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peb-Adventskalender: 22.Dezember

Bewegte Vorbilder – auch zur Weihnachtszeit
Bewegung soll auch in der Adventszeit Spaß machen und vor allem eines sein: Familiensache. Bewegen sich Mama und Papa viel, eifern Kinder diesem Vorbild nach. Um mehr Bewegung in den Advent zu bringen, sind nicht unbedingt teure Sportgeräte oder ein Skiurlaub nötig. Schon kleine Veränderungen im Alltag setzen wichtige Impulse: Statt dem Fahrstuhl die Treppe nehmen oder eine Station früher aus dem Bus aussteigen. Erleben Kinder dies als selbstverständlichen Teil des Alltags, können sie gar nicht anders, als ihren Vorbildern nachzueifern.

peb-Adventskalender: 5. + 6. Dezember

5. Dezember:
Stiefel putzen
Morgen ist Nikolaustag! Je glänzender die Schuhe, umso schöner füllt sie der Nikolaus. Das Putzen lohnt sich aber erst so richtig, wenn die Schuhe vorher noch mal ordentlich schmutzig werden. Also raus an die frische Luft in den Park oder in den Wald. Abseits der befestigten Wege werden die Schuhe besonders dreckig und die Kinder können zusammen mit ihren Eltern die winterliche Natur erkunden. Vielleicht sieht man auch ein Eichhörnchen, das sich Vorräte für die kalten Tage sichert.

 

6. Dezember:
Der Nikolaus war da!
Am Nikolaustag gibt es jede Menge Leckereien: Süßigkeiten, Nüsse, Mandarinen und Orangen. Statt aber die Süßigkeiten alle direkt zu verzehren, können diese auch in einer schönen Box verwahrt werden und das Kind darf sich jeden Tag eine Kleinigkeit davon nehmen. Zum einen lernen die Kinder eigenverantwortlich mit ihren Vorräten umzugehen und zum anderen bleibt es so etwas Besonderes.

Foto: Rike / pixelio.de

peb-Adventskalender

Oh du schöne Weihnachtszeit!

Auch in diesem Jahr haben wir wieder 24 Tipps für eine ausgewogene und bewegte Adventszeit für Familien zusammengestellt. Ab jetzt öffnen wir wieder jeden Tag ein Türchen auf unserem Blog!

  1. Dezember: Wir laufen der Kälte davon!

Der Winter ist da! Da ist die Fahrt mit dem Auto zur Schule noch verführerischer. Kinder können aber auch im Winter die täglichen Wege, ob zur Kita, der Schule oder den Freunden gut zu Fuß zurücklegen. Positiver Effekt: Nicht nur das Immunsystem, sondern auch das Selbstbewusstsein der Kinder wird dadurch gestärkt!

Foto: Andreas Hermsdorf/pixelio.de

Den vollständigen peb-Adventskalender finden Sie hier:
http://www.pebonline.de/peb-themendienst.html

 

MOVEmber

Auch an kalten Tagen bieten sich für Familien genügend Anlässe vor die Tür zu gehen
Berlin, November 2015 – egal bei welchem Wetter, ob es stürmt oder nass und kalt ist: Im November lockt es wieder viele Kinder vor die Tür wenn es heißt „Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne!“. Zu St. Martin machen sich Kinder mit Mütze, Schal und dickem Anorak auf nach draußen. Mit der Laterne in der Hand wandern die Kinder durch die Nachbarschaft – egal bei welchem Wetter. Warum also nicht auch andere Herbst- und Wintertage nutzen, um sich so viel wie möglich an der frischen Luft zu bewegen?

Vor die Tür!
Da die Tage immer kürzer werden, gilt es, so viele Sonnenstunden wie möglich einzufangen. Und auch wenn´s morgens noch dunkel ist, sollten die Kinder den Schulweg wenn irgend möglich zu Fuß bewältigen oder mit dem Rad oder Roller zurücklegen. „Werden die Kinder bei jeder Gelegenheit von ihren Eltern gefahren, entgeht ihnen neben der Bewegung auch die Chance, sich Wege eigenständig zu erschließen – und mit der entsprechend warmen und leuchtenden Kleidung ist das bei jedem Wetter möglich“ so die peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck. Wer sich auch bei schlechtem Wetter häufig an der frischen Luft bewegt, kann sein Immunsystem stärken und Erkältungen vorbeugen: Ein Plus für die ganze Familie. Schlechtes Wetter hindert nach wie vor eher die Eltern als die Kinder. Wer sein Kind beim lustvollen Toben durch Laubhügel sieht, kann sich und seine Kinder besser und öfter zum Rausgehen motivieren.

Leuchtsignale
Beim Laternenumzug sind Kinder durch den Laternenschein gut zu sehen. Aber wie sieht das im Alltag aus? Am besten ziehen Kinder jetzt helle Kleidung an oder tragen zusätzlich noch eine Warnweste. Reflektoren an Jacke, Mütze und Rucksack machen Kinder besser sichtbar für Autofahrer und Fahrradfahrer, damit sie sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Spiel und Spaß zu Hause
Wenn es einmal zu sehr stürmt um vor die Tür zu gehen, muss man nicht gelangweilt rumsitzen. Die TV-Helden Peb & Pebber machen es vor unter http://www.pebonline.de/231.html. Von A wie „Affenspiel“ bis Z wie „Zollstock-Mikado“: die beiden haben viele tolle Ideen, wie das Haus ruckzuck zum Indoor-Spielplatz umgewandelt werden kann.

Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
peb ist ein Zusammenschluss von Vertretern aus öffentlicher Hand, Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Eltern und Ärzten. Über 100 Mitglieder setzen sich bei peb aktiv für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung als wesentliche Bestandteile eines gesundheitsförderlichen Lebensstils bei Kindern und Jugendlichen ein. Weitere Infos unter: www.pebonline.de und www.blogmitpeb.de

Ein schöner Start!

Zum Schulbeginn ein paar Tipps und Anregungen für Kinder und Eltern.

Berlin, September 2015 – die wohl schönsten sechs Wochen für Kinder sind vorbei. Für viele Schulanfänger beginnt nun eine neue und aufregende Zeit, aber auch für die älteren Kinder heißt es wieder: die Schule fängt an!
Nun folgt die Familie, im Gegensatz zu der Ferienzeit, wieder einem anderen Rhythmus. Frühes Aufstehen, langes Sitzen am selben Ort und die eine oder andere Hausaufgabe kommt nun auch wieder auf die Kinder zu. Damit der Schulbeginn nicht zur Zerreißprobe für Eltern und Kinder wird, hier ein paar Tipps und Anregungen für einen guten Schulalltag.

Wir GEHEN in die Schule!
In den Ferien ist meist ein bewegter Alltag die Regel. Eltern verbringen wenn möglich, die Zeit mit ihren Kindern lieber draußen an der frischen Luft. Auf dem Spielplatz können sich die Kinder ordentlich auspowern und ihre Freizeit so richtig genießen. Viele Wege werden mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt. Warum also mit dem Schulstart die Bewegung stoppen? Da Kinder nun einen Großteil ihrer Zeit im Sitzen verbringen, wäre es gut, die Rahmenbedingungen so bewegt wie möglich zu gestalten. Bereits den morgendlichen Schulweg legen aber die meisten Kinder im Sitzen zurück. Viele Eltern fahren ihre Kinder lieber zur Schule, statt sie alleine gehen zu lassen, „Dabei sind es genau diese Erfahrungen, die den Kindern dabei helfen, selbstbewusster durch den Alltag zu gehen.“ so die peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck. Die Kleinen sollten jedoch, bevor sie den Weg alleine gehen, die Strecke ein paar Mal gemeinsam mit ihren Eltern ablaufen, sich die Umgebung erschließen und vielleicht die eine oder andere Abkürzung finden. Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen Reflektoren, die sichtbar an Schulranzen und Anorak befestigt werden. Gehen die Nachbarskinder zur selben Zeit in die Schule, können mehrere Kinder zusammenlaufen und abwechselnd von einem Elternteil begleitet werden.

Bewegte Pause!
Nachdem der Weg in die Schule bewegt gestaltet wurde, gilt es nun auch die langen Sitzzeiten während der Schule abwechslungsreich zu gestalten. Innerhalb der Unterrichtsstunde kann der Lehrer für Bewegung sorgen, während der Pause können die Kinder das auch alleine. Kinder sind ohnehin sehr kreativ, wenn es darum geht, sich eine bewegte Umwelt zu schaffen. Fangen spielen, toben oder einfach ein bisschen über den Hof spazieren, dafür brauchen die Kinder nichts weiter. Der Bewegungsdrang kann aber auch zusätzlich noch unterstützt werden und je nach Umfang der Pause, können mit verschiedenen Utensilien Vorbereitungen getroffen werden: Zeigen sie ihrem Kind doch mal im Hof, wie man „Himmel und Hölle“ spielt und was sie dazu auf den Boden zeichnen müssen. Einmal in der Pause auf dem Schulhof aufgemalt, können die Kinder in der nächsten kleinen Pause eine kurze Hüpfpartie einlegen. Auch ein Springseil oder Bälle zum Jonglieren lassen sich gut in der Schultasche verstauen und sind in der Pause ruckzuck zum Spielen zu verwenden.

Sitzzeiten überprüfen!
Familien können mit dem Sitz-Check von peb überprüfen, welchem Sitz-Typ sie entsprechen und ihr Verhalten bei Bedarf anpassen: http://www.pebonline.de/?id=305

Zeit zum Aufstehen!

Der sogenannte „Sitzende Lebensstil“ gilt heute als eigenständiger gesundheitlicher Risikofaktor und wird mit der Entstehung von beispielsweise Diabetes mellitus Typ 2, kardiovaskuläre Erkrankungen sowie Übergewicht in Verbindung gebracht.
Bereits Kinder und Jugendliche verbringen ungefähr 70 Prozent der wachen Zeit des Tages sitzend. Die Gesundheitsförderung berücksichtigt dies noch zu wenig.

Im Zusammenspiel mit Präventionspraktikern und –experten hat die Plattform Ernährung und Bewegung die wichtigsten Fakten zum Sitzenden Lebensstil zusammengetragen und auf dieser Grundlage praxisrelevante Empfehlungen und Aufstehtipps für den Alltag in Familien, Kitas und Schulen entwickelt:

1. Bewegungszeiten und-rituale zum täglichen festen Bestandteil des Alltags werden lassen (vergleichbar mit Essenszeiten)!
2. Bewegung von Kindern als „natürlicher Modus“ akzeptieren und
ermöglichen!
3. Gestaltung des Kinderzimmers bezüglich des Verhältnis von Bewegungsplatz und Sitzmöbeln überprüfen und Bewegungsräumen und Freiflächen im Zweifel Vorrang geben!
4. Statt Bildschirmmedien einen Steh-Lernplatz im Kinderzimmer!
5. Kinder sollten täglich mind. eine Stunde draußen spielen und Wegstrecken (z.B. bei Ausflügen) oder Alltagswege möglichst aktiv (zu Fuß, per Roller, per Rad usw.) zurücklegen!
6. Sitzen alle 20 Min. durch Bewegung (seinheiten) unterbrechen!
7. Pausen in der Schule (ob 5-Minuten-Pause oder Große Pause), egal bei welchem Wetter, als Bewegungspause nutzen!
8. Begrenzungen und verbindliche Regeln für Medienzeiten gemeinsam aufstellen! (Schult die Selbstwahrnehmung für Medienkonsum)
9. Gemeinsam verbindliche Bewegungszeiten im Alltag planen!
10. Tragevorrichtungen, Mobilitätshilfen, Wippen u.Ä. für Babys und
Kleinkinder nur dosiert einsetzen!

Weitere Hintergrundinformationen und Tipps finden Sie hier!

 

peb-Adventskalender: 7.Dezember

Foto: AndreasHermsdorf / pixelio.de

Bewegte Wege gegen die Kälte

Besonders im Winter bietet der elterliche Fahrdienst viele Annehmlichkeiten. Aber Kinder können auch im Winter die täglichen Wege zur Kita, zur Schule oder zum Sport aus eigener Kraft bewältigen. Wege auf eigene Faust bewegt zu gestalten hilft ihnen, nach und nach mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Und: Wer sich draußen bewegt, friert weniger und ist seltener erkältet!

Buggy ade

Oft ist der Buggy ein lieb gewonnener Begleiter, wenn es aus dem Haus geht. Doch ab dem 3. Lebensjahr sollten Kinder Wege aus eigener Kraft zurücklegen. Das fördert einen aktiven Lebensstil, stärkt Muskeln und Gelenke und beugt durch Bewegungsarmut mitbedingten Krankheiten, wie Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Um seinem Kind den Abschied vom Buggy zu erleichtern, hilft es, einige Tipps zu befolgen.

  • Was schon in den ersten Lebensjahren gilt, ist auch jetzt noch wichtig: Kinder richten sich nach Vorbildern. Das größte Vorbild sind in dieser Zeit die Eltern. Sind Kinder von Beginn an daran gewöhnt, Wege zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren, so werden sie dies auch als Erwachsene als selbstverständlich ansehen.
  • Zur langsamen Entwöhnung kann die Strecke ohne Buggy langsam gesteigert werden. Für den Anfang kann der Buggy beim Gang zum Spielplatz um die Ecke zu Hause gelassen werden und mit der Zeit kommen immer mehr Strecken dazu.
  • Für einige Strecken bieten sich Dreirad, Roller oder Laufrad und später ein Fahrrad an. Dann schafft ein Kind auch längere Wege.
  • Für Wege, die regelmäßig genutzt werden, bietet es sich an, weniger stark befahrene Wege zu suchen. Auch wenn die Strecke dann ein bisschen länger wird, lohnt es sich: Ein Kind lernt so an weniger gefährlichen Straßen das Verhalten im Straßenverkehr und auch die Abgasbelastung, die auf Kindeshöhe am größten ist, ist dort geringer.
  • Ein Kind sollte auch in der Zeit, in der der Buggy noch regelmäßig zum Einsatz kommt, immer wieder aussteigen dürfen. Gegebenenfalls ist es dann gar nicht mehr eine so große Umstellung, wenn dieser für immer abgeschafft wird.
  • Kinder erkunden gerne ihre Umgebung. Für Wege, die mit dem Kind zusammen zurückgelegt werden, mehr Zeit einzuplanen bietet sich da an. So kann der Weg von der Kita nach Hause auch gleich als wichtige Familienzeit dienen, in der das Kind von seinem Tag erzählen kann.

Bitte aufstehen! Wie man dem Sitzenden Lebensstil von Kindern und ihren Familien frühzeitig entgegenwirken kann.

Spätestens im September wird vielen Kindern mit ihrer Einschulung neben Lesen und Schreiben vor allem eines beigebracht: Still sitzen. Mit dem Schulbeginn startet eine „Sitzkarriere“, die im erwachsenen Alter ihren Höhepunkt erreicht: Vom Auto an den Schreibtisch und abends auf das Sofa – viele Familien verbringen einen Großteil ihres Tages sitzend. Ist der Alltag von Erwachsenen von online-shopping, Autowaschanlage oder TV-Fernbedienung geprägt, sieht es bei den Kindern oft nicht wesentlich anders aus: Ein Grundschulkind in Deutschland verharrt durchschnittlich neun Stunden pro Tag in Sitzposition – Tendenz mit jedem Lebensjahr steigend! Fernsehen, Computerspiele und Social Media, all das sind beliebte Freizeitbeschäftigungen von Kindern – und eben sitzende Beschäftigungen. Denn Sitzen gilt als Ko-Aktivität, bei der eine andere Zieltätigkeit im Vordergrund steht wie z.B. die Hausaufgaben, Lesen oder Telefonieren.

Folgen des Sitzenden Lebensstils
Doch was ist eigentlich so ungesund am Sitzen? „Im Allgemeinen wird das Sitzen ja als etwas Positives angesehen, es ist oft wünschenswert, sich zu setzen, denn es bedeutet Ankommen und zur Ruhe kommen“ so Dr. Jens Bucksch von der Universität Bielefeld. „Das Problem ist, dass es einfach überhandgenommen hat. Mindestens die Hälfte unserer Wachzeit verbringen wir sitzend.“ Jeder Anlass wird bereitwillig zum Sitzen genutzt und die Entwicklung immer neuer Bildschirmmedien sowie vermeintliche Erleichterungen des Alltags verleiten zu einer weiteren Erhöhung des Anteils der Sitzzeiten.
Dass langes Sitzen Rückenschmerzen sowie Muskelverspannungen hervorruft, ist nichts Neues. „Doch permanente Inaktivität löst laut einer neuen Studie auch Stoffwechselstörungen, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Ebenso steigt das Risiko für einige spezifische Krebser-krankungen“ erläutert Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthoch-schule Köln (DSHS). Der Leiter des Gesundheitszentrums der DSHS mode-riert seit vielen Jahren die Sendung „sportschlau“ in der ARD und berät mit weiteren Wissenschaftlern die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) im Fachbeirat zum Thema Sitzender Lebensstil. Mehr Sport zu treiben alleine hilft nicht, so ist sich der peb-Fachbeirat einig. Der richtige Ansatz dem Sitzenden Lebensstil zu begegnen, liegt in der häufigen Unterbrechung der vielen und lang andauernden Sitzphasen sowie in der Förderung der Alltagsaktivität, so die Wissenschaftler.
Je früher Kinder an einen aktiven Lebensstil herangeführt werden, desto größer ist auch die Chance, dass sie ihn als Erwachsene beibehalten und Spaß daran haben, sich oft und viel zu bewegen. Steigender Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen verdrängt zunehmend aktive Freizeitbeschäftigungen. „Aber auch volle Stundenpläne der Kinder, bei denen es von der Schule direkt zum Klavierunterricht und danach an den Abendbrottisch geht, lassen ihnen kaum Raum für Bewegung und befördern so den Sitzenden Lebensstil“, so die peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck.

Was tun?
Es ist letztlich denkbar einfach – aber in der Umsetzung doch so herausfordernd: Sitzen unterbrechen! Als Faustregel gilt, mindestens alle 20-30 Minuten aufstehen und sich bewegen. Je mehr Bewegung wie Fahrradfahren oder Treppensteigen von Anfang an in den Alltag eingebaut wird, desto selbstverständlicher wird ein aktiver Lebensstil auch im Erwachsenenalter. Sitzzeiten im Auto könnten verringert werden, da ein Großteil der Strecken gerade einmal unter drei Kilometer beträgt. Der Weg zu Schule oder Kita, der meist überschaubar ist, kann zumeist besser mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt werden. Auf diese Weise werden Kinder von Beginn an daran gewöhnt, Wege aus eigener Kraft zurückzulegen. Dabei sollte Bewegung kein lästiges „Muss“ sein: Je größer die Selbstverständlichkeit und der Spaß, desto größer ist auch die Chance, dabei zu bleiben!
Testen Sie, ob Sie und Ihre Kinder zu viel sitzen und machen Sie den
Sitz-Check von peb. Dort erhalten Sie auch praktische Anregungen, Empfehlungen und weitere Hintergrundinformationen.

FAQs zum Sitzenden Lebensstil
Was ist ein Sitzender Lebensstil?
Zu einem Sitzenden Lebensstil gehören alle wachen Aktivitäten, die im Sitzen oder Liegen stattfinden. Dazu zählen beispielsweise die Nutzung von ÖPNV/ Auto (sog. passiver Transport), Schulunterricht, Arbeiten am Schreibtisch/ PC, Fernsehen, Computerspiele u.v.m.
Erreiche ich oder meine Kinder die Empfehlungen für körperliche Aktivität?
Ja, wenn Sie und Ihre Kinder durchschnittlich mindestens 30 min täglich moderat aktiv sind (z.B. mäßiges Radfahren). Wird dies nicht erreicht, wird dies als Bewegungsmangel oder körperliche Inaktivität bezeichnet.
Schadet zu viel Sitzen der Gesundheit?
Ja! Studien zeigen zum Beispiel Zusammenhänge zwischen zu langem und häufigem Sitzen und Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch zur Rückengesundheit. Bereits Stehen oder gemütliches Gehen wirkt sich günstig auf die Gesundheit aus!

Bewegte Wege gegen die Kälte

Besonders im Winter bietet der elterliche Fahrdienst viele Annehmlichkeiten. Aber Kinder können auch im Winter die täglichen Wege zur Kita, zur Schule oder zum Sport aus eigener Kraft bewältigen. Wege auf eigene Faust bewegt zu gestalten hilft ihnen, nach und nach mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Und: Wer sich draußen bewegt, friert weniger und ist seltener erkältet!