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Familienaufstand! Alles zählt nur Sitzen nicht

Unter www.familienaufstand.de werden Familien ab sofort spielerisch motiviert, aufzustehen und sich mehr zu bewegen. „Familienaufstand!“ wurde gemeinsam durch die Arbeitsgruppe 4 Prävention und Gesundheitsförderung der Fakultät für Gesundheitswissenschaft an der Universität Bielefeld und die Plattform Ernährung und Bewegung entwickelt und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Im ersten Schritt werden die Familien angeregt sich bewusst damit auseinander zu setzen, wie es um das Aufstehen und Sitzen im Alltag bestellt ist. Daraufhin werden Aufsteh- und Bewegungsziele vereinbart. Alle Familienmitglieder sammeln „Zeitpunkte“ für Sitzunterbrechungen und Bewegung. Die Inhalte für den „Familienaufstand!“ wurden auf der Grundlage einer systematischen Auswertung der Forschungsergebnisse zu Interventionen zum Sitzenden Lebensstil im Setting Familie und eigener qualitativer Untersuchungen entwickelt. „Familienaufstand!“ fördert spielerisch einen Familienalltag, in dem weniger gesessen und sich mehr bewegt wird. Denn dem Sitzenden Lebensstil sollte möglichst früh entgegengewirkt werden, da ein bereits im Kindesalter „erlernter“ Sitzender Lebensstil mit hoher Wahrscheinlichkeit auch im Erwachsenenalter beibehalten wird. Dies erhöht neben weiteren Faktoren, wie Fehlernährung, fehlende sportliche Aktivität und Schlafmangel, das Risiko für u. a. Diabetes Typ 2, Übergewicht und Herz-Kreislauf- sowie Stoffwechselerkrankungen. Selbst Sport kann die gesundheitlichen Risiken eines Sitzenden Lebensstils nicht vollständig ausgleichen. Daher ist es wichtig, lange Sitzzeiten durch Aufstehen und durch Bewegung zu unterbrechen und zu reduzieren. „Familienaufstand!“ wirkt dem Sitzenden Lebensstil in einer für Deutschland bisher einzigartigen Weise entgegen und soll in der kommenden Monaten verbreitet und weiterentwickelt werden.

Unter www.familienaufstand.de ist das Spiel im Internet verfügbar. Neben dem zugehörigen Download der Spielmaterialien gibt es auf dieser Seite auch viele weitere Informationen und Tipps rund um die Themen Aufstehen und Bewegung.

Familienaufstand

peb-Adventskalender: 16. Dezember

peb-Mediennutzungsverträge für Familien
Viele schöne Filme locken jetzt die Familie vor den Fernseher. Bevor jedoch der ganze Tag nur vor dem TV verbracht wird, kann ein „Vertrag“ zwischen Kindern und Eltern für eine klare Regelung bei der Nutzung von Bildschirmmedien sorgen. So haben Eltern einen besseren Überblick und Kinder fühlen sich nicht bevormundet. Zudem werden die Eltern hier auch in die Pflicht genommen, denn es werden gemeinsame Familien- und Bewegungszeiten vereinbart. Es spricht also nichts gegen einen Weihnachtsfilm, am nächsten Tag gehen dank der Vereinbarung ja alle zum Schlittschuhlaufen. Der Bewegungs- und Mediennutzungsplan für 3-6 jährige Kinder sowie „Verträge“ für Kinder im Alter von 7-9 und 10-12 Jahren stehen unter http://www.pebonline.de/359.html kostenlos zum Download bereit.

Was Kinder zu starken Persönlichkeiten macht

Früh übt sich: Was Kinder zu starken Persönlichkeiten macht

Berlin, November 2014 – Mit der Winterzeit kommt die Dunkelheit. Die Tage werden kürzer und den Kindern bleibt nach Schule und Hausaufgaben oftmals kaum noch Zeit, die wenigen hellen Stunden im Freien zu verbringen. Müdigkeit und Antriebslosigkeit können die Folgen sein, vor allem wenn die Kinder aufgrund des laufenden Schuljahres ohnehin höheren Anforderungen und Zeitdruck ausgesetzt sind. Doch wie kann man sein Kind nachhaltig unterstützen, auch in schwierigen Situationen gelassen zu bleiben? Was macht Kinder zu starken Persönlichkeiten? Die Antwort ist denkbar einfach: Herausforderungen, an denen sie wachsen können – und das am besten von Anfang an.

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“

Kinder brauchen Herausforderungen, die sie fordern und fördern. Gut gemeinte Hilfestellungen von Eltern beim Klettern, Spielen oder den Alltagswegen können kontraproduktiv wirken. Denn jeder Erfolg, wie die erste Fahrt alleine auf dem Fahrrad, der erste Sprung vom 3-Meter-Brett oder der erste Schritt ohne elterliche Unterstützung fördert die Entwicklung von Selbstwirksamkeit und den Aufbau eines positiven Selbstkonzepts. Jungen und Mädchen ist also nicht geholfen, wenn sie sich nie alleine mit bestimmten Situationen und Gegebenheiten auseinandersetzen müssen. Die `kleinen Gefahren`, die aufgeschürfte Knie oder blaue Flecken verursachen können, werden durch die positive Persönlichkeitsentwicklung bei weitem aufgewogen. Wer von Klein auf lernt mit Schwierigkeiten und Rückschlägen umzugehen, hat im späteren Leben bessere Chancen, die großen Herausforderungen zu meistern. Wer so aufwächst, hat gute Chancen eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Rückschläge zu entwickeln.

Diese Widerstandsfähigkeit – auch als `Resilienz` bezeichnet – ist die Fähigkeit, Schwierigkeiten zu meistern, Belastungen standzuhalten und dadurch an ihnen zu wachsen. Ähnlich wie bei einem Schnupfen, den sich manche Kinder bei der ersten Zugluft einfangen, erkälten sich andere Kinder wiederum nur selten. So wie man hier von einem intakten Immunsystem spricht, meint Resilienz vereinfacht gesagt die `psychische Widerstandsfähigkeit`, also die Fähigkeit, kritische Situationen zu meistern, ohne Schaden davon zu tragen. Resilienz lässt sich aufbauen, da es sich um ein dynamisches, von Wechselwirkungen beeinflusstes Merkmal handelt, welches konstruktiv beeinflusst werden kann.

Herausforderungen gekonnt meistern

„Kinder sollte man aufmerksam begleiten und keine unnötigen Hilfsmittel einsetzen: Kein Dreirad mit Stange, kein ständiger Buggy-Einsatz. Sonst lernen Kinder nicht, dass es sich lohnt, sich anzustrengen und zu denken ‚ich kann das schaffen‘. Unsere Botschaft an Kinder sollte sein: `Probier etwas mal selber und du wirst stolz und glücklich sein, wenn du es geschafft hast!`“ so die peb-Vorstandsvorsitzende und Sportpsychologin Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich.

Eltern sollten also von Beginn an ihre Kinder ermuntern, möglichst viel alleine auszuprobieren, zwar unter Aufsicht, aber ohne helfende Hand: Ob im Kleinkindalter alleine den Treppenaufstieg zu wagen oder als Schulkind den überschaubaren Schulweg alleine zurückzulegen. Beobachtet man Eltern mit kleinen Kindern, die ihre ersten Schritte machen, so hört man oft `Pass auf, fall nicht hin, tu dir nicht weh`. Die Kinder sollten aber hören `Klasse, super, weiter so!`.

Wenn die Langeweile im Kinderzimmer Einzug hält

„Mama, Papa, mit ist so langweilig. Ich weiß nicht, was ich machen soll.“ Diese Sätze kennen alle Eltern. Auch wenn es schwer fällt – Eltern sollten nicht sofort darauf reagieren. Die Zeit, in der vermeintlich nichts passiert, ist für die kindliche Entwicklung äußerst notwendig. Zum einen brauchen Kinder diese Zeit, um die vielen Eindrücke um sie herum verarbeiten zu können. Das geht nur in Zeiten der Ruhe, in denen nicht viel um das Kind herum passiert. Jeden Tag der Woche mit Programm zu füllen, lässt zwar eher weniger Langeweile aufkommen, führt jedoch schnell zu Überforderung. Zeiten der Langeweile zu durchleben und zu meistern, fördert zum anderen Kreativität, Fantasie und auch Selbstständigkeit. Denn wenn dem Kind kein Unterhaltungsprogramm geboten wird, das es nur konsumieren muss, liegt es an ihm selbst, sich eine schöne Beschäftigung zu suchen. Hat es das geschafft, ist das ein Erfolgserlebnis, das auch für kommende Situationen das Selbstvertrauen stärkt.

Um die Kreativität und den Entdeckergeist der Kinder zu fördern, bieten sich Spielsachen ohne starre Spielanleitung an. Alte Kleidungsstücke regen zum Verkleiden an, aus Decken können phantasievolle Höhlen gebaut werden, große Kartons stehen als Rennauto bereit und aus Kastanien, Steinen und Ästen entstehen tolle Gebäude, Landschaften und Figuren.

Langeweile kann auch sehr gut für ein neues Spiel „genutzt“ werden:
Eltern und Kind versuchen zehn Minuten einmal nichts zu machen, und nehmen nur ihre Umgebung wahr: Was hört man für Umgebungsgeräusche, welcher Vogel zwitschert dort, was passiert dort unten auf der Straße, und wohin schweifen die Gedanken, wenn man versucht, an nichts zu denken….? Erstaunlich, wie spannend auf einmal Langeweile sein kann!

Ofenschlupfer

Zu unserem Monatsthema Erntedank und Wertschätzung von Lebensmitteln gibt es heute ein leckeres Rezept. Der Ofenschlupfer ist ein süßer Auflauf mit in dem man altbackenes Brot gut verwerten kann.

Zutaten
300 g Obst (z.B. Kirschen, Pfirsiche oder Äpfel)
6 altbackene Milchbrötchen, Weißbrot oder Hefezopf
250 ml Milch
100 g weiche Butter
80 g Zucker
1 Päck. Vanillezucker
3 Eier
125 g Schmand
1 Pr. Salz
50 g gehobelte Mandelkerne

Zubereitung
Obst waschen und in Stücke schneiden, Kirschen aus dem Glas abtropfen lassen, Äpfel klein schneiden oder raspeln
Brötchen in Würfel schneiden, Milch darüber gießen und 10 Minuten durchziehen lassen. Butter, 40 g Zucker und Vanillezucker mit den Quirlen des Handrührgeräts cremig rühren. Eier trennen. Eigelbe einzeln unterziehen, Schmand unterrühren und unter die Brötchenmasse ziehen. Eiweiß, restlichen Zucker und Salz zu Eischnee steif schlagen. Eischnee unter die Brotmasse heben.
Obst und Brotmasse abwechselnd in eine gefettete Auflaufform schichten und mit gehobelten Mandeln bestreuen. Bei 170 °C etwa 45 Minuten backen, evtl. nach 25 Minuten abdecken.

Dazu passt Vanillesauce.

So locken Eltern Stubenhocker vor die Tür

Berlin (dpa/tmn) – Entwickelt sich das Kind zum Stubenhocker, ist das nicht ideal. Kinder brauchen Bewegung an der frischen Luft, um das Immunsystem zu stärken. Aber wie holen Eltern die Kleinen vom Sofa?

Eltren locken Stubenhocker am besten mit einem Bewegungsplan nach draußen. Dafür setzt sich die ganze Familie zusammen und überlegt gemeinsam: Was macht Spaß? Herauskommen kann eine Rollschuhrunde am Montag, ein Spaziergang am Dienstag – und so weiter für die übrigen Tage. Aufwendigere Pläne wie ein Besuch im Schwimmbad oder im Kletterwald finden besser am Wochenende Platz, erklärt Wiebke Kottenkamp von der Plattform Ernährung und Bewegung (peb).

Gleichzeitig müsse ein Plan für den Medienkonsum gemacht werden, denn er sei der größte Konkurrent für die Bewegung im Freien. Zwei- bis Sechsjährige sollten höchstens 30 Minuten pro Tag vor dem Bildschirm verbringen, Sieben- bis Zehnjährige höchstens 45 Minuten, nennt Kottenkamp Richtwerte. Bei jungen Menschen ist die Freizeit mittlerweile sehr stark durch Medien geprägt, besonders durch das Internet und Fernsehen. Das geht aus dem aktuellen Freizeit-Monitor hervor, für den 4000 Bundesbürger im Auftrag der Stiftung für Zukunftsfragen interviewt wurden.

Stubenhocker zögen sich womöglich deshalb zurück, weil sie nicht so sportlich veranlagt seien und sich deshalb manches nicht zutrauten. Für Eltern bedeutet das, sich zu fragen: „Wie kann ich den Spaß an der Bewegung entzünden?“ Die beste Möglichkeit dafür sei, es vorzuleben, sagt Kottenkamp. „Das ist der Knackpunkt.“ Falsch sei, die Kinder mit der Aussicht auf eine Belohnung zu mehr Bewegung zu drängen. Das vermittle den Kindern die Botschaft, dass der Sport eine lästige Pflicht sei, die im Anschluss mit etwas Schönem ausgeglichen werden müsse.

Kinder sollten sich mindestens eine Stunde am Tag draußen an der frischen Luft bewegen, rät Kottenkamp. Das stärke nicht nur das Immunsystem, sondern auch das Selbstbewusstsein – wenn zum Beispiel das erste Mal die Fahrradfahrt ohne Stützräder klappt oder bei anderen Erfolgserlebnissen. Sind beide Eltern den Tag über lange unterwegs, empfiehlt sie, sich mit Nachbarn oder Freunden abzusprechen: Sie können sich untereinander dabei abwechseln, mit den Kindern zum Beispiel auf einen Abenteuerspielplatz zu gehen.

Bitte aufstehen! Wie man dem Sitzenden Lebensstil von Kindern und ihren Familien frühzeitig entgegenwirken kann.

Spätestens im September wird vielen Kindern mit ihrer Einschulung neben Lesen und Schreiben vor allem eines beigebracht: Still sitzen. Mit dem Schulbeginn startet eine „Sitzkarriere“, die im erwachsenen Alter ihren Höhepunkt erreicht: Vom Auto an den Schreibtisch und abends auf das Sofa – viele Familien verbringen einen Großteil ihres Tages sitzend. Ist der Alltag von Erwachsenen von online-shopping, Autowaschanlage oder TV-Fernbedienung geprägt, sieht es bei den Kindern oft nicht wesentlich anders aus: Ein Grundschulkind in Deutschland verharrt durchschnittlich neun Stunden pro Tag in Sitzposition – Tendenz mit jedem Lebensjahr steigend! Fernsehen, Computerspiele und Social Media, all das sind beliebte Freizeitbeschäftigungen von Kindern – und eben sitzende Beschäftigungen. Denn Sitzen gilt als Ko-Aktivität, bei der eine andere Zieltätigkeit im Vordergrund steht wie z.B. die Hausaufgaben, Lesen oder Telefonieren.

Folgen des Sitzenden Lebensstils
Doch was ist eigentlich so ungesund am Sitzen? „Im Allgemeinen wird das Sitzen ja als etwas Positives angesehen, es ist oft wünschenswert, sich zu setzen, denn es bedeutet Ankommen und zur Ruhe kommen“ so Dr. Jens Bucksch von der Universität Bielefeld. „Das Problem ist, dass es einfach überhandgenommen hat. Mindestens die Hälfte unserer Wachzeit verbringen wir sitzend.“ Jeder Anlass wird bereitwillig zum Sitzen genutzt und die Entwicklung immer neuer Bildschirmmedien sowie vermeintliche Erleichterungen des Alltags verleiten zu einer weiteren Erhöhung des Anteils der Sitzzeiten.
Dass langes Sitzen Rückenschmerzen sowie Muskelverspannungen hervorruft, ist nichts Neues. „Doch permanente Inaktivität löst laut einer neuen Studie auch Stoffwechselstörungen, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Ebenso steigt das Risiko für einige spezifische Krebser-krankungen“ erläutert Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthoch-schule Köln (DSHS). Der Leiter des Gesundheitszentrums der DSHS mode-riert seit vielen Jahren die Sendung „sportschlau“ in der ARD und berät mit weiteren Wissenschaftlern die Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) im Fachbeirat zum Thema Sitzender Lebensstil. Mehr Sport zu treiben alleine hilft nicht, so ist sich der peb-Fachbeirat einig. Der richtige Ansatz dem Sitzenden Lebensstil zu begegnen, liegt in der häufigen Unterbrechung der vielen und lang andauernden Sitzphasen sowie in der Förderung der Alltagsaktivität, so die Wissenschaftler.
Je früher Kinder an einen aktiven Lebensstil herangeführt werden, desto größer ist auch die Chance, dass sie ihn als Erwachsene beibehalten und Spaß daran haben, sich oft und viel zu bewegen. Steigender Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen verdrängt zunehmend aktive Freizeitbeschäftigungen. „Aber auch volle Stundenpläne der Kinder, bei denen es von der Schule direkt zum Klavierunterricht und danach an den Abendbrottisch geht, lassen ihnen kaum Raum für Bewegung und befördern so den Sitzenden Lebensstil“, so die peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck.

Was tun?
Es ist letztlich denkbar einfach – aber in der Umsetzung doch so herausfordernd: Sitzen unterbrechen! Als Faustregel gilt, mindestens alle 20-30 Minuten aufstehen und sich bewegen. Je mehr Bewegung wie Fahrradfahren oder Treppensteigen von Anfang an in den Alltag eingebaut wird, desto selbstverständlicher wird ein aktiver Lebensstil auch im Erwachsenenalter. Sitzzeiten im Auto könnten verringert werden, da ein Großteil der Strecken gerade einmal unter drei Kilometer beträgt. Der Weg zu Schule oder Kita, der meist überschaubar ist, kann zumeist besser mit dem Rad oder zu Fuß zurückgelegt werden. Auf diese Weise werden Kinder von Beginn an daran gewöhnt, Wege aus eigener Kraft zurückzulegen. Dabei sollte Bewegung kein lästiges „Muss“ sein: Je größer die Selbstverständlichkeit und der Spaß, desto größer ist auch die Chance, dabei zu bleiben!
Testen Sie, ob Sie und Ihre Kinder zu viel sitzen und machen Sie den
Sitz-Check von peb. Dort erhalten Sie auch praktische Anregungen, Empfehlungen und weitere Hintergrundinformationen.

FAQs zum Sitzenden Lebensstil
Was ist ein Sitzender Lebensstil?
Zu einem Sitzenden Lebensstil gehören alle wachen Aktivitäten, die im Sitzen oder Liegen stattfinden. Dazu zählen beispielsweise die Nutzung von ÖPNV/ Auto (sog. passiver Transport), Schulunterricht, Arbeiten am Schreibtisch/ PC, Fernsehen, Computerspiele u.v.m.
Erreiche ich oder meine Kinder die Empfehlungen für körperliche Aktivität?
Ja, wenn Sie und Ihre Kinder durchschnittlich mindestens 30 min täglich moderat aktiv sind (z.B. mäßiges Radfahren). Wird dies nicht erreicht, wird dies als Bewegungsmangel oder körperliche Inaktivität bezeichnet.
Schadet zu viel Sitzen der Gesundheit?
Ja! Studien zeigen zum Beispiel Zusammenhänge zwischen zu langem und häufigem Sitzen und Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, aber auch zur Rückengesundheit. Bereits Stehen oder gemütliches Gehen wirkt sich günstig auf die Gesundheit aus!

WM 2014 – Dabei stehen ist alles!

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien steht vor der Tür. Mit ein paar Tricks lässt es sich verhindern, dabei zum Couch Potato zu werden.

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien ist gestartet und Groß und Klein sind wieder im Fußballfieber und verfolgen die Spiele im TV. Egal, ob im Stadion, beim Public Viewing, auf der Fanmeile oder Zuhause mit der Familie. Es muss nicht immer im Sitzen sein: Denn stehend jubelt es sich besser! Um sich in den nächsten vier Wochen nicht in ein Couch Potato zu verwandeln, braucht man nur ein paar Kleinigkeiten zu berücksichtigen.

Wer sitzt, steht auf – mindestens bei jedem Tor!

Wer die Spiele auf dem Sofa verfolgen will, sollte an regelmäßige Sitzunterbrechungen denken! Einfach alle 20 Minuten aufstehen, z.B. bei jedem Tor (besser nimmt man noch Eckbälle und Freistöße hinzu) und sich in der Halbzeit ein wenig bewegen. Dann tut man bereits etwas gegen den WM-typischen Sitzenden Lebensstil. Besser noch – man schaut einfach im Stehen oder bleibt auf andere Art in Bewegung. Wer mehr dazu wissen will, kann sich unter dem Stichwort Sitzender Lebensstil auf www.pebonline.de informieren oder kann hier gleich den Sitz-Check machen.

Sportliche Knabbereien vor dem Fernseher

Für viele Menschen gehören Grillen und Bier oder andere kleine Snacks einfach dazu. Mit ein bisschen Vorbereitung schafft man pünktlich zum Anstoß auch den passenden kulinarischen Rahmen: Neben dem klassischen Grillgut gibt es auch jede Menge Alternativen und Ergänzungen wie Grillgemüse oder frischen Gartensalat. Wer Lust hat, kann auch seine Gäste mit selbstgemixten Früchtecocktails aus tropische Früchten wie Ananas, Banane oder Melone oder Kokosnuss überraschen und seiner Familie oder seinen Gästen das Gefühl geben, direkt in Brasilien dabei zu sein.
Dabei stehen ist alles!

Und jeder kann mitmachen! Wer seine Bilder vom bewegten „Privat Viewing“ und leckeren Snackideen an plattform@pebonline.de schickt, wird mit ein bisschen Glück unter www.blogmitpeb.de veröffentlicht und erhält als kleines Dankeschön für die Familie eine DVD von Peb & Pebber.

Trotz Zeitumstellung: Immer schön im Rhythmus bleiben!

Foto: Alexandra H.  / pixelio.de Aufwachsen braucht einen festen Tagesablauf: Ernährung, Bewegung und Entspannung – alles zu seiner Zeit

Berlin,  März 2014 – Jedes Jahr auf‘s Neue: Diesmal in der Nacht vom 29. März auf den 30. März werden die Uhren um eine Stunde auf die Sommerzeit vorgestellt und manch einem fällt es an den Tagen darauf noch schwerer, aus dem Bett zu kommen. In der Tat erleben viele Menschen jede Zeitumstellung wie eine Art Mini-Jetlag und leiden an Müdigkeit und Schlafstörungen. Nach ein paar Tagen haben sich die meisten jedoch an die neue Zeit gewöhnt. Auch wenn es nur eine Stunde ist, hat die Umstellung doch Auswirkungen auf das Wohlbefinden. Das ist ein guter Anlass, sich einmal grundsätzlich mit dem Tagesrhythmus der Familie, also mit Zeiten für Schlaf, Essen & Trinken sowie Sport & Bewegung auseinanderzusetzen

Struktur und Regeln für einen gesunden Tagesablauf Besonders für Kinder haben feste Strukturen im Tagesablauf große Bedeutung für ein gesundes Aufwachsen. Doch der moderne Lebensstil von Kindern und Familien ist viel zu häufig durch die Unregelmäßigkeit von Ernährung, Bewegung und Entspannung geprägt. Wie die peb-Studie Junge Eltern der Plattform Ernährung und Bewegung aufzeigt, machen Eltern ihren Kindern oft nur wenige Vorgaben und setzen zu selten konsequent Grenzen. In der Folge gibt es in vielen Familien kaum noch feste Zeiten für gemeinsame Mahlzeiten (jeder isst wenn er vemeintlich Hunger hat) und gemeinsame Zeiten für Bewegung und Entspannung kommen zu kurz. „Tagesabläufe sollten so gestaltet sein, dass sie verlässliche Zeiten zum Essen, Entspannen und Bewegen bieten. Dabei kann jede Familie einen eigenen Tagesrhythmus entwickeln, aber dieser sollte konstant sein,“ so die peb-Geschäftsführerin Dr. Andrea Lambeck. Manchmal bedarf es für Routinen auch ein wenig Planung: Ein gemeinsames Frühstück bietet für die ganze Familie einen guten Start in den Tag, auch wenn unter der Woche oft wenig Zeit ist. Wer z.B. schon am Vorabend den Tisch deckt, spart am nächsten Morgen wichtige Zeit.

Alles im Gleichgewicht Ein unregelmäßiger Tagesablauf ist nicht zuletzt auch ein Risikofaktor übergewichtig zu werden. Erlebt ein Kind keine gemeinsamen Mahlzeiten in der Familie, so lernt es kaum, in Maßen zu essen und ist eher geneigt, ständig zwischendurch zu „snacken“. Statt Bewegungszeiten, in denen Kinder sich, mit oder ohne ihre Eltern, austoben, werden Kinder viel zu oft mit Medienkonsum ruhig gestellt. Und auch der Schlafmangel als Risikofaktor für die Entwicklung von Übergewicht wird unterschätzt. Einmal länger ausschlafen am Wochenende, eine Stunde Schulsport in der Woche oder ein Apfel zum Frühstück reichen als einzelne Maßnahmen für einen gesunden Lebensstil nicht aus. Da Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen vielfältige Ursachen hat, sollten alle Maßnahmen im Tagesablauf ineinander greifen: Ernährung, Bewegung sowie Schlaf und Entspannung – alles zu seiner Zeit. Eltern können dies fördern, indem sie feste Regeln und Routinen im Alltag setzen und diese auch selber leben – denn nichts ist so überzeugend wie gute Vorbilder.

Hier finden Sie unseren peb-Flyer zum gesunden Tagesablauf zum kostenfreien Download: http://www.pebonline.de/download_medien.html

Obama joggt durchs Weiße Haus – peb lässt MdBs „Aufstehen!“

Dass die First Lady die Kampagnen ihres Präsident-Gatten unterstützt, ist bekannt. Dass der Präsident für die gute Sache der Gattin durch’s Weiße Haus joggt, ist dagegen ein Novum – und noch dazu ein sehr Witziges. Abgerundet wird das Jogging-Programm mit einem frischen Glas Wasser und der Verabredung zum Let’s Move der nächsten Woche “Same time next week, Mr. President”: http://www.tellerrandblog.de/lets-move-obama-joggt-durchs-weisse-haus/

Nachahmen ist übrigens ausdrücklich erwünscht, denn das Video promoted die “Let’s Move -Kampagne” der First Lady, die sich für einen aktiven Lebensstil aus mehr Bewegung und gesunder Ernährung stark macht.

Der gleiche Impuls bewegte die Plattform Ernährung und Bewegung (peb) schon letzten Sommer, als sie die Bundestagsabgeordneten Viola von Cramon, Dorothee Bär, Katja Dörner, Hans-Michael Goldmann, Dr. Christel Happach-Kasan, Mechthild Heil, Dr. Lutz Knopek, Dr. Rolf Koschorrek, Sibylle Laurischk, Gabriele Molitor, Dr. Gerd Müller, Jens Petermann, Dr. Carola Reimann, Elisabeth Scharfenberg und Carola Stauche im Rahmen der Aktion „Aufstehen! gegen den Sitzenden Lebensstil“ aufstehen ließ!

Für die PR-Aktion für einen aktiven und gesunden Lebensstil wurden die Mitglieder des Bundestags mit Schrittzählern und Sitztagebuch ausgerüstet, um ihre Sitz- und Bewegungsgewohnheiten in der Woche vom 3. bis zum 7. Juni 2013 zu erfassen.

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