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Hallo Herbst!

Der Herbst hat nun meteorologisch und kalendarisch begonnen. Die Tage werden langsam wieder kürzer und die Temperaturen fallen. Auch die Zeitumstellung stellt unseren Bio-Rhythmus wieder auf eine Probe, selbst wenn wir uns über eine Stunde „mehr“ freuen dürfen. Trotzdem bietet der Herbst kulinarische und bewegende Anlässe für die ganze Familie.

Erntehelfer
Fast alle Obst- und Gemüsesorten sind das ganze Jahr im Supermarkt erhältlich. Jetzt haben Äpfel, Birnen, Pflaumen und Kürbisse Hochsaison. Besonders viel Spaß macht es, diese direkt von den Feldern und Bäumen zu pflücken! Gerade Äpfel, Birnen und Pflaumen sind noch bis Ende Oktober reif. Natürlich darf nicht der nächstbeste Apfelbaum mit einer Leiter angesteuert und leergepflückt werden. Wenn also nicht gerade ein Baum im heimischen Garten zur Verfügung steht, gibt es hervorragende Seiten im Internet, welche einem die Suche erleichtern. Beispielsweise unter Mundraub.org: Hier handelt es sich um eine kostenlose Online-Plattform, auf der eine webbasierte Karte die Standorte von Obst und Kräutern im öffentlichen Raum abbildet. Dank einer Vernetzung von über 30.000 Menschen, welche bereits die Plattform nutzen, werden Fundorte, Erfahrungen und Rezepte miteinander geteilt und ausgetauscht. Dafür organisieren sie auf mundraub.org Aktionen oder schließen sich in Gruppen zusammen. So erfahren Kinder gleichzeitig nicht nur den Spaß, Obst und Gemüse selbst zu ernten, sie lernen auch gleich etwas über die Herkunft und entwickeln eine Wertschätzung für die Früchte.

Erlebniswelt Natur
Wenn die Eltern mit ihren Kindern ohnehin schon eine Obstpflück-Aktion geplant haben, kann diese doch gleich zu einer Fahrradtour oder einem Tagesausflug mit Wanderung am Wochenende ausgedehnt werden. Die Standorte der Obstbäume sind dank sorgfältiger Recherche ja bekannt, jetzt gilt es noch, diese in der Natur zu finden. „Geocaching“ oder „GPS-Schnitzeljagd“ hat schon viele in ihren Bann gezogen. Hier geht es darum, mittels GPS-Daten einen „Schatz“ zu finden. Wie wäre es mit einem saftigen goldgelben Apfel als Schatz? Ganz nach dem Vorbild des „Geocaching“, können die Eltern die Pflückaktion in eine Schatzsuche verwandeln, indem sie verschiedene Obstbäume in der Umgebung auf einer Landkarte einzeichnen und sich dann gemeinsam mit ihren Kindern an einem sonnigen Herbsttag auf die Suche machen. Dafür benötigt man nicht unbedingt ein GPS-Gerät. Wer weiß, vielleicht winkt ja auch die Aussicht auf einen leckeren Obstkuchen, wenn alle eingezeichneten Bäume gefunden wurden!

Couchpotatoes aufgepasst!
Jetzt, wo die Tage wieder kürzer werden, verleitet die frühe Dunkelheit zur Gemütlichkeit. Die Sitzzeiten vor dem Fernseher oder der Spielekonsole einiger Kinder erhöhen sich so ebenfalls. Hier gilt jedoch: Weniger (Medienzeit) ist mehr (Zeit zum bewegten Spielen)! Hierfür hat peb sogenannte Mediennutzungsverträge zwischen Eltern und Kindern entwickelt. Mithilfe der „Verträge“ können Eltern und Kinder Regeln über die Nutzung von Bildschirmmedien und Einhaltung von Bewegungszeiten zum Ausgleich vereinbaren.
Die „Mediennutzungsverträge“ und weitere Informationen zum Sitzenden Lebensstil finden Sie hier:
http://www.pebonline.de/359.html

Die Ferienzeit ist vorbei – Strukturen geben Halt im neuen Schulalltag

Nach sechs Wochen Ferien heißt es im neuen Schuljahr wieder „die Schulbank drücken“ statt den ganzen Tag spielen zu können

Die Ferien sind zu Ende. Das bedeutet für alle Schulkinder, dass sie sich wieder in einen Alltag mit geregelten Schulstunden, Hausaufgaben und frühem Aufstehen einfinden müssen. War der Tagesablauf der vergangenen sechs Wochen geprägt von bewegten Freizeitaktivitäten, muss nun im Unterricht wieder aufgepasst und längere Zeit am Stück stillgesessen werden. Der Tag erfordert wieder mehr Disziplin und Konzentration. Nach einem langen Schultag brauchen Kinder erst ein-mal eine Pause, in der sie vom Schultag abschalten können. Bewegung und von ihrem Tag erzählen zu können, hilft ihnen dabei. „Bewegung ist der natürliche Zustand des Kindes. Täglich mindestens eine Stunde draußen spielen, ist genauso wichtig wie Hausaufgaben machen! Bewegungszeiten sollten im Tagesablauf ebenso ihren festen Platz finden wie Essen und Trinken.“ so Prof. Dr. Klaus Bös vom Institut für Sport und Sportwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Mitglied des Fachbeirats der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb). Nach einer Pause fällt es dann auch viel leichter an die Hausaufgaben zu gehen. Und auch dabei gilt die Faustregel: alle 20 Minu-ten aufstehen und sich eine Weile bewegen. Das fördert nicht nur die Konzentration, sondern wirkt einem Sitzenden Lebensstil entgegen.

Strukturen geben Halt im vollen Schultag
Ein gut strukturierter Tagesablauf mit festen Zeiten hilft einem Kind, sich in der neuen Situation des straffen Schultages zurecht zu finden und Überforderung vorzubeugen. Ein großer Stundenplan, in dem neben den Schulstunden auch Spiel- und Entspannungszeiten eingetragen werden, hilft einem Kind, den Tag zu gliedern und den Überblick zu behalten. Um der Hektik am Morgen vorzubeugen, sollte der Schulranzen immer schon am Abend vorbereitet werden.

Guter Start in den Tag
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres bleibt auch morgens wieder weniger Zeit. Boten die Ferien die Möglichkeit, morgens ausgiebig zu frühstücken, bleibt in vielen Familien in der morgendlichen Hektik dafür oft kein Platz mehr. Besonders das Frühstück ist jedoch wichtig, um die Energiespeicher aufzufüllen. Fällt es weg, hat das Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und führt zu Müdigkeit und Unkonzentriertheit. Kein guter Start in den Tag! Besser ist es, den Wecker etwas früher zu stellen und genügend Zeit für ein gemeinsames Frühstück einzuplanen. Auch wenn ein Kind morgens noch nichts runter bekommt, sollte es zumindest ein Glas Milch oder Kakao trinken. Ein zweites Frühstück kann dann in der Unterrichtspause nachgeholt werden. Eine liebevoll gefüllte Brotdose hilft, das Frühstück für das Kind interessant zu machen. Verschiedene Brotsorten und Beläge bringen Vielfalt in die Frühstückspause. Salatblätter auf dem Brot, Gemüsesticks oder Obst sorgen für noch mehr Abwechslung. Eine stabile Brotdose stellt sicher, dass nichts im Ranzen zerquetscht wird. Wichtig ist auch ein Getränk. Beispielsweise benötigen zehnjährige Kinder am Tag etwa einen Liter Flüssigkeit, mit jedem Alter und bei viel Bewegung wird es mehr. Daher sollte immer auch an eine Flasche mit Wasser oder Fruchtschorle gedacht werden.

Schulzeit = Sitzzeit? Macht den peb-Sitzcheck!

Spätestens im September enden für viele Kinder und Jugendliche die Sommerferien und es heißt wieder „ab in die Schule!“. Die ersten Wochen des neuen Schuljahres sind geprägt von vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen. Eines haben jedoch fast alle Schüler gemeinsam, die in ein neues Schuljahr starten: Je älter sie werden und je höhere Klassen sie besuchen, desto höher wird auch der Anspruch an ihre schulischen Leistungen. Die Hausaufgaben sind auf einmal nicht mehr in einer halben Stunde erledigt. Daher gilt sowohl für Zuhause als auch für den Schulunterricht: Mit dem Ferienende dominieren sitzende Beschäftigungen wieder den Alltag.

Wo über die Ferien hinweg Raum für Spiel und Spaß war, muss nun einen Großteil des Tages wieder still gesessen und gelernt werden. Auch die Frei-zeit verbringen viele Kinder und Jugendliche zunehmend im Sitzen, ob beim Chillen mit Freunden oder bei der Nutzung von Bildschirmmedien. Studien zeigen, dass die meisten Jugendlichen etwa neun Stunden täglich im Sitzen verbringen, das sind rund 70 Prozent der wachen Zeit des Tages. Dieser Sitzende Lebensstil vieler Kinder und Jugendlicher kann schwerwiegende Fol-gen nach sich ziehen: Das Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme und Energieverbrauch kann schon im Kindes- und Jugendalter zu einem erhöhten Risiko für Übergewicht, Herzkreislauferkrankungen und Diabetes führen. Auch eine verringerte Knochendichte, eine niedrige körperliche und intellektuelle Leistungsfähigkeit sowie eine aggressive Verhaltensweise können mit einem Sitzenden Lebensstil einhergehen. Dem Sitzenden Lebens-stil und seinen Folgen kann aber bereits mit wenig Aufwand entgegengewirkt werden. Dazu gibt z.B. der Sitz-Check von peb praktische Anregungen und Empfehlungen.

Mit dem Sitz-Check hat die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) ein Tool entwickelt, das Familien für die Risiken des Sitzenden Lebensstils sensibilisiert und Ihnen wertvolle Tipps gibt, wie man mehr Bewegung in den Alltag bringen kann. Eltern und Kinder können damit ihr Wissen zum Sitzenden Lebensstil und ihre eigenen Sitzgewohnheiten hinterfragen. Nach fünf Minuten erhalten alle Interessierten eine Einschätzung ihres Sitz-Typs und entsprechende Empfehlungen für einen Alltag in Bewegung.

Hier geht´s zum Sitz-Check:  http://www.pebonline.de/projekte/sitzender-lebensstil/sitz-check/

 

 

Kulinarische Reise: Geschmacksvielfalt, die es zu entdecken gilt!

In fast allen Bundesländern haben die Sommerferien begonnen. Zeit die Koffer zu packen und in der Ferne dem Alltagstrott zu entfliehen – und Zeit, kulinarisches Neuland zu erkunden! Für Kinder wie Erwachsene ist dies eine gute Gelegenheit verschiedene bisher unbekannte Gerichte und Lebensmittel aus dem Urlaubsland zu probieren. Auf diese genussvolle Weise kann ein ausgewogenes Ernährungsverhalten und damit auch eine spätere ausgewogene Lebensweise des Kindes gefördert werden. Denn was im Urlaub geschmeckt hat, kann auch den Speiseplan im Alltag bereichern und so eine abwechslungsreiche Ernährung unterstützen. Und wenn Kinder schon früh eine große Palette an Aromen kennen und mögen, sind sie auch später unbekannten Speisen gegenüber aufgeschlossener und bedienen sich einer größeren Auswahl an Lebensmitteln.

Ab in die Sonne!
Ganz hoch im Kurs stehen bei den Deutschen immer noch südliche Länder, wie Italien oder Frankreich. Gerade die Mittelmeerküche bietet eine breite Palette an leckerem Gemüse und Obst und auch in Skandinavien ste-hen häufig guter Fisch und frische Beeren auf dem Tisch. Natürlich gehört zum Urlaub auch immer wieder eine Pause mit einem Eis oder einem landestypischen Stück Gebäck. Doch nicht immer muss auf diese süßen Nach-mittagssnacks zurückgegriffen werden. Auch verschiedene Obstsorten sind in den Herkunftsländern aromatischer und saftiger und können als süße Zwischenmahlzeit dienen.

Auf den Geschmack gekommen
Ob Ferienhaus, Hotel oder Zelt – eine andere Umgebung, in der vieles an-ders ist als zuhause, lässt Kinder aufgeschlossen gegenüber Neuem sein. Ein idealer Anlass, um Kindern, die in ihrer Essenswahl oft einseitig sind, neue Gerichte und Lebensmittel schmackhaft zu machen: Nirgendwo sind Tomaten so saftig oder Orangen so süß wie in südlichen Ländern, nirgendwo kracht das Knäckebrot so schön laut wie in Skandinavien! Und welche Freu-de macht es Kindern, im Urlaub am Lagerfeuer Fische zu braten oder Stock-brot in die Glut zu halten! Wenn sich die ganze Familie dann zusammen auf die „kulinarische Reise“ begibt, und sich vielleicht noch über Herkunft der einzelnen Lebensmittel austauscht, bleibt bestimmt kein Kind außen vor!
Doch auch wer zu Hause bleibt, muss auf eine kulinarische Reise nicht ver-zichten: Nutzen Sie die Muße der Ferien, um sich zu Hause mit Ihrem Kind auf Entdeckungsreise nach geschmacklichen Neuheiten zu begeben.

Auch im Urlaub auf die Tagesstruktur achten
Im Urlaub verschiebt sich oft die Tagesroutine. Die Schlafenszeiten sind verschoben und Ausflüge und Aktivitäten stehen im Vordergrund der Tagesplanung. Die Hitze in einigen Ländern hat zudem oftmals zur Folge, dass Kinder und Eltern weniger Hunger haben. Trotzdem sollte darauf geachtet werden, regelmäßige Zeiten für Essen und Entspannung einzuhalten, die sich natürlich von denen Zuhause unterscheiden dürfen. Damit geben Sie dem Tag Struktur und helfen dem Kind, sich in der ungewohnten Umgebung wohlzufühlen.

Was kommt in die Schultüte?

Am ersten Schultag dürfen Erstklässler sie endlich bis tief unten ausräumen: die Schultüte. Doch wie gelingt Eltern die richtige Mischung aus Süßigkeiten und praktischen Dingen?

Mit der Einschulung beginnt für viele Kinder die Zeit des Sitzens. Für einen bewegten Schulstart sind deshalb Geschenke, die Kinder zumindest in den Pausen zum Toben und Spielen animieren, zu empfehlen. Das können beispielsweise ein Springseil, Gummitwist oder Straßenmalkreide sein, mit der Kinder Hüpfkästchen aufmalen können. Auch eine schöne Brotbox oder eine Trinkflasche kommen bei den Kindern gut an und sind Geschenke von Dauer.

Mit der Einschulung beginnt für Kinder eine aufregende Zeit. Schön sind deshalb auch Überraschungen, bei denen die ganze Familie zusammenkommt. Das gibt Kindern für den neuen, aufregenden Lebensabschnitt Sicherheit. In die Schultüte passen deshalb Gutscheine für eine gemeinsame Fahrradtour, Zoo- oder Schwimmbadbesuch. Praktisch, um sich an den neuen Tagesrhythmus zu gewöhnen, sind auch ein erster eigener Wecker oder eine Uhr.

Ganz zuckerfrei muss die Schultüte aber nicht bleiben: Kleine Naschereine gehören dazu und füllen gut den Boden. Schließlich soll die Schultüte ja den ersten Schultag versüßen!

(aus unserem dpa-Interview)

Balkonien statt Balearen! Wie der Familienurlaub auch zu Hause für Groß und Klein zum Erlebnis wird

Die Ferienzeit geht bald los! Manche Familien zieht es in die Ferne, andere bleiben gerne auch mal zu Hause in den eigenen vier Wänden. Um der häuslichen Routine trotzdem zu entgehen, können Eltern mit ihren Kindern Neues ausprobieren und das gewohnte Umfeld mal so richtig auf den Kopf stellen. So wird dem Fernweh erst gar keine Chance gegeben. Der Besuch von Museen, Spielplätzen, Badeseen oder einfach eine Schnitzeljagd im Park oder im Wald, mit anschließendem Picknick sind einige von vielen verschiedenen Möglichkeiten. Im Vordergrund sollten dabei immer Entspannung und Genuss stehen. Denn im Urlaub geht es doch darum, dass die ganze Familie Zeit füreinander und gemeinsam Spaß hat!

Spannt die Zelte!
Eltern können für die richtige Urlaubsstimmung sorgen, indem sie sich schon im Vorfeld mit ihren Kindern Gedanken machen, was die Familie gemeinsam in der freien Zeit unternehmen kann und wie jeder auf seine Kosten kommt. Damit die Kinder sich also nicht schon nach den ersten Ferientagen daheim langweilen, können Ausflüge geplant werden – die vielleicht auch mal länger als einen Tag dauern. Campen liegt beispielsweise ganz groß im Trend. Viele verschiedene Orte können in kurzer Zeit bereist werden, das Hotel ist jederzeit in der Tasche dabei. Dafür müssen Familien nicht einmal in die Ferne schweifen, wenn ein Zeltplatz oder sogar ein eigener Garten zur Verfügung stehen. Für größere Kinder ist es ein tolles Erlebnis im Garten zu zelten. Eine Fahrradtour zu einem Zeltplatz nicht weit von zu Hause, ist schon ein kleiner Aktivurlaub. Zusätzlich zu einer Kühlbox voll mit frischem und leckerem Proviant für ein paar Tage, sorgen andere Utensilien wie beispielsweise ein Volleyball oder ein Badminton-Set für gute Urlaubsunterhaltung. So kann die ganze Familie in der Natur durchatmen, relaxen und Spaß haben. Für alle, die zuhause bleiben, haben wir ein tolles Familienspiel, das Bewegung in die Woche bringt: Unter http://www.familienaufstand.de treten Eltern gegen Kinder an und bringen Schwung in den Alltag! Also, Aufstehen und auf die Füße, fertig, los!

Spanisch oder mexikanisch?
Auch beim Essen kann man in Urlaubsstimmungkommen und das Beste daran: Man muss nicht in ferne Länder reisen, um neue Dinge zu probieren. Spannend wird es für die Kinder, wenn jeder Tag unter einem anderen Motto steht. Der Montag beispielsweise kann mit einem traditionellen englischen Frühstück gestartet werden. Haferflocken in Milch oder Wasser gekocht, mit etwas Zimt und Erdbeeren serviert und fertig ist der „Porridge“. Am nächsten Tag dürfen sich die Kinder zum Mittag-oder Abendessen dann wieder auf ein neues Land freuen. Eine Paella, das Nationalgericht der spanischen Region Valencia, verwandelt den heimischen Esstisch mit ein wenig spanischer Hintergrundmusik und passender Dekoration ruckzuck zu einem mediterranen Restaurant. Ferienzeit ist eine Zeit der Neuentdeckungen: Das gilt auch für Lebensmittel, die sonst vielleicht nicht ihren festen Platz im Speiseplan haben. Welches Kind würde nicht neugierig werden, wenn es den Namen „Drachenfrucht“ hört und die dazugehörige pinke Schale sieht! Auch verschiedene Gewürze und Kräuter können den Kindern fremde Länder durch Geschmacksproben näher bringen: Asiatische Reisgerichte mit Curry, nordafrikanischer Couscous-Salat mit Minze oder mexikanische Tortilla mit Avocado. Also ran an exotische Gerichte, um den Gaumen auf eine Expedition in fremde Länder zu entführen.

Tipps zum gesunden Schulstart

Mit der Einschulung beginnt für viele Kinder eine aufregende und neue Zeit – aber auch eine Zeit in der sie mehr sitzen müssen. Die Übergewichtsentwicklung von Kindern steigt mit dem Übergang vom Kindergarten in die Schule sprunghaft an. Dies zeigt auch die „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS) des Robert Koch-Instituts. So liegt laut einer  neuen Auswertung die Zunahme des Anteils an übergewichtigen Kindern in Deutschland insbesondere um das Alter von 7,2 Jahren. Mutmaßlich ist dies der Umstellung des Tagesablaufes der Schulanfänger geschuldet. Daher ist ein verlässlicher und strukturierter Tagesablauf mit regelmäßigen und ausgewogenen Mahlzeiten sowie mindestens einer Stunde intensiver Bewegung entscheidend für die Vorbeugung von Übergewicht und damit für die gesundheitliche Entwicklung der Kinder.

Was kommt in die Schultüte?
Der erste Schultag ist ein besonderer Tag und die Schultüte soll diesen auch sicherlich versüßen!  Aber Vorsicht – der Inhalt muss nicht nur aus Naschereien bestehen. Die ABC-Schützen freuen sich auch über kleine Geschenke, die nicht essbar sind.  In Hinblick auf die langen Sitzzeiten kommen z.B.  kleine Bewegungsspiele für die Hofpause besonders gut an: Gummitwist, Springseil oder Straßenmalkreise versprechen eine bewegte Hofpause und machen Groß und Klein viel Spaß! Schöne Alternativen für die Schultüte  sind auch eine schöne Trinkflasche oder Brotbox für den Pausenproviant.

Frühstück – die schönste aller Mahlzeiten
Ein gemeinsames Frühstück schweißt nicht nur die Familie zusammen und hilft ausgeruht in den Tag zu starten, es dient auch dazu, die über Nacht geleerten Energiespeicher wieder aufzufüllen. Zudem belegen Studien, dass die geistige Leistungsfähigkeit steigt und das Risiko für Übergewicht gemindert wird, wenn Kinder morgens regelmäßig und ausgewogen frühstücken. Sofern die Kinder morgens noch keinen Appetit haben, kann eine Kleinigkeit Zuhause und ein zweites Frühstück in der Schule die geeignete Lösung sein: Ein belegtes Brot, etwas Rohkost oder Obst sowie ein Getränk liefern nicht nur neue Energie sondern schmecken auch gut. In einer stabilen Brotbox verpackt sieht das Pausenbrot auch noch nach ein paar Schulstunden appetitlich aus. Doch auch ihr Mittagessen und Abendessen sowie zwei kleine Zwischenmahlzeiten sollten Kinder regelmäßig bekommen. „Dies fördert ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit und verringert gleichzeitig die Gefahr von Übergewicht“ so Prof. Berthold Koletzko von der Ludwig-Maximilians-Universität München und Vorstandsmitglied der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb).

Wer rastet, der rostet – Bewegungszeiten für Kinder sind wichtig
Kinder haben den natürlichen Drang sich zu bewegen und dem sollten sie auch nachkommen dürfen. „Täglich mindestens eine Stunde draußen spielen ist genauso wichtig wie Hausaufgaben machen“ rät Prof. Klaus Bös vom Institut für Sport und Sportwissenschaft KIT Karlsruhe und Mitglied im Expertenbeirat von peb. Durch die Bewegung können Kinder den Stress abbauen und tragen ein deutlich geringeres Risiko übergewichtig zu werden. Bereits auf dem Schulweg kann man dem Bewegungsmangel bei Kindern vorbeugen. Nichts weckt morgens besser die Lebensgeister als den Weg zur Schule gemeinsam zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen.

 

Familienaufstand! Alles zählt nur Sitzen nicht

Unter www.familienaufstand.de werden Familien ab sofort spielerisch motiviert, aufzustehen und sich mehr zu bewegen. „Familienaufstand!“ wurde gemeinsam durch die Arbeitsgruppe 4 Prävention und Gesundheitsförderung der Fakultät für Gesundheitswissenschaft an der Universität Bielefeld und die Plattform Ernährung und Bewegung entwickelt und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Im ersten Schritt werden die Familien angeregt sich bewusst damit auseinander zu setzen, wie es um das Aufstehen und Sitzen im Alltag bestellt ist. Daraufhin werden Aufsteh- und Bewegungsziele vereinbart. Alle Familienmitglieder sammeln „Zeitpunkte“ für Sitzunterbrechungen und Bewegung. Die Inhalte für den „Familienaufstand!“ wurden auf der Grundlage einer systematischen Auswertung der Forschungsergebnisse zu Interventionen zum Sitzenden Lebensstil im Setting Familie und eigener qualitativer Untersuchungen entwickelt. „Familienaufstand!“ fördert spielerisch einen Familienalltag, in dem weniger gesessen und sich mehr bewegt wird. Denn dem Sitzenden Lebensstil sollte möglichst früh entgegengewirkt werden, da ein bereits im Kindesalter „erlernter“ Sitzender Lebensstil mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Erwachsenenalter beibehalten wird. Dies erhöht neben weiteren Faktoren, wie Fehlernährung, fehlende sportliche Aktivität und Schlafmangel, das Risiko für u. a. Diabetes Typ 2, Übergewicht und Herz-Kreislauf- sowie Stoffwechselerkrankungen. Selbst Sport kann die gesundheitlichen Risiken eines Sitzenden Lebensstils nicht vollständig ausgleichen. Daher ist es wichtig, lange Sitzzeiten durch Aufstehen und durch Bewegung zu unterbrechen und zu reduzieren. „Familienaufstand!“ wirkt dem Sitzenden Lebensstil in einer für Deutschland bisher einzigartigen Weise entgegen und soll in der kommenden Monaten verbreitet und weiterentwickelt werden.

Unter www.familienaufstand.de ist das Spiel im Internet verfügbar. Neben dem zugehörigen Download der Spielmaterialien gibt es auf dieser Seite auch viele weitere Informationen und Tipps rund um die Themen Aufstehen und Bewegung.

Familienaufstand

Aufstehen, der Frühling beginnt!

Stück für Stück werden die Tage länger und die Temperaturen klettern über den Gefrierpunkt. Bald können wir wieder im T-Shirt draußen toben und barfuß über Wiesen rennen. Bewegung an hellen Tagen macht nicht nur Spaß, sondern beugt zugleich der Frühjahrmüdigkeit vor. Unter Einfluss von Licht werden die in den dunklen Wintermonaten geleerten Speicher für das „Gute-Laune-Hormon“ Serotonin wieder aufgefüllt. „Deshalb sollten wir uns im Übergang vom Winter zum Frühling besonders oft im Freien aufhalten“, rät Dr. Andrea Lambeck, Geschäftsführerin der Plattform Ernährung und Bewegung (peb). Außerdem wirkt Bewegung an der frischen Luft dem Sitzenden Lebensstil entgegen. Die HELENA-Studie zeigt, dass Jugendliche in Europa insgesamt zu viel sitzen: im Durchschnitt ca. 9 Stunden pro Tag, d.h. 70 Prozent ihrer Wachzeit. „Der Energieverbrauch beim Sitzen ist fast so niedrig wie der Energieverbrauch beim Schlafen. Neben allgemeiner Inaktivität bilden lange Sitzzeiten ein zusätzliches Risiko für die Entwicklung von Übergewicht. Umgekehrt schützt ein aktiver Lebensstil mit ausreichend Bewegung die Gesundheit“, erklärt Sportwissenschaftler und peb-Vorstandsmitglied Prof. Gerhard Huber.

Aufgestanden und raus da!

Die Schule ist vorbei und es ist trotzdem noch hell? Da blitzt sogar ein blauer Himmel unter der Wolkendecke hervor? Wunderbar! Jetzt können die Schüler die langen Klassenzimmer-Sitzzeiten im Park, auf dem Spiel- oder Sportplatz ausgleichen. Natürlich bietet das Wochenende auch tolle Gelegenheiten für ausgedehnte Spaziergänge oder kleine Wanderungen in der Natur, die nach und nach zu blühen beginnt. Auch Radtouren sorgen für mehr Schwung und Elan. Also anstatt mit dem Eltern-Taxi oder Bus zu Kita und Schule, rauf aufs Rad!

Bildschirmzeiten ok, aber in Maßen!

Die Jahreszeit zwischen Winter und Sommer ist oft unbeständig. Wenn es draußen mal regnet und stürmt muss man nicht gegen seine Bedürfnisse ankämpfen und um jeden Preis nach draußen gehen. Aber aufgepasst: Im Innenraum gehören sitzende Beschäftigungen wie Fernsehen, Computerspiele und Social Media zu den Lieblingsbeschäftigungen von Kindern und Jugendlichen. In Maßen ist das auch unproblematisch und mit der Auswahl der richtigen Sendungen kann es sogar lehrreich sein. Insgesamt sollten Kinder und Jugendliche aber pro Tag nicht länger als ein bis zwei Stunden vor dem Bildschirm verbringen. Kinder unter zwei Jahren sollten überhaupt keine Bildschirmmedien konsumieren. Um die Bildschirmzeiten zu reduzieren, hilft es den Fernseher und Computer aus den Kinderzimmern zu entfernen. Erfolgsversprechend sei es auch, zeitliche Begrenzungen festzulegen. „Damit die jungen Menschen in einen eigenverantwortlichen Umgang mit Medien hineinwachsen, ist es ratsam, sie innerhalb der gesetzten Grenzen selbst über ihre Medienzeiten entscheiden zu lassen“, sagt Dr. Andrea Lambeck.1982_32a

peb-Adventskalender: 24. Dezember

Genussvolle Weihnachten
An Weihnachten geht es vor allem um den Genuss und die Freude, mit allen zusammen zu feiern. Ausschlafen, gemütlich frühstücken – an diesem Tag sollte nichts ein „Muss“, ob beim Essen oder der Bewegung sein. So sollte die ganze Familie diesen Tag zur Entspannung nutzen, um den Stress der vergangenen Tage von sich abfallen zu lassen. Denn dafür sind die Feiertage ja da, zum Genießen und Entspannen!

Fröhliche Weihnachten!

Foto: i-vista / pixelio.de