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Gute Nacht! Gesunder Kinderschlaf in kurzen Nächten

Am 21. Juni , ausgerechnet am längsten Tag des Jahres, nämlich der Sommersonnenwende, war der „Tag des Schlafes“. Jeder kennt das: Nur wer ausgeschlafen ist, fühlt sich am nächsten Tag fit und hat Freude an Bewegung und Aktivität. Dies ist bei Kindern nicht anders als bei Erwachsenen. Doch besonders in den kurzen Sommernächten fällt es manch einem Kind schwer, bei so viel Helligkeit die Augen zu schließen und in den Schlaf zu kommen, denn Licht gibt dem Körper das Signal: „Bleib wach“ oder „Wach auf!“. Deshalb sind angemessene Umgebungsfaktoren, wie ein dunkler, ruhiger Schlafraum während dieser Jahreszeit besonders wichtig. Aber nicht nur die Helligkeit, sondern auch der gesamte Tagesrhythmus haben entscheidenden Einfluss auf das Schlafverhalten von Kindern.

Strukturierter Tag = gesunder Schlaf
Viele Kinder schlafen unregelmäßig und zu wenig. Tagesabläufe sollten jedoch so gestaltet sein, dass sie verlässliche Zeiten zum Essen, Bewegen und Schlafen bieten. Denn Routinen im Familienalltag geben Kindern Orientierung und unterstützen einen erholsamen Schlaf. Dazu gehören unbedingt auch regelmäßige Mahlzeiten im Kreis der Familie. Ein gemeinsames Abendessen gibt Kindern zudem die Möglichkeit, in Ruhe den Tag mit den Eltern zu besprechen und ihn genussvoll ausklingen zu lassen.

Besonders sinnvoll sind regelmäßige und konsequent eingehaltene Schlafzeiten – die jedoch entsprechend den Jahres- und Ferienzeiten variiert werden können. Dabei sollten Kinder möglichst immer im selben Bett schlafen. Außerdem helfen Einschlafrituale, wie das Vorlesen von Geschichten oder ein gemeinsames Gutenachtlied besonders den kleinen Kindern zur Ruhe und in den Schlaf zu kommen. Fernsehen oder Computerspiele sind vor dem Einschlafen nicht zu empfehlen und gehören schon gar nicht ins Kinderzimmer!

Bewegt ins Reich der Träume
Wenn sich Kinder tagsüber zu wenig bewegen, verspüren sie abends keine Müdigkeit. Viel Aktivität an frischer Luft hingegen macht zum Abend müde und fördert damit den gesunden Schlaf: Fahrradtouren, Schwimmbadbesuche oder einfach viel Zeit auf dem Spielplatz machen Spaß und lassen Kinder am Abend bestimmt müde ins Bett fallen. So kommen die Kinder zu ausreichend Schlaf und fühlen sich durch viel Bewegung auch insgesamt ausgeglichener.

Schlaf und Übergewicht
Kinder mit kurzer Schlafdauer haben ein erhöhtes Risiko für Übergewicht. „Insbesondere in der Kindheit beeinflusst Schlaf die Entwicklung, Gesundheit, Wohlbefinden und nicht zuletzt das Gewicht“, erklärt Dr. Andrea Lambeck, Geschäftsführerin der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb).

„Die Bedeutung des Schlafes wird leider noch immer unterschätzt. Für ein gesundes Aufwachsen sollten Eltern bei ihren Kindern auch auf die Einhaltung einer frühzeitigen Nachtruhe und ausreichenden Schlaf achten“ so Dr. Annette Buyken vom Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund.

Väter und Bewegung

Der bewegte Mann – Väter als Bewegungsförderer

Damit sich Kinder gesund entwickeln, müssen sie spielen, toben – und sich manchmal auch blaue Flecken holen.

Berlin, Mai 2014 – Der Vatertag, eigentlich als Feiertag „Christi Himmelfahrt“ bekannt, ist als Pendant zum Muttertag eingeführt, um auch die Väter zu ehren. Ein guter Anlass, sich nicht über den zweifelhaften Ruf feucht-fröhlicher Männerausflüge, sondern einmal über die Bedeutung von Vätern für ihre Kinder bewusst zu werden. Zumindest in einem Punkt liegen sie ganz weit vorne: Während so manche Mutter am liebsten jedes Gefahrenmoment für ihr Kind ausschaltet, zeigen sich die Väter oft als Bewegungsförderer, die ihre Kinder auch motivieren Herausforderungen anzunehmen – und das mit Erfolg!

Auf ins Abenteuer!
Mütter und Väter setzen unterschiedliche Schwerpunkte bei der Erziehung ihrer Kinder – und gerade deswegen sind beide unverzichtbar für die Erziehung! Mit der „peb-Studie Junge Eltern“ untersuchte die Plattform Ernährung und Bewegung die Einflussfaktoren auf die Gesundheit junger Familien in der frühen Phase der Kindheit und beleuchtete dabei u.a. auch die unterschiedlichen Rollen von Vätern und Müttern. Dabei wurde deutlich: Es sind vor allem die Väter, die ihre Kinder zu Bewegung und Sport aktivieren. Die Umfrage von 330 Eltern und ihren Kindern zeigte, dass insbesondere die Sorge der Mütter vor bewegungsbedingten Verletzungen stärker ausgeprägt ist als bei den Vätern. So sind Mütter eher geneigt, die Kinder in ihrem Bewegungsdrang einzugrenzen, während Väter öfter risikofreudiger sind und daher eine besondere Funktion für die Bewegungsentwicklung ihrer Kinder haben. Natürlich sollte immer abgewogen werden, ob für das Kind wirkliche Gefahr besteht – aber dennoch nicht aus den Augen gelassen werden, dass viel und vielfältige Bewegung nachweislich für mehr Bewegungssicherheit sorgt – ein großer Vorteil, um Unfälle zu vermeiden!

Kinder brauchen Zeit mit ihren Vätern
Laut LBS Kinderbarometer 2012 wünschen sich Kinder am meisten von ihren Vätern mehr Zeit – am liebsten zum gemeinsamen Spielen, Sport treiben oder Kochen! In den Interviews der peb-Studie bestätigen die Väter, dass sie ihr Kind oft ermuntern, beim Spielen im Freien (wie Klettern oder Springen) mutig zu sein und sich mehr zuzutrauen. Knapp die Hälfte der Väter gab zudem an, dass sie auch gerne Spiele spielen, bei denen es auch einmal wilder zugehen darf, wie z.B. beim Fußball oder Raufen. Und das ist wichtig, denn Kinder lernen auf diese Weise Herausforderungen anzunehmen und Situationen richtig einzuschätzen. Sie gewinnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, lernen sich selbst und den eigenen Körper besser kennen und erwerben ganz nebenbei motorische, kognitive und soziale Fähigkeiten.

Leinen los!
Doch Bewegung impliziert Loslassen und Fortbewegung, also eine Lockerung der Bindung, die jedoch oftmals gefürchtet wird, denn ein Kind, das sich frei bewegt, wird schneller selbstständig. Bewegungsförderung von Kindern bedeutet also vor allem auch Nachhilfe für Eltern in Sachen Abwägen zwischen Sicherheitsdenken und Lerngelegenheit. In diesem Punkt scheinen die Väter einen Schritt voraus zu sein.

Trotz Zeitumstellung: Immer schön im Rhythmus bleiben!

Foto: Alexandra H.  / pixelio.de Aufwachsen braucht einen festen Tagesablauf: Ernährung, Bewegung und Entspannung – alles zu seiner Zeit

Berlin,  März 2014 – Jedes Jahr auf‘s Neue: Diesmal in der Nacht vom 29. März auf den 30. März werden die Uhren um eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt und manch einem fällt es an den Tagen darauf noch schwerer, aus dem Bett zu kommen. In der Tat erleben viele Menschen jede Zeitumstellung wie eine Art Mini-Jetlag und leiden an Müdigkeit und Schlafstörungen. Nach ein paar Tagen haben sich die meisten jedoch an die neue Zeit gewöhnt. Auch wenn es nur eine Stunde ist, hat die Umstellung doch Auswirkungen auf das Wohlbefinden. Das ist ein guter Anlass, sich einmal grundsätzlich mit dem Tagesrhythmus der Familie, also mit Zeiten für Schlaf, Essen & Trinken sowie Sport & Bewegung auseinanderzusetzen

Struktur und Regeln für einen gesunden Tagesablauf Besonders für Kinder haben feste Strukturen im Tagesablauf große Bedeutung für ein gesundes Aufwachsen. Doch der moderne Lebensstil von Kindern und Familien ist viel zu häufig durch die Unregelmäßigkeit von Ernährung, Bewegung und Entspannung geprägt. Wie die peb-Studie Junge Eltern der Plattform Ernährung und Bewegung aufzeigt, machen Eltern ihren Kindern oft nur wenige Vorgaben und setzen zu selten konsequent Grenzen. In der Folge gibt es in vielen Familien kaum noch feste Zeiten für gemeinsame Mahlzeiten (jeder isst wenn er vemeintlich Hunger hat) und gemeinsame Zeiten für Bewegung und Entspannung kommen zu kurz. „Tagesabläufe sollten so gestaltet sein, dass sie verlässliche Zeiten zum Essen, Entspannen und Bewegen bieten. Dabei kann jede Familie einen eigenen Tagesrhythmus entwickeln, aber dieser sollte konstant sein,“ so die peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck. Manchmal bedarf es für Routinen auch ein wenig Planung: Ein gemeinsames Frühstück bietet für die ganze Familie einen guten Start in den Tag, auch wenn unter der Woche oft wenig Zeit ist. Wer z.B. schon am Vorabend den Tisch deckt, spart am nächsten Morgen wichtige Zeit.

Alles im Gleichgewicht Ein unregelmäßiger Tagesablauf ist nicht zuletzt auch ein Risikofaktor übergewichtig zu werden. Erlebt ein Kind keine gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie, so lernt es kaum, in Maßen zu essen und ist eher geneigt, ständig zwischendurch zu „snacken“. Statt Bewegungszeiten, in denen Kinder sich, mit oder ohne ihre Eltern, austoben, werden Kinder viel zu oft mit Medienkonsum ruhig gestellt. Und auch der Schlafmangel als Risikofaktor für die Entwicklung von Übergewicht wird unterschätzt. Einmal länger ausschlafen am Wochenende, eine Stunde Schulsport in der Woche oder ein Apfel zum Frühstück reichen als einzelne Maßnahmen für einen gesunden Lebensstil nicht aus. Da Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vielfältige Ursachen hat, sollten alle Maßnahmen im Tagesablauf ineinander greifen: Ernährung, Bewegung sowie Schlaf und Entspannung – alles zu seiner Zeit. Eltern können dies fördern, indem sie feste Regeln und Routinen im Alltag setzen und diese auch selber leben – denn nichts ist so überzeugend wie gute Vorbilder.

Hier finden Sie unseren peb-Flyer zum gesunden Tagesablauf zum kostenfreien Download: http://www.pebonline.de/download_medien.html

An die Schaufeln – fertig – los! Gärtnern macht Kindern Spaß und motiviert zur Bewegung!

Der Frühling ist da! Zumindest fast…. Genau der richtige Zeitpunkt für Groß und Klein um sich als Gärtner auszuprobieren. Das gelingt besonders gut im eigenen Garten, aber auch in Blumenkästen auf Balkon oder Fensterbrett können Gemüse und Kräuter wachsen und gedeihen. „Beim Anpflanzen kommen Kinder an die frische Luft und in Bewegung. Außerdem werden sie auf diese Weise an Gemüsesorten herangeführt, die sie sonst vielleicht nicht probieren würden“, so Dr. Andrea Lambeck, Geschäftsführerin der Plattform Ernährung und Bewegung (peb). Großstadtkinder lernen, dass das Gemüse nicht im Supermarkt, sondern aus der Erde wächst. Eine selbstgezogene Karotte erfüllt mit Stolz und schmeckt deshalb doppelt so gut wie eine gekaufte. Das macht den Kindern Spaß und fördert die Lust am Probieren und vielseitigem Essen. Vielleicht bestehen die „Gärtner-Kinder“ schon bald auf das selbstgeerntete Basilikumblatt in der Tomatensoße? Kinder wollen ihre Erfolge am liebsten direkt nach dem Einpflanzen sehen, ernten und probieren. Deshalb sind Pflanzen die schnell wachsen, farbige Blüten entfalten oder leckere Früchte tragen besonders beliebt. Dazu gehören Sonnenblumen, Erdbeeren und Kräuter.

Die Sinne entdecken

Anfassen, Riechen und Schmecken – sich an der frischen Luft bewegen! Ob beim geöffneten Fenster oder im Garten: Gärtnern ist eine sinnliche Erfahrung. Der Duft von Blumen und Kräutern erfüllt die Luft. Die kleinen Hände tauchen in die feuchte Erde oder ertasten vorsichtig die Struktur der Blätter. Sobald das selbst geerntete Gemüse im Mund landet geht es auf eine geschmackliche Entdeckungsreise. Aus grünen Blättern, die auf dem ersten Blick identisch aussahen werden Melisse, Minze und Salbei. Beim genaueren Erkunden erkennen die Kinder die unterschiedlichen Formen, Gerüche und Geschmäcker. Lustige Überraschungen sind Kräuter, die gar nicht würzig schmecken, sondern fruchtig wie die Ananasminze oder lakritzartig süß wie Stevia. „Umso besser die Sinne geschult sind, desto exakter können Kinder die geschmacklichen Feinheiten von Speisen wahrnehmen. Auf diese Weise lernen Sie auch genussvoll, langsam und bewusst zu essen und auf Sättigungssignale zu achten“, erklärt die peb-Geschäftsführerin.

Ökologische Zusammenhänge erleben

Gartenarbeit ist nicht nur eine wunderbare Freizeitbeschäftigung, sondern auch Ökologie in der Praxis. Kinder können mit ihren eigenen Augen sehen, dass die Pflanzen sich verändern und in Wechselwirkung mit Ihrer Umgebung stehen. Sie lernen, dass bestimmte Gewächse besser im Schatten gedeihen, andere hingegen direkte Sonneneinstrahlung gut vertragen. Zum Gärtnern gehört nicht nur das Einpflanzen, sondern auch die Pflege. Wie bei uns Menschen kommt es bei der Ernährung auf das richtige Maß an. Bekommt die Pflanze kein Wasser verdurstet sie, bekommt sie zu viel ertrinkt sie. Das veranschaulicht den Kindern, dass Pflanzen Lebewesen sind und erinnert daran, dass sie auch mit ihrem eigenen Körper behutsam umgehen sollten. So wird die Wahrnehmung und Wertschätzung der eigenen Persönlichkeit gesteigert.

Kita-Kinder als Gärtner

Erzieher können den Kita-Garten oder die Fensterbank gut nutzen, um den Kindern in der Kita regelmäßig Wissenswertes zu den Themen Ernährung, Gesundheit und Natur zu vermitteln. Darauf aufbauend lassen sich gemeinsame Ernte-, Probier- und Kochaktionen organisieren. Worauf es bei einer gesunden Kita sonst noch ankommt, verdeutlicht das Kitaprojekt von peb „gesunde kitas – starke kinder“. Weitere Informationen dazu gibt es unter www.pebonline.de/gesunde-kitas-starke-kinder.html oder im Praxishandbuch, das peb im Cornelsen Verlag Skriptor herausgegeben hat und das im Buchhandel erhältlich ist. Praktische Hinweise können Interessierte außerdem in der peb-Arbeitshilfe für pädagogische Fachkräfte nachlesen, die zum kostenlosen Download verfügbar ist. Hier werden u.a. einfache Experimente (Duftbar, Fühltest) vorgestellt, mit denen Kinder lernen können, ganz bewusst die verschiedenen Geschmacks- und Geruchskomponenten der Nahrung wahrzunehmen.

Alltagsrituale und feste Regeln für einen gesunden Lebensstil

Konfliktvermeidung statt Erziehung – so sieht der Alltag in vielen jungen Familien aus. Um Konflikten mit ihren Kindern aus dem Weg zu gehen, machen Eltern ihren Kindern wenige Vorgaben und setzen kaum Grenzen. Der Familienalltag ist immer weniger durch Rituale und feste Essenzeiten geprägt, stattdessen versuchen Eltern oft, die Kinder mit Medienkonsum und Lebensmitteln außerhalb der Mahlzeiten zu beruhigen. Dabei sind die grundsätzlichen Informationen zum gesunden Lebensstil den meisten Eltern bekannt. Die Umsetzung im Alltag jedoch fällt oft schwer. 

„Ich musste als Kind immer essen, was auf den Tisch kam. Meinen Kindern will ich mehr bieten und versuchen, alles zu ermöglichen, was sie gerne möchten“, so eine Mutter im Rahmen einer Befragung für peb. Mit dieser Ansicht steht die Mutter nicht alleine da. Besonders jungen Eltern fällt es schwer, dem Anspruchsdenken ihrer Kinder etwas entgegenzusetzen und feste Regeln aufzustellen und beizubehalten, so die Ergebnisse der peb-Studie „Junge Eltern“ zum Ernährungs- und Bewegungsverhalten in jungen Familien.

Entrhythmisierung des Alltags – gesunder Lebensstil braucht Regeln

Die Befragung der 330 Eltern mit Kindern im Alter von bis zu drei Jahren zeigt vor allem eines deutlich: Der Alltag von jungen Familien ist immer weniger durch Regeln, Rituale und feste Essenszeiten geprägt. Eltern machen ihren Kindern nur wenige Vorgaben und setzen selten konsequent Grenzen. Somit wird das Essen oft zur Verhandlungssache, bei der zwischen Eltern und Kindern ausgehandelt wird, was, wann, wie oft und wie viel gegessen wird. In der Folge können Probleme auftreten, Maß zu halten und Einschränkungen zu akzeptieren. Elternaussagen wie „Es ist viel zu schwierig, streng zu sein, wenn er mich mit seinen süßen Augen anguckt“ verdeutlichen, wie schwer es fällt, feste Regeln aufzustellen und beizubehalten. Dabei hat sich erwiesen, dass Alltagsroutinen die Grundlage für eine erfolgreiche Gesundheitsbildung im Familienalltag darstellen. 

Permanente Konfliktvermeidung

Viele Eltern versuchen Konflikten aus dem Weg zu gehen, indem sie mit Medienkonsum und Lebensmitteln außerhalb der Mahlzeiten versuchen, ihre Kinder zu beruhigen. Auch zeigt die Befragung, dass es jungen Eltern schwerfällt, dass ihr Kind kurzzeitig unzufrieden ist. Zum Teil werden Kinder bei jeder kleinsten Unlustäußerung (Hunger, Langeweile o. ä.) durch Essen, Trinken oder den Fernseher „ruhig gestellt“. Dies ist vor allem auf den hohen Anspruch der Eltern zurückzuführen, ihr Kind solle immer glücklich und zufrieden sein.
Hinzu kommt, dass sich Eltern eher Sorgen machen, ihr Kind könne zu wenig statt zu viel essen. Mit 63 Prozent stimmen in der peb-Befragung weit über die Hälfte der Eltern der Aussage zu, trotz einigermaßen fest geplanter Mahlzeiten ihrem Kind auch zwischen den Mahlzeiten etwas zu essen zu geben, wenn es danach verlangt. Wenn Kinder jedoch ständig kleine Häppchen in Form von Keksen, Brötchen oder Obststückchen erhalten und Essen permanent zur Verfügung steht, können Kinder nicht lernen, Wartezeiten zwischen den festen Mahlzeiten zu überbrücken. Im extremen Fall entwickeln sie kaum noch ein wirkliches Hungergefühl.

Bewegung braucht Freiräume – physisch und psychisch

Bewegung im Kindesalter ist elementar. Nicht nur für die motorische Leistungsfähigkeit, die körperliche und seelische Gesundheit, sondern auch für frühkindliche Bildungsprozesse – Bewegung gehört zu einem gesunden Lebensstil untrennbar dazu. Dies impliziert jedoch auch Loslassen und Fortbewegung, also eine Lockerung der Bindung, die oftmals von Eltern unbewusst abgelehnt bzw. sogar gefürchtet wird. Ein Kind, das sich frei bewegt, wird schneller eigenständig, was viele Eltern (zumeist unbewusst) verhindern, da die symbiotische Verbindung zum Kind gefährdet scheint. Zudem ist Bewegung im Sinne von eigenständiger Fortbewegung oft angstbesetzt, und Eltern malen sich aus, was schlimmstenfalls passieren könnte. In der Folge werden die Kinder von Beginn an häufig zu viel getragen und überversorgt und können damit zu wenig dem eigenen Bewegungsdrang folgen. Dies zeigt, dass Bewegungsförderung in den ersten Lebensjahren vor allen Dingen darin bestehen sollte, Räume zu schaffen, in denen sich Kinder sicher bewegen und ihrer Entdeckungsfreude nachgehen können. In der peb-Umfrage bestätigt eine Mutter: „Früher musste ich immer wissen, was mein Kind tut, habe es keine Sekunde aus den Augen gelassen, habe es ständig beschäftigt. Mein Mann sagte immer wieder: Lass das Kind doch einfach mal spielen und eigene Impulse entwickeln. Es hat lange gedauert bis ich das verstanden habe.“

Fazit

Geregelte Tagesabläufe und Routinen stellen sich nicht nur als positiv für das seelische Wohlbefinden von Kindern heraus sondern bilden auch die Grundlage für eine erfolgreiche Gesundheitsbildung im Familienalltag und reduzieren das Risiko für kindliches Übergewicht. Regelmäßig gemeinsam in der Familie verbrachte Zeit wirkt sich vor allem bei Kindern günstig auf eine gesundheitsfördernde Entwicklung aus und schafft auch für die Erwachsenen einen positiven Familienalltag.

Olympische Winterspiele – Abfahrtshocke vor dem Fernseher

Wer den TV-Langlauf nicht als Couch-Potato verbringen möchte, fühlt mit ein paar Bewegungseinheiten vor dem TV mit den Athleten!

Rund um die Uhr Olympia
Mit den Olympischen Winterspielen beginnt heute das erste große Sportereignis des Jahres und es lockt wie immer ein Millionenpublikum vor die Fernseher. Rund 740 Stunden berichten alleine die öffentlich-rechtlichen Sender von den Winterspielen. Wie alle vier Jahre bedeutet dies für viele: Fernsehen ohne Ende, denn zu keiner anderen Zeit kann man so guten Gewissens den ganzen Tag das TV-Gerät laufen lassen – möchte man doch keine wichtige Entscheidung verpassen. Wer das Sportevent live auf dem heimischen Sofa miterleben möchte, muss jedoch nicht unbedingt Sitzfleisch beweisen! Mit ein paar Bewegungseinheiten und frischen Snacks wird aus dem TV-Marathon  ein olympischer Familienspaß!

Bewegtes Fernseherlebnis: Fit dabei statt Couch-Potato
Fernsehschauen zur Olympiade ist immer auch eine Entdeckungsreise für die ganze Familie zu den außergewöhnlichsten Sportarten. Wer sich nicht nur die Athleten anschauen, sondern selber fit bleiben möchte, sportelt passend zur jeweiligen Fernsehübertragung mit:

Wischeinsatz beim Besen-Curling: Die Fernsehzuschauer schnappen sich einen Besen und beginnen in der Hocke, den Boden in schnellen kurzen Bewegungen zu wischen. Das macht nicht nur den Boden sauber, sondern stärkt vor allem die Oberarme.

Familienfahrt beim Bob- und Rodelsport: Alle Familienmitglieder setzen sich hintereinander und halten sich an der Schulter des Vordermanns fest. „Kurvenfahrten“ auf die Seiten trainieren die Rückenmuskeln, Bewegungen nach vorne und hinten bringen die Bauchmuskeln in Spannung.

Standwaage und Einbeinstand beim Eiskunstlauf: Eine gute Übung auch für die Kleinsten: Wer schafft es am längsten in der Position der Standwaage auf einem Bein zu balancieren?

Abfahrtshocke beim Ski Alpin: In der Hocke wird das Gewicht von einem auf das andere Bein verlagert – wer mag, kann mit zwei Stöcken oder Regenschirmen in den Händen die Skifigur komplettieren.

Sportliche Knabbereien vor dem Fernseher
Kleine Snacks gehören für viele zum Fernsehen einfach dazu ! Mit ein bisschen Vorbereitung schafft man für das Sport-TV-Event auch den passenden kulinarischen Rahmen: Gemüsesticks aus Möhren und Gurken mit einem Joghurt-Dip oder selbstgemachtes Popcorn können mit Gewürzen wie Chili aufgepeppt werden. Wer ganz stilecht zu den Winterspielen snacken möchte, legt ein paar Stunden vor dem Essen grüne oder rote Weintrauben in das Eisfach. Die gefrorenen Trauben schmecken wie kleine Eisbonbons.

Sitzen Sie und Ihre Familie zu viel? Hier gibt’s den Test!

Ob auf dem Weg zur Arbeit, im Büro oder abends auf dem Sofa – häufig ist uns gar nicht bewusst, wie viel Zeit des Tages wir eigentlich im Sitzen verbringen. Dabei hat der Sitzende Lebensstil einen großen Einfluss auf die Entwicklung und die Gesundheit von Familien.

Mit dem Sitz-Check von peb können Familien ihr Sitzverhalten und ihr Wissen zum Sitzenden Lebensstil hinterfragen.  Innerhalb kurzer Zeit erhält jede Familie die Einschätzung ihres Sitz-Typs und entsprechende Tipps für den Alltag.

Für Kinder gibt es eine eigene Version des Sitz-Checks. Damit auch Kinder im Vorschulalter mitmachen können, werden die Fragen bei Bedarf von Peb & Pebber vorgelesen!

Probieren Sie es doch einmal aus!