Der April beispielsweise ist der richtige Monat, um Kartoffeln und Zucchini anzupflanzen. Wer es etwas kleiner mag, kann auch Radieschen aussäen. Anhand eines Jahreszeitenkalenders können Kinder herausfinden, welche Gemüse- oder Obstsorten wann Saison haben. Auch beim Einkauf im Supermarkt können Eltern ihren Kindern zeigen, dass Obst und Gemüse manchmal weit gereist sind. Nur was gerade Saison hat, ist auch aus heimischem Anbau frisch verfügbar. So lernen Kinder auf spielerische Weise Lebensmittel wertzuschätzen und werden neugierig darauf Unbekanntes zu probieren.

Recycling-Kresse
Statt den Joghurtbecher nach dem Auslöffeln direkt zu entsorgen, kann dieser nach dem Ausspülen ruckzuck zu einem kleinen Blumentopf umfunktioniert werden. Einfach ein wenig Watte in den Becher, diese anfeuchten und anschließend Kresse-Samen darauf verteilen. Bereits zwei bis drei Tage nach der Aussaat kann geerntet und die Kresse beispielsweise auf einem Brot mit Frischkäse genossen werden. Sorten wie Zucchini oder Gurken zählen ebenfalls zu den Sprintern unter dem Gemüse. Je schneller Kinder einen Fortschritt erkennen können, umso eher bleibt die Freude und Motivation für das eigene kleine Biotop.

Erleben & genießen statt predigen & drängen
Je mehr Kinder über die Herkunft von Lebenssmitteln wissen und an deren Zubereitung beteiligt sind, desto eher sind sie bereit auch einmal etwas Neues zu probieren. Daher ist das Gärtnern mit Kinder sinnvoller als das „Predigen“, mehr Obst oder Gemüse zu essen oder Kinder sogar dazu zu drängen. Wer die Kresse auf der Fensterbank selbst gezogen und geerntet hat, bekommt ganz von alleine Lust darauf in das Frischkäse-Kresse-Brot zu beißen und es zu genießen.